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Tipp: In der Reihe "MARIOS REGELERLÄUTERUNGEN" findest du einige Grundregeln und Spielsituationen ausführlich erläutert. Schau doch mal rein!

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(1560) carrion feeder:   29.10.2006
Ich habe einen Aasfresser (Carrion Feeder), einen Eiternden Goblin (Festering Goblin) und einen Todespakt (Grave Pact) im Spiel. Mein Gegner kontrolliert einen Holzwart-Elf (Timberwatch Elf) und einen beliebigen anderen Elf (1/1).

Nun opfere ich den Eiternden Goblin für den Aasfresser. Ich möchte dem 1/1-Elf −1/−1 geben, sodass er stirbt. Kann mein Gegner diese Kreatur dann für den Todespakt opfern, oder wird der Effekt vom Eiternden Goblin zuerst aktiviert?
Antwort von Keiichi: 29.10.2006
Wenn der Eiternde Goblin in den Friedhof geht, werden zwei Fähigkeiten ausgelöst; die des Eiternden Goblins und die des Todespakts. Du beherrschst beide und darfst daher bestimmen, in welcher Reihenfolge sie auf den Stapel gelegt werden. Also kannst du die Effekte so anordnen, dass die −1/−1 zuerst verrechnet werden; als Ziel bestimmst du den 1/1-Elf des Gegners.

Allerdings haben beide Spieler noch die Möglichkeit, auf die ausgelösten Fähigkeiten zu reagieren. So kann dein Gegner den Holzwart-Elf tappen, um dem 1/1-Elf +2/+2 zu geben. Das wird dann zuerst verrechnet, als Nächstes die −1/−1 des Eiternden Goblins (der 1/1-Elf ist dann immer noch 2/2 und überlebt) und schließlich der Todespakt (nun könnte dein Gegner den 2/2-Elf opfern, um den Holzwart-Elf zu retten).

Kartenanzeige (C) Wizards of the Coast
(1559) carrion feeder:   29.10.2006
Ich greife mit einem Aasfresser (Carrion Feeder) und einem Eiternden Goblin (Festering Goblin) an. Mein Gegner blockt den Aasfresser und lässt den Eiternden Goblin durch. Wenn ich nun den Eiternden Goblin für den Aasfresser opfere, kommt der eine Schadenspunkt von ihm durch?
Antwort von Keiichi: 29.10.2006
Teile dieser Antwort sind veraltet, siehe ergänzende Antwort.

Das kommt darauf an, wann du ihn opferst.

Wenn du den Eiternden Goblin im Blocker-deklarieren-Segment opferst (also bevor der Kampfschaden auf den Stapel geht), dann machst du damit den Aasfresser stärker, aber im Kampfschaden-Segment ist der Eiternde Goblin nicht mehr im Spiel, kann also keinen Schaden zufügen.

Wenn der Kampfschaden aber bereits auf den Stapel gegangen ist, fügt der Eiternde Goblin auch dann noch seinen Schadenspunkt zu, wenn er für den Aasfresser geopfert wird. Der wiederum wird stärker, nachdem der Schaden auf den Stapel gegangen und damit festgelegt ist. Der Aasfresser macht also nicht mehr Schaden, kann aber einen Schaden des Blockers mehr aushalten.

Suche mal nach kampfschaden stapel opfer hier in dieser Sammlung und entdecke einige ähnliche Fragen und Beispiele.
Ergänzende Antwort von Mario Haßler : 24.12.2009
Gemäß den seit der Edition Magic 2010 (kurz M10) gültigen Kampf-Regeln geht der Kampfschaden nicht mehr auf den Stapel, sondern wird zu Beginn des Kampfschadensegments gleich zugefügt. Der letzte Zeitpunkt, vorher noch Spontanzauber zu wirken oder Fähigkeiten zu aktivieren, ist daher das Blocker-deklarieren-Segment, siehe "Kapitel 3: Der Ablauf eines Spielzugs" im Regelbuch.

Die Antwort auf die Frage lautet also: nein.

Kartenanzeige (C) Wizards of the Coast
(7099) Silvio aus Wien:   07.07.2009
Spieler A spielt einen Knochenspreißel (Bone Splinters) und opfert einen Eiternden Goblin (Festering Goblin), um die einzige Kreatur B von Spieler B zu zerstören. Spieler B kopiert den Zauberspruch mit einer Verdoppelung (Fork) und zielt auf Kreatur A von Spieler A.

Ich gehe davon aus, dass Spieler B ebenfalls eine Kreatur opfern muss, sowie er den Zauberspruch kopiert. Er opfert also Kreatur B, die ohnehin zerstört werden würde. Es ist aber so, dass beim Eiternden Goblin ein Effekt ausgelöst wird, wenn er auf den Friedhof gelegt wird. Wann wird das Ziel dafür bestimmt? Kann es sein, dass Spieler A einer eigenen Kreatur −1/−1 geben muss, weil Spieler B seine Kreatur B bereits geopfert hat, wenn das Ziel bestimmt werden muss?
Antwort von Freizeitspieler aus Königslutter: 07.07.2009
Nein. Der Reihe nach: Zuerst spielt Spieler A den Knochenspreißel auf Kreatur B von Spieler B und opfert dabei seinen Eiternden Goblin. Da das Opfern zu den Kosten gehört, kann darauf nicht reagiert werden. Bevor ein Spieler Priorität erhält, wird festgestellt, dass durch diese Aktion eine ausgelöste Fähigkeit (nicht: Effekt) ausgelöst wurde. Sie geht auf den Stapel, und schon jetzt muss ein Ziel bestimmt werden. Wir nehmen an, Spieler A wählt abermals die Kreatur B von Spieler B als Ziel.

Auf dem Stapel liegen nun der Knochenspreißel und darüber die ausgelöste Fähigkeit vom Eiternden Goblin. Spieler A gibt die Priorität ab, Spieler B spielt die Verdoppelung mit dem Knochenspreißel als Ziel. Bei Verrechnung wird der Spruch kopiert. Dabei werden keine Kosten bezahlt (weder Manakosten noch sonstige Kosten), also opfert Spieler B keine Kreatur; allerdings darf er Kreatur A von Spieler A als neues Ziel wählen.

Da sonst nichts mehr gespielt wird, wird der Stapel verrechnet: Kreatur A wird zerstört, Kreatur B erhält −1/−1, Kreatur B wird zerstört.

Empfohlene Lektüre: "Kapitel 2: Zaubersprüche, Fähigkeiten und Effekte" im Regelbuch.

(5626) Endloser Wurm:   05.01.2009
Ich habe eine Goblin-Bombardierung (Goblin Bombardment) und einen Todespakt (Grave Pact) im Spiel. Mein Gegner greift mich mit drei 1/1-Kreaturen an, ich blocke eine davon mit meinem Eiternden Goblin (Festering Goblin). Kann ich dadurch allen Kampfschaden auf mich verhindern, oder wird der Kampfschaden zuerst verrechnet und dann sterben die gegnerischen Kreaturen?
Antwort von Mario Haßler : 05.01.2009
Teile dieser Antwort sind veraltet, siehe ergänzende Antwort.

Du kannst dafür sorgen, dass kein Kampfschaden auf dich durchkommt, allerdings wirst du dann nicht alle gegnerischen Kreaturen los: Du blockst Kreatur 1 und opferst noch im Blocker-deklarieren-Segment den Eiternden Goblin, um mit der Goblin-Bombardierung 1 Schaden auf Kreatur 2 zu schießen (geht auf den Stapel). Dadurch werden die Fähigkeiten vom Todespakt und vom Eiternden Goblin ausgelöst, die du beispielsweise in dieser Reihenfolge oben auf den Stapel legst. Letztere ist gezielt, und du bestimmst Kreatur 3 als Ziel. Bei Verrechnung erhält diese Kreatur −1/−1 und geht in den Friedhof. Dann muss dein Gegner eine Kreatur opfern; am geschicktesten opfert er Kreatur 2, die ohnehin dem Tod geweiht ist. Dann wird die Fähigkeit der Goblin-Bombardierung verrechnet, findet aber ihr Ziel nicht mehr und wird neutralisiert. Nachdem das alles abgehandelt worden ist, wechselt das Spiel ins Kampfschadensegment. Es gibt nur noch einen Angreifer, aber der wurde geblockt und fügt dir keinen Schaden zu. Er erhält jedoch auch keinen Schaden, da sein Blocker nicht mehr da ist, und überlebt.

Wenn es dir wichtiger ist, alle gegnerischen Kreaturen loszuwerden, wartest du bis zum Kampfschadensegment. Hier geht zunächst sämtlicher Kampfschaden auf den Stapel, dann machst du alles wie oben beschrieben. Auch hier bleibt der eine Angreifer übrig, allerdings wartet 1 Kampfschaden von deinem Eiternden Goblin auf ihn, der ihn tötet. Du musst jedoch 2 Kampfschaden von den ungeblockten Kreaturen einstecken.

Empfohlene Lektüre: "Kapitel 3: Der Ablauf eines Spielzugs" im Regelbuch.
Ergänzende Antwort von Mario Haßler : 24.12.2009
Gemäß den seit der Edition Magic 2010 (kurz M10) gültigen Kampf-Regeln geht der Kampfschaden nicht mehr auf den Stapel, sondern wird zu Beginn des Kampfschadensegments gleich zugefügt. Der letzte Zeitpunkt, vorher noch Spontanzauber zu wirken oder Fähigkeiten wie die der Goblin-Bombardierung zu aktivieren, ist daher das Blocker-deklarieren-Segment, siehe "Kapitel 3: Der Ablauf eines Spielzugs" im Regelbuch.

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(3627) night aus kassel:   14.03.2008
Ich greife mit meinem Eiternden Goblin (Festering Goblin) an, mein Gegner blockt mit einer 1/1-Kreatur, sodass Angreifer und Blocker sterben. Im Spiel verbleibt nur eine 1/1-Kreatur bei mir. Muss ich ihr nun −1/−1 geben?
Antwort von Keiichi: 14.03.2008
Ja, musst du. Die ausgelöste Fähigkeit des Eiternden Goblins ist nicht optional. Vergleiche Fragen (1478) und (1201) samt Antworten.

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