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Spielbericht vom 14.04.2004 – Osterabend

von Mario Haßler, 15.04.2004 - 20:00 – Spielbericht · Multiplayer

So bunt wie die Ostereier – an diesem Abend wurde nur mit fünffarbigen Decks gespielt! Ein fünffarbiges Deck besteht aus mindestens drei Karten von jeder Farbe; mehrfarbige Karten zählen für jede ihrer Farben. Garniert wurde der Abend von Axel, der einen Haufen Schokohasen mitgebracht hatte. (Teile des Spielberichts stammen wieder von Gert – vielen Dank für die Mühe!)

Die Frühstarter Elinor und Axel spielten ab ca. 18:20 Uhr, Elinor mit dem Pandämonium (Pandemonium) und Axel mit einem modifizierten "Weites Land" Deck. Axel gewann durch Mist (Schaden) machendes Kleinvieh und dank diversen Landtarnungen mit den Magnigoth-Baumhirten (Magnigoth Treefolk). Gert und Siegfried waren inzwischen eingetroffen und hatten sich die Zeit mit Rippchen und Kraut vertrieben. Dann wurde "Uhrzeiger-Magic" gespielt. Im ersten Zug schon brachte Elinor einen Lehrling des Dornenpfads (Thornscape Apprentice), Axel ein Landschaftsbild (Lay of the Land). Erst später kam bei Siegfried ein Meister des Sonnenpfads (Sunscape Master), bei Gert ein Stab des Verderbens (Rod of Ruin). Der wurde jedoch von Siegfried mit einem Hüllenbruch (Hull Breach) entsorgt. Gert schied als Erster aus, nachdem Siegfried mit Kaldras Schwert (Sword of Kaldra) aufrüsten konnte und dadurch 9+7 Schaden landete. In der Zwischenzeit trafen Andreas und Christine ein und durften, wie Gert, erst mal zuschauen. Christine betrieb noch intensiven Deckbau, und belegte ca. 1 m² des Tisches mit ihren Karten. Im Spiel hatte Axel derweil Platz geschaffen und alle Kreaturen von Siegfried entsorgt, Elinor verhinderte dazu noch den nächsten Kreaturenbeschwörungsversuch von Siegfried. So konnte Axel ungehindert Siegfried mehrmals Schaden zufügen und schließlich besiegen. Da Axel nach seinem letzten Angriff jedoch vollständig ausgetappt war, konnte nun Elinor ungehindert angreifen und Axels Lebenspunkte mit einer finalen Misshandlung auf 0 reduzieren. Merke – Frei ist nur der intelligible Wille, der empirische jedoch determiniert! (I. K.)

Um 20 Uhr trafen Mario und Stefan ein, wir waren somit komplett und zu acht. Axel definierte sich als Spielführer und teilte uns auf zwei Vierertische auf – was angesichts des überraschenderweise mit Senioren gefüllten Lokals kein leichtes Unterfangen war.

An einem Tisch spielten Elinor und Stefan gegen Christine und Mario "2 gegen 2" mit gemeinsamen Lebenspunkten und Manaumwandlung 2:1. Insbesondere die letzte Untervariante war wegen der fünffarbigen Decks mitunter sehr hilfreich. Christine legte einen sauberen Start hin, und es gelang ihr, in Runde 4 einen Stratadon (Stratadon) zu spielen – auch wenn sie zunächst nicht alle fünf Standardlandtypen zusammen hatte: Brandrodung (Harrow) und Mana von Mario führten zum Ziel. In der Folge stärkte Christine ihren Stratadon themengemäß mit Gaeas Macht (Gaea's Might) und Stärke durch Einheit (Strength of Unity) und fügte den Gegnern so heftigen Schaden zu. Aber auch Stefan zeigte, worauf er hinaus wollte: Seinen Schleichangriff (Sneak Attack) konnte Mario noch verhindern, aber gleich danach kam das Quecksilberamulett (Quicksilver Amulet) mit einer ähnlichen Absicht. Dieses brachte wenig später einen Wandernden Riesenpilz (Fungal Shambler) ins Spiel, den Christine jedoch mit Stammesflammen (Tribal Flames) wegbrutzelte. Auf der anderen Seite war Elinor hin- und hergerissen, ob sie mit ihrem Zanam-Dschinn (Zanam Djinn) lieber angreifen oder verteidigen sollte. Immerhin gelang es ihr, Christines zweiten Stratadon zu neutralisieren. Stefan nutzte derweil sein Quecksilberamulett, um einen Symbiotischen Wurm (Symbiotic Wurm) ins Spiel zu bringen, aber es war zu spät: Mit ihren Angriffen und zuletzt der Exotischen Seuche (Exotic Disease) führte Christine sich selbst und Mario zum Sieg.

Revanche mit gleichen Decks: Christines Deck kam diesmal überhaupt nicht in Fahrt, aber mit den vielen Ländern stellte sie Mario immerhin eine erweiterte Manabasis zur Verfügung. Die konnte er nutzen, um Stefans Quecksilberamulett zunächst (mit Rückkauf) Kentern (Capsize) zu lassen und in der nächsten Runde zu neutralisieren. Außerdem gelang es Mario früh, zwei Quellenrufer (Wellwisher) ins Spiel bringen, die dem Team Runde für Runde 10 Lebenspunkte bescherten. Elinor musste um ihre Manabasis regelrecht kämpfen: Da ihre Länder ganz offensichtlich nicht freiwillig aus der Bibliothek auf die Hand kommen wollten, musste sie mehrmals die Brandrodung einsetzen, um da nachzuhelfen. Derweil kamen die bescheidenen Elfen-Angriffe von Christine und Mario immer wieder durch und machten kleinen, aber steten Schaden, während die Quellenrufer inzwischen für 12 Lebenspunkte pro Runde sorgten (später sollte sich herausstellen, dass Elinor wenigstens einen davon schon längst hätte entsorgen können...). Allem voran machte jedoch Marios Kentern Elinor und Stefan zu schaffen, bis Stefan endlich mit dem Leichtfüßigen Panther (Fleetfoot Panther) die richtige Antwort parat hatte. Nun konnten Stefan mit dem Zweiköpfigen Drache (Two-Headed Dragon) und Elinor mit dem Feuer von Yavimaya (Fires of Yavimaya) und einigen Kreaturen, allen voran dem Säbelzahnnishoba (Sabertooth Nishoba) gehörig aufrüsten, aber es war wieder zu spät: Diesmal genügten ein ungeblockter Angriff eines 1/2-Elfen und ein alles Mana aufbrauchender 12er Feuerball (Fireball) für den Sieg von Christine und Mario.

Am anderen Tisch spielten Andreas und Gert gegen Axel und Siegfried ebenfalls "2 gegen 2" mit gemeinsamen Lebenspunkten, aber ohne Manaumwandlung. Siegfried brachte zunächst nur Länder ins Spiel, zum Teil unterstützt durch Brandrodung. Auch Andreas und Axel beschränkten sich zunächst auf Länder, bei Axel durch ein Feuer von Yavimaya ergänzt. Gert brachte sehr früh einige Remasuris: Schneller Remasuri (Quick Sliver), Lebenssaftremasuri (Essence Sliver), Kristalliner Remasuri (Crystalline Sliver), Gruftremasuri (Crypt Sliver). Es folgte eine stetige Spielentwicklung. Bei Andreas bedeutete dies leider, dass er stetig meist nur Wälder spielte. Dank des Lebenssaftremasuris konnten sich Andreas und Gert jedoch auch nach harten Attacken immer wieder gut erholen. Dadurch trugen sie am Ende bei nur noch einem Lebenspunkt durch "Alles, was Remasuri heißt, greift an" den Sieg davon.

Nächstes Spiel, Partner wie vorher – Revanche. Axel brachte sehr früh einen Gefallenen Askari (Fallen Askari) und einen Schwarzen Ritter (Black Knight) ins Spiel, Siegfried verpasste den beiden je einen Mantel des Gürteltiers (Armadillo Cloak). Andreas konnte nach (wieder!) sehr vielen Wäldern doch noch Treva, der Erneuerer (Treva, the Renewer) ins Spiel bringen. Gert blieb eher hilflos. Daher riet Andreas, der Waldmeister, zum Aufgeben. Gert hatte, wie auch sonst in diesem Spiel, nichts entgegenzusetzen.

Drittes Spiel an diesem Tisch, Partner wie vorher – nochmals Revanche. Nach eher gemächlichem Beginn konnte Siegfrieds doppelte Kraterraupe (Crater Hellion), mittels Schleichangriff platziert, von Gerts Manöver des Kapitäns (Captain's Maneuver) abgemildert werden, sodass Andreas' Crosis, der Säuberer (Crosis, the Purger) im Spiel blieb. Wenig später wollte auch Axel ein Manöver des Kapitäns ausführen, jedoch brachte Gert dagegen ein Ausweichmanöver (Evasive Action) – auch Kapitäne lassen sich ausmanöverieren. Letzendlich entschieden Siegfrieds massive Angriffe das Spiel zugunsten von Axel und Siegfried.

Nun wurden sämtliche Paarungen getauscht. An dem einen Tisch spielten jetzt Christine und Siegfried gegen Axel und Mario wieder mit gemeinsamen Lebenspunkten und Manaumwandlung 2:1. Es gab einen heißen Schlagabtausch: Axel machte Christines Flussboa (River Boa) mit einer Lähmung (Paralyze) unschädlich. Christine fügte Marios Quellenrufer mit einem Blitzschlag (Lightning Bolt) tödlichen Schaden zu, bevor er Leben spenden konnte. Und schließlich entsorgte Siegfried mit einer Entzauberung (Disenchant) Axels Feuer von Yavimaya. Dann jedoch gelang es Mario, seine Killerkombo ins Spiel zu bringen: Ein Drahtholzwald-Wegbahner (Wirewood Channeler), verzaubert mit Pemmins Aura (Pemmin's Aura). Die Gefahr ahnend versuchte Christine sogleich, dagegen anzugehen und spielte eine Einäscherung (Incinerate) auf den Elfen. Axel und Mario konnten jedoch unter Aufbringung allen verfügbaren Manas und dem Einsatz einer Brandrodung ein blaues Mana erzeugen, mit dem der Drahtholzwald-Wegbahner sich dank Pemmins Aura schützen konnte. Schließlich war Mario noch das Glück hold, in der nächsten Runde einen weiteren Elf zu ziehen und ins Spiel zu bringen (ohne den würde die Kombo zwar eine Endlosschleife erzeugen können, aber ohne Killereffekt). Dadurch konnte er nun endlos Mana von beliebigen Farben erzeugen, das er sicherheitshalber zunächst für Kentern und schließlich für die Brennende Berührung (Searing Touch) nutzte – Sieg für Axel und Mario.

Auch hier wieder eine Revanche, allerdings mit neuen Decks. Mario versuchte sich mit Remasuris, und es gelang ihm bald sogar, die Remasurikönigin (Sliver Queen) ins Spiel zu bringen. Christine kostete es aber nicht mehr als ein blaues Mana für den Hydroknall (Hydroblast), um sie auf den Friedhof zu schicken. Während Siegfried den Umgang mit dem Flackernden Portal (Erratic Portal) übte, beschwor Axel mit seinem schwarzen Deck Kreaturen wie Nekratog (Necratog) und griff Runde für Runde die ansonsten recht wehrlose Christine an. Richtig gefährlich wurde Siegfried, als er eindrucksvoll demonstrierte, wie man mit der Kombination aus Schleichangriff, Tyrannischer Drache (Dragon Tyrant) und Flackerndem Portal eine wahre Höllenmaschine in Gang bringt, die 12 Schaden pro Runde zufügt. Aber bevor dieses Maschinchen öfter Unheil anrichten konnte, gelang Mario der finale Angriff mit vier Kreaturen im Stammeszusammenhalt (Tribal Unity) – das Aus für Christine und Siegfried.

Die Mannschaften wurden neu besetzt, jetzt traten Christine und Axel gegen Mario und Siegfried an. Letzterer dominierte früh das Spiel mit seinem Röhrenden Reliops (Spiritmonger), der zum Entsetzen der Gegner auch noch mit einem Mantel des Gürteltiers (Armadillo Cloak) ausgestattet war. Axel hätte mit seinen Halbschatten-Kreaturen zwar keine üblen Blocker gehabt, aber da es Christine nicht gelang, viel mehr als Länder ins Spiel zu bringen, war sie natürlich Angriffsziel der Wahl. Auch Mario schlug in die gleiche Kerbe, abermals mit seinen Remasuris, die jedoch insgesamt recht vereinzelt kamen. Siegfrieds Versuch, mit einem Engel der Blitze (Lightning Angel) noch mehr Druck aufzubauen, wurde von Christine mit dem bekannten Hydroknall unterbunden. Dafür gelang es ihm, dem Röhrenden Reliops einen zweiten Mantel des Gürteltiers zu spendieren, das war dann schließlich zu viel für Christine und Axel, Sieg für Siegfried und Mario.

Am anderen Tisch spielten Andreas und Elinor gegen Gert und Stefan. Eine immer wiederkehrende Einhalt (Cessation) von Gert konnte Andreas' Kreaturen, z. B. Crosis, der Säuberer oder Treva, der Erneuerer, entscheidend verzögern, zumal Stefan es sich nicht verkneifen konnte, diversen Ausrüstungen mit Terminieren (Terminate) zu begegnen. Die finale Attacke war dann ein einzelner Angriff eines vereinzelten Metathransoldaten (Metathran Soldier) von Gert.

Revanche, kurz und knapp: Zwar konnte Stefan ein Letztes Gefecht (Last Stand) ausfechten, jedoch war die Wirkung gering. Durch Andreas' kampfstarke Drachen reduzierten sich die Lebenspunkte von Gert und Stefan rasch, sie gaben auf.

Im letzten Spiel des Abends traten Stefan, Andreas, Gert, Siegfried und Mario zum "Uhrzeiger-Magic" an. Bereits in der zweiten Runde wurde klar, dass mit Stefan und Mario zwei Remasuri-Spieler unmittelbar nebeneinander saßen und dass es an dieser Front schwierig werden würde. Allerdings ergänzten sich nicht alle Remasuri-Mechanismen immer harmonisch; so hilft ein Gruftremasuri nichts, wenn ein Kristalliner Remasuri verhindert, dass diese Viecher Ziel werden können. Indes wurde Andreas wie so oft kollektiv bekämpft: Kaum eine seiner Verzauberungen oder Kreaturen überlebte die erste Runde. Auch wenn er sich darüber beschwerte – bei den aufgefahrenen Geschützen brauchte man sich nicht wundern, wenn sogar Nicht-Nachbarn wie Siegfried sich da einmischten: Gemeinsamer Gegendruck (Collective Restraint), Crosis, der Säuberer, Überbelegter Friedhof (Oversold Cemetery), Treva, der Erneuerer, ... Hier gab es also gehörig Futter für diverse Entzauberungen oder auch Nettigkeiten wie Schwerter zu Pflugscharen (Swords to Plowshares) oder Selbstbehauptung (Vindicate). (Letztere ist übrigens mal wieder ein schönes Beispiel, wie angenehm und verständlich es doch sein kann, wenn man mit deutschsprachigen Karten spielt, meint ihr nicht auch?) Letztlich war es Stefan, der den so gebeutelten Andreas im Angriff besiegte. In der Zwischenzeit hatte Siegfried eine Phyrexianische Tyrannei (Phyrexian Tyranny) ins Spiel gebracht. Die behinderte ihn aber mindestens ebenso wie den Rest der Spieler, was uns ein paar Runden später mutmaßen ließ, ob er sich dieser Verzauberung nicht selbst wieder entledigen würde. Dazu haben wir auch kurzerhand eine praktische Karte erfunden: "Zerstöre eine bleibende Karte, die du kontrollierst" – ihr Name: "Späte Einsicht"! Aber es war schließlich Gert, der die Phyrexianische Tyrannei entsorgte. Eine seiner wenigen Aktionen, mit denen er ins Spielgeschehen eingriff, und so fiel er als nächstes Stefans Angriff zum Opfer. Auch Mario beeinflusste das Gesamtgeschehen ein bisschen mit seinen Zusammenbrechenden Grenzen (Collapsing Borders). Die schädigten insbesondere Siegfried, der zwar Mana jeder Farbe erzeugen konnte, aber nur Standardländer einer Sorte im Spiel hatte. Insofern war es mehr ein letztes Aufbäumen, als er seinen Raka-Modulon (Rakavolver) mit Kaldras Schwert (Sword of Kaldra) ausrüstete. An für sich keine schlechte Idee, aber der Schwertträger fiel sogleich Stefans Ordnung (Order / Chaos) zum Opfer. Stefan griff dann auch noch an, und Siegfried war ebenso aus dem Rennen. Übrig blieben wie am Anfang geahnt die beiden Remasuri-Spieler. Nach einigen Runden, in denen nur aufgerüstet wurde, hatte Stefan die Kreaturenübermacht zusammen und konnte in der Folge Mario Zug für Zug angreifen. So war es nur eine Frage der Zeit, bis diese Angriffe schließlich Stefan zum Sieg führten.

Insgesamt, das muss man sagen, war es ein sehr interessanter Abend. Die fünffarbigen Decks haben sicher einen wesentlichen Anteil daran gehabt. Damit dürfte klar sein, was nächstes Jahr zu Ostern auf dem Programm steht...


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