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Spielbericht vom 25.05.2004

von Mario Haßler, 26.05.2004 - 20:00 – Spielbericht · Multiplayer

Vier Frühstarter waren schon um 18 Uhr da, aber der Spielort sah aus, als hätte dort ein wüstes Gelage stattgefunden. Bis aufgeräumt war, war's fast halb sieben. Becci und Elinor traten gegen Axel und Gert zum "2 gegen 2" an. Das Damenteam setzte auf Schwarz: Becci mit Irrlichtern (Will-O-The-Wisp) und Mondschatten (Bad Moon), Elinor mit irrealen Kreaturen wie dem Dauthischlächter (Dauthi Slayer). Die Herren bauten eher auf Kreaturentypen, Axel spielte Goblins und Gert Rebellen. Insbesondere Gerts Schutzkreis gegen Irrealität (Circle of Protection: Shadow) (!) und Schutzmöglichkeiten vor Schwarz brachten ihm einen guten Vorteil gegen das gegnerische Team. Letztendlich setzten sich seine beiden Nachtwindreiter (Nightwind Glider) durch und sorgten für den Sieg von Axel und Gert.

Um 19 Uhr trafen Stefan, Mario und Andreas ein und vergrößerten die Runde auf sieben Spieler. Man entschied sich für eine Partie "IT" – es sollte ein zähes Spiel werden... Andreas hatte als Erstes IT-Status, aber die meisten Spieler sorgten schnell für Möglichkeiten, selbst mal IT zu werden: Becci griff für 0 Schaden mit einem Grubenbold (Pit Imp) an; Stefan zielte mit seinem Springflut-Fleischreißer (Riptide Mangler) auf IT-Kreaturen; Elinor setzte ihren Quälbold (Nettling Imp) ein, um Kreaturen zum Angriff zu locken; Gert unterstützte angreifende Spieler mit seinem Engelsgleichen Helfer (Angelic Page) und Axel funkte mit seiner Schweren Ballista (Heavy Ballista) zwischen die Kämpfenden – überwiegend also völlig harmlos! Lediglich Marios Dauthischlächter griff Runde für Runde ganz gewöhnlich und für Schaden an. Dem lustigen Treiben setzte Becci bald ein Ende. Zunächst verriegelte sie per Fallgitter (Portcullis) den Spielzugang für weitere Kreaturen. Das hätte nicht so tragisch sein müssen, denn Stefan hatte mit seinem Viashino-Ketzer (Viashino Heretic) die passende Brechstange im Spiel. Allerdings passte ihm die Zugangssperre wohl recht gut, denn er setzte den Viashino gegen alle möglichen Artefakte ein wie z. B. Gerts Loxodon-Kriegshammer (Loxodon Warhammer), aber nicht gegen Beccis Fallgitter – bis die Kreatur das Zeitliche segnete und diese Chance vertan war. Dann setzte Becci noch eins drauf und machte sich Freunde mit der Abgrundtiefen Grube (Bottomless Pit). Siegfried, der inzwischen eingetroffen war und dem etwas trägen Spiel träge zuschaute, bekam so immerhin die Aufgabe der Glücksfee bei der zufälligen Kartenwahl. Da nach wie vor Kreaturen das Spiel verließen, neue aber nicht ins Spiel kamen, wurden auch die Möglichkeiten, IT zu werden, geringer. So manch einer zog den Lebenspunkteverlust durch die Passivitätsmarken jedoch bewusst vor – die Aussicht, anschließend wehrlos dem Angriff eines mächtigen Gegners ausgesetzt zu sein, ist eben wenig verlockend. Andreas dazu: "IT zu werden ist cool. IT zu sein ist Scheiße." Und so wurde Becci zum Opfer ihrer eigenen Untätigkeit und schied als Erste aus dem Spiel aus. Damit wurde auch das Fallgitter entfernt, und alle Kreaturen, die in der Zwischenzeit herbeigezaubert worden waren, kamen nun schlagartig ins Spiel. Das brachte wieder Bewegung ins Geschehen. Nachdem sich die Wogen etwas geglättet hatten, stach allerdings vor allem eine Kreatur unter Elinors Kontrolle hervor: ein fliegender 7/7-Engel, der beim Angriff nicht tappt (Andreas: "Und Kaffee kochen kann er auch noch."). Und da niemand die richtige Gegenwehr parat hatte, kickte Elinor der Reihe nach Stefan, Mario, Andreas, Gert und Axel aus dem Spiel – ein klarer Sieg für Elinor.

Die mittlerweile acht Spieler teilten sich dann auf zwei Tische auf. Am Stammtisch verblieben die Mannschaften Axel und Stefan sowie Elinor und Gert. Sie spielten "2 gegen 2" mit gemeinsamen Lebenspunkten, jedoch keinen weiteren Besonderheiten. Das erste Spiel eröffneten Elinor mit Insel, Axel mit Ebene, Gert mit Wald, Stefan mit Gebirge. Der erste Angriff erfolgte durch den Trotzigen Elf (Defiant Elf) von Gert. Daraus entwickelte sich im weiteren Verlauf ein schlagkräftiges Zusammenspiel zwischen Elinor und Gert: Während Gert mit diversen Elfen, unterstützt durch einen Holzwart-Elf (Timberwatch Elf), permanent angriff, degradierte Elinor durch Gegenzauber (Counterspell), Kentern (Capsize), etc. alle Kreaturenzauber von Axel und Stefan zu "lausigen Sprüchen". Obwohl Axel dann doch noch den Basaltgolem (Basalt Golem) bringen und Stefan mit Terminieren (Terminate) den Holzwart-Elf entsorgen konnte, reichte ein letzter Angriff mit nur noch drei Elfen für Elinor und Gert zum Sieg.

Im zweiten Spiel waren Axel und Stefan sehr schnell im Ausspielen von Kreaturen, die viel Schaden anrichteten, da Elinor und Gert praktisch nichts auf dem Tisch hatten. Ein Blut der Unschuldigen (Innocent Blood) von Axel fegte zwar alle Kreaturen vom Tisch, jedoch konnte Stefan unmittelbar darauf Skizzik (Skizzik) bringen, der den Sieg für Axel und Stefan einfuhr.

Im dritten Spiel in dieser Runde waren bei beiden Parteien von Anfang an viele Artefakte im Spiel. Ein Necra-Modulon (Necravolver) von Stefan kam dank Bonus als 5/5-Kreatur ins Spiel. Axel konnte ungehindert mit zwei Windsceadas (Wind Drake) durchkommen. Im Gegenzug steckte er jedoch auch immer Schaden von einem Goblin-Ebenbild (Goblin Replica) und zwei Krark-Clan-Anheizern (Krark-Clan Stoker) ein. Die Lebensbringereigenschaft des Necra-Modulons rettete Axel und Stefan vor einem frühen Aus. Dadurch war der Sieg von Elinor und Gert äußerst knapp – 3 : 0 Lebenspunkte.

Am kleinen Tisch spielten derweil Becci und Mario gegen Andreas und Siegfried zwei Partien "2 gegen 2" mit gemeinsamen Lebenspunkten, Teamblock und Manaumwandlung 2:1. Während sich Siegfried vor allem als Manalieferant für Andreas empfahl, brachte jener vom Start weg gute Karten ins Spiel, sodass Becci und Mario gar nicht wussten, wie sie dem beikommen sollten. So konnte Becci einen Schädelstrammer (Skullclamp) Naturalisieren (Naturalize), aber ein Zweiter blieb nach wie vor bei Andreas im Einsatz. Mario gelang es zwar, von Becci mit zusätzlichem Mana versorgt, in Runde 3 einen Knäuelgolem (Tangle Golem) ins Spiel zu bringen, aber was braute sich dann auf der anderen Seite zusammen: Andreas gelang es, einen Schleichangriff (Sneak Attack) ins Spiel zu bringen, und vollführte damit allerhand Tricks. Dabei ging es nicht allein darum, fette Kreaturen ins Spiel zu bringen; die beste Kombination zum Schleichangriff war zweifellos der Zauberlehrer (Wizard Mentor), mit ihm holte er sich vor Ende des Zuges wieder seine Kreaturen auf die Hand zurück. Und was doch verloren ging, grub der Totengräber (Gravedigger) wieder aus. Dem hatten Becci und Mario nichts entgegenzusetzen, sie gaben auf.

Im zweiten Spiel bekamen Becci und Mario gleich wieder etwas zu tun: Sie mussten sich überlegen, welchen Kreaturentyp sie vor dem Ruchlosen Unterdrücker (Callous Oppressor) schützen wollten. Auf Marios Drängen hin entschieden sie sich für Golems. Leider sollte lange Zeit kein Golem kommen, und der Ruchlose Unterdrücker behinderte ihr Spiel maßgeblich, bis es Becci gelang, ihn per Dunkle Verbannung (Dark Banishing) zu entsorgen. Nun konnte Mario zeigen, worauf sein neues Deck mit dem Titel "Mobiles Sägewerk" abzielte; er brachte einen Juggernaut (Juggernaut) ins Spiel und rüstete ihn mit Feuerstecken (Fireshrieker) und einem Mantel aus Flüsterseide (Whispersilk Cloak) aus – das ergibt eine unblockbare 5/3-Kreatur mit Doppelschlag, die nicht Ziel von Zaubersprüchen und Effekten sein darf! Doch sogleich hatte Andreas die passende Antwort parat: Mit Kaiser Aboshan (Aboshan, Cephalid Emperor) konnte er auch nichtfliegende Kreaturen tappen, ohne auf sie zu zielen. Während es bis dahin auf der einen Seite Becci gelegentlich geglückt war, mit ihren Ratten Schaden zu landen, und auf der anderen Seite Siegfried mit einen Soldaten-Vögeln, war es doch wieder Andreas, der das Spiel dominierte. Es kamen immer fettere Kreaturen dazu, zum Beispiel zwei Palinchrone (Palinchron), die bei ausgetappten und somit wehrlosen Gegnern leichtes Spiel hatten. Eine deutliche Niederlage für Becci und Mario.

Als sich dann die Runde auf fünf verkleinerte, kam man am großen Tisch zu einer Partie "Rainbow-Magic" zusammen (auch wenn es noch keine festgelegten Hausregeln über erlaubte und nicht erlaubte Karten gab). Es spielten: Gert (weiß), Stefan (blau), Mario (schwarz), Siegfried (rot) und Andreas (grün). Gert konnte wieder seinen Schutzkreis gegen Irrealität wirkungsvoll gegen einen Dauthischlächter einsetzen, diesmal von Mario. Dieser schwenkte dann mit seinen irrealen Angriffen auf Andreas um, der mit seinem Vergessenheitsstein (Oblivion Stone) bereits zeigte, dass er noch Großes vorhatte. Siegfrieds Bestreben, einen Juggernaut ins Spiel zu bringen, konterte Stefan mit Zurückdrehen (Rewind). Fünf Schaden landete er trotzdem, und zwar mit einem Feuerball (Fireball) bei Gert, der durch Marios Angriffe bereits so geschwächt war, dass dieser Schaden für ihn tödlich war. Mario hätte sich mit all seinen Angriffen jedoch besser auf Andreas statt auf Gerts Rebellendeck konzentriert. Die Wende läutete Andreas durch Aktivieren des Vergessenheitssteins ein. Kurz darauf griff er Mario mit drei 2/X-Kreaturen an. Und auch wenn es Siegfried gelang, die Nachtstahlgargoyle (Darksteel Gargoyle) und eine Zwillingsmaschine (Gemini Engine) ins Spiel zu bringen, während Stefan sich mit einer Diebischen Elster (Thieving Magpie) einen Kartenvorteil verschaffte und kurz vor Ende sogar noch zwei Quecksilber-Drachen (Quicksilver Dragon) beschwören konnte, bestimmte Andreas wieder das Spiel. Ein Vergessenes Urwesen (Forgotten Ancient), ein Wurmknäuel (Crush of Wurms), Kamahl, die Faust Krosas (Kamahl, Fist of Krosa) und so weiter, und schließlich ein Angriff auf Stefan und Mario zugleich für insgesamt 55 Schaden – zweifelsfreier Sieg mit Tusch und Paukenschlag für Andreas.

In nochmals verkleinerter Runde spielten Andreas, Gert und Siegfried als unermüdliche (oder unersättliche?) Spieler "Jeder gegen Jeden". Von Anfang an musste Andreas durch eine von Siegfried gegen ihn gerichtete Todespresse (Black Vise) fortlaufend Schaden nehmen. Alle Probanden konnten kontinuierlich Mana ausbringen, Andreas und Gert monoton grün, Siegfried weiß und rot. Die Spielentwicklung war verhalten, abwartend, lauernd. Es kamen bei jedem Kreaturen ins Spiel, z. B. Andreas – 3 × Werbär (Werebear) und Eichelernte (Acorn Harvest); Gert – Tel-Jilad-Verbannter (Tel-Jilad Exile) und Trolle von Tel-Jilad (Trolls of Tel-Jilad); Siegfried – Nordischer Paladin (Northern Paladin) mit Ausrüstungen. Gert konnte noch ein Lebendes Insektennest (Living Hive) bringen – Kommentar Andreas: "Das Nest gibt uns den Rest". Es wurde immer klarer, dass derjenige (wer auch immer), der den Kampf eröffnet, auf jeden Fall nicht siegen würde – es sei denn, er schafft beide Gegner auf einmal. Andreas entschloss sich, den gordischen Knoten zu lösen: Unterstützt von Überrennen (Overrun) griff er beide Gegner mit drei Werbären und einer Eichhörnchenspielstein-Armada an. Siggi konnte nur noch Arnie zitieren: Ich bin terminiert! Dank Regeneration von Blockern überlebte Gert nicht nur, sondern hatte sogar noch Kräfte für einen Gegenschlag – ein durch die Spielentwicklung geschenkter Sieg für Gert zum Schluss des Abends.

(Für Teile des Spielberichts konnte ich auf Gerts Aufzeichnungen zurückgreifen – danke, Gert!)


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