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Spielbericht vom 09.06.2004

von Mario Haßler, 10.06.2004 - 20:00 – Spielbericht · Multiplayer

Diesmal kam die erste Dreierrunde um halb acht zustande, und nachdem Stefan und Axel sich über ihr Ogonek-Spiel verständig hatten und Axel seine Fleischportion bewältigt hatte, ging es mit "Uhrzeiger-Magic" los. Auch wenn Stefan als Erster mit seinem schwarz-weißen Klerikerdeck eine kleine Armee aufbauen konnte und die Angriffsrichtung meist auf Mario zeigte, kam Letzterer über den gesamten Spielverlauf betrachtet doch relativ ungeschoren davon. Axel entwürdigte (Befoul) Stefans Meister-Apotheker (Master Apothecary) und legte selbst einen Gefallenen Engel (Fallen Angel) nach. Mit diversen Angriffen hin und her schenkten sich die beiden nichts. Axel glaubte bereits, Stefan besiegen zu können, als er den angreifenden und ungeblockten Gefallenen Engel auf 7/5 aufpumpte und anschließend mit den Gruftratten (Crypt Rats) 4 Schaden auf alles und jeden nachlegte. Er hatte allerdings übersehen, dass Stefan zuvor mit Hilfe des Kabbalisten-Archons (Cabal Archon) noch 2 Lebenspunkte von ihm absaugen konnte – und so beförderte sich Axel mit seinem Wagemut selbst aus dem Spiel. Stefan war dadurch allerdings auch bei 1 Lebenspunkt angekommen. Hier genügte Mario nun ein Angriff mit dem Messingherold (Brass Herald) (der zuvor aus dem "Zauberei oder Illusion"-Deck nicht einen Zauberer ans Licht geholt hatte), mit der Berührung der Unsichtbarkeit (Touch of Invisibility) unblockbar gemacht – Abstauber-Sieg für Mario.

Mit Andreas und Siegfried war die Runde nun auf fünf angewachsen, es wurde "Pentagramm" gespielt. Siegfried gelang es früh, mit seiner Version des "Opferschlag"-Decks aus Mirrodin ein bedrohliches Potenzial aufzubauen. Axel glaubte sich mit einem Abfangjäger (Trap Runner) zunächst auf der sicheren Seite, aber Mario brachte aus seinem "Mobiles Sägewerk"-Deck mit den Beinschienen des Blitzes (Lightning Greaves) und dem Mantel aus Flüsterseide (Whispersilk Cloak) bereits die passenden Gegenmaßnahmen ins Spiel. Allerdings setzte er sie nicht früh genug ein, sodass sein erster Knäuelgolem (Tangle Golem) durch Kirtars Verlangen (Kirtar's Desire), gespielt von Axel, zunächst ausgebremst wurde. Nebenan führte Stefan der Runde die einfachen, aber nicht minder beängstigenden Möglichkeiten der Unbarmherzigen Ratten (Relentless Rats) vor. Als ihre Zahl auf vier angewachsen war, bedurfte es Siegfried schon einer Schrapnellexplosion (Shrapnel Blast), um eins dieser 5/5-Viecher zu erlegen. Kurz darauf waren es wieder vier, und Andreas überredete (Persuasion) eine davon, auf seine Seite zu wechseln. Die musste gleich darauf als Blocker herhalten und reduzierte so die Rattenplage von dann fünf 6/6- auf drei 4/4-Kreaturen. Derweil bemerkte Stefan, dass ein Bücherregal (Scroll Rack) nicht so der Bringer ist, wenn man es kurz bevor man drankommt einsetzt, um eine Karte aus der Hand mit der obersten Bibliothekskarte zu vertauschen. Und Siegfried stellte fest, dass die Möglichkeiten der Genesis-Kammer (Genesis Chamber) allen Spielern zur Verfügung stehen, wenn er sie nicht tappen kann – was er nicht konnte, wodurch es ziemlich unsinnig war, dass er sie im Multiplayer überhaupt spielte. So oder so gelang es Mario, nach und nach mehr von seinen fetten Kreaturen ins Spiel zu bringen: Knäuelgolem, Brontotherium (Brontotherium), Juggernaut (Juggernaut); dazu oben genannte Ausrüstungen und verstärkende Kreaturenverzauberungen. Andreas funkte so gut es ging mit seinem Zephaliden-Konstabler (Cephalid Constable) dazwischen. Allerdings hatte er auch gegen Stefans Ratten zu kämpfen, und deren beständigen Angriffen hielt er auf Dauer nicht Stand und schied so als Erster aus dem Spiel auf. Er musste nicht lange zuschauen: Siegfried brachte einen Megatog (Megatog) ins Spiel, der nicht mehr zum Einsatz kam, weil Mario mit einem letzten Angriff Axel, seinen anderen Gegner neben Andreas, besiegte und so auch dieses Spiel für sich entschied.

Das nächste Spiel wurde nach der ersten Runde abgebrochen, weil dann Christine eintraf und man "Emperor" spielte: Kaiser Axel mit Siegfried und Christine gegen Kaiser Andreas mit Stefan und Mario. Das erste Aufraunen löste Christine im ersten Zug aus, als sie mit einem Remasuri zeigte, worauf sie hinauswollte. Axel auf der einen und Stefan auf der anderen Seite nahmen sich mit ihren Elfen zunächst bescheidener aus. Das änderte sich, als Stefan den Elfischen Champion (Elvish Champion) ins Spiel brachte und fortan waldgetarnt bei Christine für Schaden sorgte. Auch auf der anderen Flanke braute sich etwas zusammen: Siegfrieds Silberner Ritter (Silver Knight) entzog sich dank Schutz vor Rot den schädigenden Möglichkeiten von Andreas, der mono-rot spielte. Mario hatte jedoch gute Hoffnung, diesem Angreifer selbst Herr zu werden – sein "Gemetzel"-Deck bot ja genügend Möglichkeiten dazu – allerdings blieb sein Manapotenzial einige Runden bei drei hängen, was einfach nicht ausreichte. Zudem lief die Zeit davon, denn Siegfried konnte seinen Silbernen Ritter mit sage und schreibe zwei Knochenbrechern (Bonesplitter) ausrüsten. Was sich dann anschloss, war ein Schlagabtausch größeren Ausmaßes: Siegfried greift Mario an und landet 6 Schaden. Stefan fügt Christine ebenfalls 6 Schaden zu. Angriff Mario mit 3 Schaden bei Siegfried. Gegenangriff, 7 Schaden für Mario. Angriff Axel von Christines Territorium aus auf Stefan: 5 Schaden. Wieder Angriff Stefan auf Christine, wieder 6 Schaden. Endlich hatte Mario ein, zwei weitere Sümpfe ins Spiel gebracht und konnte sich von Runde zu Runde gerade so retten. An der anderen Flanke stand Stefan vor der Frage, ob er Christine ausschalten sollte, um dann selbst den Angriffen von Axels waldgetarnten Elfen ausgesetzt zu sein. Er versuchte daher zunächst, seinen Elfischen Champion im Kampf zu verlieren, was aber misslang. In der nächsten Runde dann doch Plan B: Angriff auf Christine, Christine war besiegt. Andreas konnte nun mit einer Flammenwelle (Flame Wave) bei Axel aufräumen. Derweil gelang es Mario endlich, den Silbernen Ritter mit einem Dunklen Sog (Drain Life) ins Jenseits zu befördern und wieder ein paar Lebenspunkte dazu zu gewinnen. Allerdings hatte er sich dabei verkalkuliert und 1 Lebenspunkt zu wenig gesaugt – Siegfried genügte ein Angriff mit seinem Paladin en-Vec (Paladin en-Vec), um Mario auszuschalten. Aber das konnte das Team um Kaiser Andreas nicht mehr vom Weg zum Ziel abbringen: Stefan peppte seine Elfen mit einem Waffenrock (Coat of Arms) auf, finaler Angriff auf Axel und damit Sieg für Andreas, Stefan und Mario.

Neues Spiel, neue Teams: Es kämpften nun Kaiser Siegfried mit Christine und Andreas gegen Kaiser Stefan mit Mario und Axel. Mario hoffte mit seinem "Unermüdliche Umkehrung"-Deck auf einen frühen Überraschungssieg gegen Andreas, aber zum einen kam die gewünschte Kartenkombination nicht, zum anderen brachte Andreas mit einem Psychatog (Psychatog) eine nicht zu unterschätzende Gegenwehr ins Spiel. An der anderen Flanke kämpfte Christine mit ihrem weiß-blauen Deck vor allem gegen ihre Manaknappheit, während Axel mit seinen blauen Kreaturen, teils mit Gebrigs-, teils mit Inseltarnung immer wieder für Schaden bei ihr sorgte. Die Kaiser Siegfried und Stefan luden jeweils einen Verdalken-Ingenieur (Vedalken Engineer) an ihren Hof und warfen damit die Frage auf, ob sie nicht eher Werkstatt- oder Baumeister wären als Kaiser. Andreas tauschte seinen Psychatog gegen ein Weltuntergangsgespenst (Doomsday Specter), Mario wollte sich mit einem Beliebten Kaplan (Beloved Chaplain) bei ihm eher unbeliebt machen. Andreas machte ihm aber einen Strich durch die Rechnung: Ein Wegschwemmen (Wash Out) auf Weiß fegte Marios Spielaufbau wieder weg. Allerdings schädigte er damit auch seine Generalskollegin Christine, die ihr Spiel nicht so schnell wieder in Gang bringen konnte. Zwar schlug sie sich tapfer, erlag dann aber doch den steten Angriffen von Axel. Während Andreas und Mario ihren Kleinkrieg fortführten, demonstrierte Stefan sein Wissen im Bereich der Mechanik und baute eine ungeheuerliche Maschinerie auf: Stab des Beherrschens (Staff of Domination), Zerbeulter Golem (Battered Golem), ein Verborgenes Wissen (Howling Mine), das mit der Uhr der Omina (Clock of Omens) nach Bedarf ein- und ausgeschaltet werden konnte, dazu ein Vedalken-Erzmagier (Vedalken Archmage)... Das sorgte für einen nachhaltigen Eindruck beim gegenerischen Team, und Kaiser Siegfried gab auf.

Die Rollen wurden erneut ausgelost, allerdings blieben die Teams erhalten und tauschten nur jeweils ihre Positionen reihum, sodass im fünften Spiel des Abends Kaiser Andreas mit Siegfried und Christine gegen Kaiser Axel mit Stefan und Mario antraten. Eher für Belustigung sorgte ein von Stefan auf Christines Drahtholz-Elf (Wirewood Elf) gespielter Kampf ums Sorgerecht (Custody Battle), woraufhin diese Kreatur in den nächsten Runden stetig hin und her wechselte. Auf der anderen Flanke versuchte Mario, wieder von Manaknappheit geplagt, sein "Standhaftigkeit"-Deck ans Laufen zu bringen, während er von Siegfried mit Gestaltwandler-Kreaturen bedrängt wurde. Kaiser Axel setzte auf en-Kor-Kreaturen, die allerdings nur spärlich dem schwarz-weißen Deck entschlüpfen wollten. Unterdessen führ Andreas gänzlich andere Kaliber auf, und das drehte sich vor allem um den Marsch der Maschinen (March of the Machines). Mit Hilfe der Urza-Länder gelang es ihm alsbald, große Artefakte wie die Myr-Matrix (Myr Matrix) oder die Nachtstahl-Schmiede (Darksteel Forge) ins Spiel zu bringen – wohlgemerkt als unzerstörbare 5/5- bzw. 9/9-Kreaturen! Angesichts dieser Bedrohung versuchten die gegnerischen Generäle, so viel Schaden so schnell wie möglich zu landen, was aber nur Stefan gelang. Sein rotes Deck mit Flankenangriff-Kreaturen gewann gegenüber Christines rot-grünem Bestiendeck die Oberhand, und am Schluss war es ein entmorphender Skirkmarodeur (Skirk Marauder), der Christine tödlichen Schaden zufügte. Mario hingegen kam gegen Siegfried nicht durch; dieser riss mit einer einheimischen Seuche und einem zum Kleriker mutierten Gestaltwandler zwei Kreaturen von Mario in den Tod. Derweil fuhr Andreas weitere schwere Geschütze auf: Turm der Ewigkeit (Tower of Eons), Schattenaltar (Altar of Shadows), Platin-Engel (Platinum Angel), ... Immerhin kam in diesem Format der Marsch der Maschinen im bildlichen Sinne richtig zur Geltung, da die animierten Artefakte zunächst in die Spielbereiche der Generäle wandern mussten, um an die Front zu kommen. Schließlich gelang es jedoch Mario, mit einer Reinigende Meditation (Cleansing Meditation) diesem Treiben ein Ende zu setzen. Die Rathische Stürme (Winds of Rath) ließ er jedoch nicht los, da die verbleibenden Artefaktkreaturen von Andreas nach wie vor unzerstörbar waren. Hier sorgte kurioserweise Siegfried per Anstecken (Infest) für eine Tabula rasa, aber dennoch gaben Axel und seine Mannen auf, um lieber noch ein weiteres Spiel zu spielen.

Im letzten Spiel traten Kaiser Axel mit Stefan und Christine gegen Kaiser Siegfried mit Mario und Andreas an. Stefan behinderte gleich von Anfang an das Spiel von Mario und Siegfried, die beide rot spielten, mit einem einzigen Karmesinroten Tempeldiener (Crimson Acolyte). Während Christine eine äußerst schlagkräftige Streitmacht aufbaute – basierend auf einem Leoniden-Höhlenwächter (Leonin Den-Gard), der zunächst mit Feuerstecken (Fireshrieker), später auch noch mit einem Knochenbrecher ausgerüstet war – sorgte ihr Kaiser Axel für einen freien Weg: Mit Einäscherung (Incinerate), Schwerter zu Pflugscharen (Swords to Plowshares) usw. fegte er bei Mario weg, was dieser ins Spiel zu bringen versuchte. Immerhin gelang es ein paar Runden später Andreas, Stefans Tempeldiener mit schwarz zu entsorgen. Und als er gleich darauf noch angriff, versuchte Mario angesichts seines eigenen nahen Todes in einer letzten Aktion sein Bestes zu geben und pumpte Andreas' Angreifer mit zweimal Angriff aus den Bergen (Downhill Charge) auf 10/2 auf. Hier genügten jedoch ein müdes Lächeln und ein 2er Direktschaden von Stefan, um auch diese Kreatur das Zeitliche segnen zu lassen. Mario starb dann einen Zug früher als erwartet, da Axel ihn bereits einäscherte. Siegfried konnte zwar Christines Auriok-Klingenwart (Auriok Bladewarden) per Direktschaden entsorgen, sah sich dann aber in den nächsten beiden Runden Angriffen in Höhe von 11 bzw. 13 Schadenspunkten ausgesetzt, was seine Lebenspunkte zwar dank Zugewinn im frühen Spielverlauf noch nicht auf Null brachte, aber die Ausweglosigkeit deutlich vor Augen führte – Aufgabe Siegfried, Sieg für das Team um Axel.


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