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Spielbericht vom 15.11.2004

von Mario Haßler, 16.11.2004 - 20:00 – Spielbericht · Multiplayer

Gleich das erste Spiel dieses Abends sollte das längste werden. Im "Pentagramm" saßen beisammen: Stefan, Axel, Gert, Christine und Mario. Axel legte vom Start weg heftig los: Eine Todespresse (Black Vise) im ersten Zug, und wenig überraschend war Mario der benachteiligte Gegner seiner Wahl. Dieser konnte dem mehrere Runden lang nichts entgegensetzen, spielte lediglich jeweils ein Land aus und kassierte ordentlich Schaden. Gert und Christine versuchten sich an den vorkonstruierten Decks aus "Meister von Kamigawa", Gert mit dem grünen Ophisdeck "Pfad der Schlange" und Christine mit der roten "Geisterbannung". Recht bald gelang es Gert, Sosuke, Sohn von Seshiro (Sosuke, Son of Seshiro) ins Spiel zu bringen – was seine bereits beachtliche Armee von Kriegern schlagartig massiv aufwertete. Christine holte sich einen der Yamazaki-Brüder (Brothers Yamazaki) an ihre Seite, musste ihn aber im Kampf opfern, ohne dass er Verstärkung bekommen hätte. Während Axel mit Karten wie dem Werbär (Werebear), zwei Zertrümmernden Zentauren (Crashing Centaur) und einem Maze of Ith klare Ziele verfolgte, schien Stefan im Wesentlichen mit sich selbst beschäftigt. Ein Metallarbeiter (Metalworker) brachte ihm mit dem artefaktlastigen Deck ordentlich Mana, und dank des Weissagekreisels des Senseis (Sensei's Divining Top) zog er auch bevorzugt brauchbare Karten. Das war zum einen der Stab des Beherrschens (Staff of Domination) und zum anderen die eine oder andere Chimäre. Von allen anerkannt machte Stefan auf diese Weise viel "Umsatz" (an Mana), jedoch ohne sichtbaren "Gewinn" (z. B. in Form von Schaden bei seinen Gegnern). Anders Axel, der mittlerweile einen Steinzungen-Basilisk (Stone-Tongue Basilisk) aufgefahren und insbesondere mit der Todespresse Mario auf 5 Lebenspunkte geschröpft hatte. Hier war für Mario jedoch zunächst Schluss mit Todespresse, sein "Sonnendeck" war endlich in Fahrt und die eine oder andere Kreatur von der Hand ins Spiel gekommen. Allerdings wurde der Kreaturenbestand auch wieder dezimiert, z. B. durch einen Angriff von Gerts aufgewerteten Kriegern oder durch ein Zurücktreiben (Repel), gespielt von Axel. Bis auf die eine oder andere Verteidigungsaktion der Chimären blieb Stefans Spiel durchweg friedlich. Daran änderte sich auch noch nichts, als er einen Helm der Erweckung (Helm of Awakening) ins Spiel brachte, allerdings beeinträchtigte dieses Artefakt die Sonneruptions-Karten von Mario – so konnte der Himmelsreisende Rochen (Skyreach Manta) nur noch als 4/4-Kreatur ins Spiel kommen. Da Mario außerdem mehrere Runden nichts weiter tat als seine ohnehin üppig ausgestattete Manabasis zu vergrößern, war es nur eine Frage der Zeit, bis Axel einen günstigen Moment abpassen und ihn mit einem Angriff ausschalten konnte. Axel war dadurch dem Sieg ein gutes Stück näher gekommen und konnte sich ganz auf Christine konzentrieren. Diese war jedoch durch eine doppelte Portion Weißwürstchen gestärkt und wartete auf Axels nächsten Angriff, weil sie einen guten Trick auf Lager hatte. Daran knüpfte sich eine der interessantesten Spielsituationen des Abends, und die ging wie folgt: Axel griff mit mehreren Kreaturen an und nutzte die Fähigkeit eines der Zertrümmernden Zentauren, um mit der abgeworfenen Karte den Grenzwert zu erreichen. Christine konnte dadurch ihr Blind vor Wut (Blind with Anger) nicht mehr auf die Zentauren spielen, zumal die Grenzwert-Erreichung nicht auf den Effektstapel geht. Sie wählte stattdessen den ohnehin besser geeigneten Steinzungen-Basilisk und blockte damit einen der Zentauren. Darauf reagierte Axel jedoch mit einem ungewöhnlichen Schachzug: Er spielte die Macht des Waldes (Sylvan Might) aus dem Friedhof – einzig um den Grenzwert wieder zu unterschreiten, den geblockten Zentaur mit dem Maze of Ith zu enttappen und vor dem Basilisken-Schaden zu schützen!! Neben einem verblüfften Raunen erntete Axel dadurch allenthalben anerkennendes Kopfnicken der übrigen Spieler, auch wenn sein Angriff dadurch letztlich wenig angerichtet hatte. Gert war es geglückt, eine Orochi-Brutkammer (Orochi Hatchery) mit vier Marken ins Spiel zu bringen, als Stefan allmählich aufdrehte. Während die Kombo aus zwei Weissagekreiseln des Senseis und dem Helm der Erweckung lediglich eine sinnfreie Endlosschleife ohne Wirkung erzeugen konnte, sorgten sechs oder mehr Artefakte auf der Hand zusammen mit dem Metallarbeiter und dem Stab des Beherrschens für "unendlich" viel Mana. Das nutzte Stefan, um mit der Myr-Matrix (Myr Matrix) 1600 Myr-Spielsteine zu erzeugen – genug für Christine und Gert, die angesichts dieser Übermacht freiwillig aufgaben.

Für das zweite Spiel griffen Christine und Gert wieder zu den vorkonstruierten Decks und wählten beide das weiße Samurai-Deck "Weg des Kriegers". Mario heizte diesmal Axel früh ein, er spielte einen Wolkenwald-Hornfyn (Skyshroud Ridgeback) und die Runde drauf einen weiteren, dem er mit dem Furchtlosen Angriff (Reckless Charge) Eile und mehr Stärke verlieh – das ergab einen Angriff für 7 Schaden. Wieder eine Runde später spielte Mario den Furchtlosen Angriff aus dem Friedhof, zumal Axel immer noch ohne Blocker dastand. Allerdings war er nicht wehrlos; mit einer Einäscherung (Incinerate) entledigte er sich des furchtlosen Angreifers und steckte nur weitere 2 Schaden ein. Stefan kämpfte derweil mit Manaproblemen, brachte immerhin ein Verkoken (Carbonize) gegen einen von Christines Angreifern zustande, aber schon bei seinem Feurigen Gambit (Fiery Gambit) war die Erläuterung des Effekts deutlich länger als die Wirkung: Gleich der erste Münzwurf ging in die Hose. Mario nutzte die Tatsache, dass Axel sämtliche Länder getappt hatte, um Axels Flußboa (River Boa) eine Flammensalve (Blazing Salvo) überzuziehen – überraschenderweise nahm Axel jedoch lieber die 5 Schaden selbst. Derweil legten Gert und Christine mit ihren Samurais los. Auch wenn es Christines Angriff war, der den gemeinsamen Gegner Stefan aus dem Spiel beförderte (mit einer Pulsierenden Zersplitterung (Shattering Pulse) im Abgang), hatte Gert doch die besseren Karten zur Verfügung: Nagao, durch Ehre gebunden (Nagao, Bound by Honor), Reise in andere Welten (Otherworldly Journey), Geheiligter Atem (Blessed Breath), ... Und so konnte Christine zwar den Lebenspunktestand ihres Gegners Axel auf 1 bringen, aber eben nicht darunter, und Gert genügte ein weiterer Angriff auf Mario, der ebenfalls mit 1 Lebenspunkt extrem schwach dastand. So weit kam es aber nicht mal, denn Axel nahm die Sache selbst in die Hand, beförderte Mario per Direktschaden aus dem Spiel und verhalf so Gert zum Sieg.

Bei gleicher Sitzverteilung ging's munter weiter, drittes Spiel. Axel zog mit roten Goblins in den Kampf, Gert brachte u. a. einen Dauthischlächter (Dauthi Slayer) ins Spiel – Zitat: "Der muss jede Runde angreifen, dabei sieht er eher so aus, als würde er lieber Cremetörtchen schneiden" – und Christine baute auf die Kraft der Geister aus dem schwarz-grünen vorkonstruierten Deck "Wiedergeborener Kami". Die Kreaturen waren aber schnell Geschichte, als Stefan ihnen mit einem Verstümmeln (Mutilate) –4/–4 verpasste. Gert musste zudem eine Runde später noch ein Schlamm im Sinn (Mind Sludge) hinnehmen und 5 Karten abwerfen, danach bedachte ihn Stefan mit Spukenden Echos (Haunting Echoes), wobei sich die Ausbeute jedoch in Grenzen hielt. Die anderen erholten sich nach und nach von dem Kreaturenschwund, Christine brachte Iname, Todesaspekt (Iname, Death Aspect) ins Spiel und einen bescheidenen Vorrat an Geistern in den Friedhof, Mario entlockte seinem Deck "Zum alten Eisen" einen Sargatog (Sarcatog), einen Atog (Atog) und schließlich Braids, die Kabbalistin (Braids, Cabal Minion). Diese sollte mehrere Runden das Spielgeschehen wesentlich beeinflussen und vor allem Stefan und Gert das Leben schwer machen, die bald in Ermangelung anderer bleibender Karten Länder opfern mussten. Axel fügte mit seinen Goblins, verstärkt durch eine Flammenkrone (Crown of Flames), Christine Schaden zu, Christine griff mit ihren Kamis Stefan an, bis dieser als Erster das Zeitliche segnete. Während Marios Deck mit einem Myr-Wiederholer (Myr Retriever) und einer Skelettscherbe (Skeleton Shard) aus Braids, der Kabbalistin sogar noch Kapital schlagen konnte, wurde Christine durch die Seelenwanderung-Fähigkeit vieler ihrer Geister-Kreaturen unterstützt – so hat man diesen Spielmechanismus wohl selten in Aktion gesehen. Trotzdem gewann Axel gegenüber Christine die Oberhand und schaltete sie schließlich mit einem Blitzstrahl (Lightning Blast) aus. Damit waren die Fronten klar, jetzt hieß es Axel und Gert gemeinsam gegen Mario. Axel konnte Braids, die Kabbalistin per Schock (Shock) ausschalten, Gert entsorgte mit zweimal Plünderung (Pillage) Marios Skelettscherbe und Serumtank (Serum Tank). Damit machten sie zwar die Kombination mit dem Myr-Wiederholer und den Schwefelkies-Spruchbomben (Pyrite Spellbomb) kaputt, aber Mario hatte einfach zu viel ansammeln können, während seine Gegner Opfer bringen mussten. Und so waren dann ein neuer Atog und ein Megatog (Megatog) handfeste Argumente, die Axel und Gert schließlich zur Kapitulation bewegten – Sieg für Mario.

An dieser Stelle klinkten sich Christine und Axel aus, für sie sprang Siegfried ein, der wie angekündigt noch einen späten Abstecher zum Ort des Geschehens machte. Zusammen mit Mario trat er im "2 gegen 2" mit gemeinsamen Lebenspunkten gegen Stefan und Gert an. Siegfried wollte sein neues schwarzes Deck testen, das zunächst mit allerhand Zerstörungssprüchen den Spielaufbau der Gegner hemmte. Trotzdem kamen Stefan mit seinen Ophis und mehr noch Gert mit seinen preiswerten Elfen recht gut ins Spiel. Auf der anderen Seite brachte Mario mit seinem Deck "Ein paar Wasserspritzer" nach und nach Direktschaden-fähige Kreaturen wie den Jäger im Wurzelwasser (Rootwater Hunter) oder den Abtrünnigen Zauberer (Prodigal Sorcerer) ins Spiel. Gegen die stärkeren Elfen von Gert wusste er das Siegel des Schlafes (Sigil of Sleep) einzusetzen, und mit zwei Seelenschranken (Soul Barrier) bemühte er sich ebenfalls, den Spielaufbau der Gegner zu behindern. Dennoch brachten Stefan und Gert einige Kreaturen ins Spiel, und während Mario mit der Nebelbank (Fog Bank) wenigstens einen guten Blocker im Spiel hatte, waren es bei Siegfried allenfalls ein schwachbrüstiger Graphitmyr (Leaden Myr) und Nicht-Blocker wie der Schurkische Oger (Villainous Ogre), und so teilten Stefan und Gert Runde um Runde deutlich mehr Schaden aus, als sie einstecken mussten. Eine Wende brachte dann Gerts Quellenrufer (Wellwisher), den Siegfried mit einer Schattengestalt (Shade's Form) verzauberte und Mario per Direktschaden in den Friedhof und so unter Siegfrieds Kontrolle beförderte. So konnten sich Siegfried und Mario jede Runde wenigstens einen Teil der durch Kampf verlorenen Lebenspunkte zurückholen, auch wenn vor allem Gert mit dem Elfischen Seelenpflanzer (Elvish Soultiller) ordentlich Druck machte. Inzwischen hatte Stefan Marios Siegel des Schlafes per Abnutzen (Wear Away) entsorgen können, und der Schlagabtausch wurde zum Wettrennen, denn beide Seiten mussten jede Runde Federn lassen. Am Ende hatten Stefan und Gert die Nase vorn – sie gewannen mit 5 : 0 Lebenspunkten.


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