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Spielbericht vom 30.11.2004

von Mario Haßler, 01.12.2004 - 20:00 – Spielbericht · Multiplayer

Mit sechs Spielwütigen waren wir wieder einmal die optimale Zahl für "Emperor". Das Los bestimmte die Parteien: Kaiser Axel mit Stefan und Christine gegen Kaiser Mario mit Andreas und Gert. Christine trat mit einem grünen Eichhörnchen-Deck an und legte vom Start weg gut los. Ihr direkter Gegner Andreas brachte aus seinem weiß-blauen Deck eine ganze Weile nicht viel mehr als Mana erzeugende Artefakte hervor. Bei seinem Kaiser Mario war es grad anders, sein Deck "Du schon wieder!" kam wegen Manaprobleme überhaupt nicht in Fahrt. Insofern konnte Mario auch keine Hilfe sein für seine Generäle, und zu seiner Linken versuchte Gert, sich mit seinem grünen Elfendeck wacker zu schlagen. Aber das sah nicht gut aus, denn auf der anderen Seite lief Stefans weißes Rebellendeck wie am Schnürchen. Mit nur 4 Ländern im Spiel hatte er Folgendes zustande gebracht: 3 Standhafte Wachen (Steadfast Guard), einen Ramosischen Feldwebel (Ramosian Sergeant), einen Langbogenschützen (Longbow Archer) und eine Mutter der Runen (Mother of Runes), dazu einen Kreuzzug (Crusade)! Anders als im anderen Team konnte sein Kaiser Axel das Spiel der Generäle mit einem blauen Deck tatkräftig unterstützen. Mehr als einmal funkte er mit dem einen oder anderen Neutralisierungszauber dazwischen, wenn der Gegner etwas ins Spiel bringen wollte. Davon ausgenommen war Mario, der außerhalb seiner Reichweite saß, aber jener brachte auch nichts Bedrohliches zustande: eine Drachenmaske (Dragon Mask) und einen Überbelegten Friedhof (Oversold Cemetery) – nicht wirklich prickelnd, wenn man keine Kreaturen hat. Inzwischen hatte Christine mit ihren beständigen Angriffen Andreas bluten lassen, bis er durch einen weiteren massiven Kleinvieh-Angriff auf 1 Lebenspunkt war. Jetzt rächte sich, dass sie in einer der frühen Runden den Furchtlosen Angriff (Reckless Charge) nicht dazu genutzt hatte, eine frische 1/1-Kreatur mit angreifen zu lassen! Aber sie wusste sich zu helfen: Mit einem Carpe Diem (Seize the Day) nutzte sie zwar nicht den Tag, aber die Gunst des Moments, enttappte ein 1/1-Eichhörnchen (!), griff erneut an und erledigte so Andreas. Nicht viel später sollte Gert den steten Angriffen von Stefan erliegen; gegen dessen Rebellen-Schlagkraft hatte ihn lediglich sein Seelennetz (Soul Net) überhaupt so lange im Spiel halten können. Da sein Deck sich noch immer nicht so präsentierte, wie es gedacht war, gab Mario daraufhin auf – klarer Sieg für Axel und seine Generäle.

Die Kaiser behielten für das zweite Spiel ihre Plätze bei, lediglich die Generäle mussten sich umsetzen. Nun kämpften Gert und Andreas an der Seite von Axel, und Mario standen Christine und Stefan beiseite. Letztere ergänzten sich ohne Absprache: Während Christine mit dem vorkonstruierten grünen Deck "Pfad der Schlange" aus der Edition "Meister von Kamigawa" aufwartete, hatte Stefan sich ein ähnliches Deck selbst gebaut. Und so gesellte sich zu Christines Sosuke, Sohn von Seshiro (Sosuke, Son of Seshiro) auf Stefans Seite Sachi, Tochter von Seshiro (Sachi, Daughter of Seshiro) und unterstützten die Kreaturen auf beiden Flanken. Dennoch gelang es Gert, mit vergleichweise bescheidenen Mitteln für steten Schaden zu sorgen: Gegen sein Urborg-Phantom (Urborg Phantom), mit den Flügeln der Hoffnung (Wings of Hope) verzaubert, hatte weder Stefan wirklich etwas vorzuweisen noch sein Kaiser Mario. Im Gegensatz zu Axel, der wegen massiver Manaprobleme zunächst nicht groß ins Spielgeschehen eingriff, konnte Mario mit seinem Deck "Zum alten Eisen" wenigstens ein gewisses Drohpotenzial aufbauen – das er bald auch voll ausnutzen musste. Auf der anderen Seite legte nämlich Andreas mächtig los: Zunächst brachte er mit einem Runenlesen (Read the Runes) für 5 Den Ruhm (Glory) und andere Karten in den Friedhof, wohl auch um den Grenzwert zu erreichen, dann brachte er die Jagdgründe (Hunting Grounds) ins Spiel. Und dann folgten munter: Reya Morgenbringer (Reya Dawnbringer), Karmischer Begleiter (Karmic Guide) und eine Mystische Schlange (Mystic Snake), mit der er auch noch Christines Orochi-Brutkammer (Orochi Hatchery) verhinderte. So ging es weiter, aber nach Meinung des gegnerischen Teams durfte es so nicht weiter gehen. Also warf Mario alles ins Rennen, was er hatte, griff mit zwei Atogs (Atog) und einem Myr-Wiederholer (Myr Retriever) über Christines Flanke an, Stefan lenkte Andreas' Blocker mit einem Blutgeruch (Bloodscent) auf den Myr-Wiederholer, Mario spielte eine Schrapnellexplosion (Shrapnel Blast) und opferte dafür und für die ungeblockten Atogs insgesamt sechs Artefakte, um danach zwar selbst ziemlich gerupft da zu stehen, aber immerhin mit dem Erfolg, Andreas aus dem Spiel geworfen zu haben. Stefan gelang es derweil mit der Hilfe mehrerer Paradiesvögel (Birds of Paradise) als Kanonenfutter, den Angriffen von Gert standzuhalten. Auch wenn Axel inzwischen einen Röhrenden Reliops (Spiritmonger) ins Spiel bringen konnte, gelang es Christine, mit 9 Kampfschaden durchzukommen, indem sie per Köder (Lure) den Block auf eine weniger wichtige Kreatur lenkte. Angesichts der wenig aussichtsreichen Position gab Axel daraufhin bei einem Lebenspunktestand von 1 auf.

Im dritten Spiel blieb Mario ein weiteres Mal Kaiser, auf der anderen Seite gab Axel das Szepter an Andreas weiter; ansonsten blieben die Teams unverändert. Mario versuchte erneut sein Deck "Du schon wieder!", das diesmal vor allem Länder hervorbrachte und daher wieder nicht richtig lief. Im gegnerischen Team hatte Gert ein rot-schwarzes Deck gewählt, das auch auf Landzerstörung abzielte. Damit versuchte er, Stefan zu behindern, dem es dennoch gelang, einen Engel der Blitze (Lightning Angel) ins Spiel zu bringen. Der hatte nicht nur den Vorteil, bei Gert auf keinen Blocker zu stoßen, sondern auch, dass er beim Angriff nicht getappt wurde; so konnte Stefan ihn zusätzlich dazu nutzen, Runde für Runde Gerts Dauthimarodeur (Dauthi Marauder) zu tappen und so vom Angriff abzuhalten – eine Opposition (Opposition) machte ihm das möglich. Auf der anderen Flanke wartete Christine mit ihrem grün-schwarzen Geisterdeck auf und kämpfte gegen Axel, der in einem günstigen Moment mit einem Dahinschwinden (Fade Away) ordentlich aufräumte. Sowohl das als auch sein Verführerisches Vermächtnis (Legacy's Allure), das jede Runde Marken sammelte, kann aber nur als Nebenkriegsschauplatz bezeichnet werden verglichen mit dem, was Andreas zusammenbraute. Sein Troll-Asket (Troll Ascetic) war für die Gegner schon eine harte Nuss, aber vom Vergessenen Urwesen (Forgotten Ancient) mit mehreren +1/+1-Marken ausgestattet wurde es zu einer gefährlichen Kampfmaschine. Doch damit nicht genug, Andreas gab ihm auch noch ein Schwert aus Licht und Schatten (Sword of Light and Shadow) in die Hand. Dem konnte Christine nichts entgegensetzen, sie erlag den Angriffen als Erste. Immerhin konnte Stefan das Vergessene Urwesen mitsamt seiner aufs Neue gesammelten Marken Zurückstoßen (Repulse) und mit Unterstützung eines zweiten Engels der Blitze Gert den Garaus machen. Aber Andreas hatte nun eine direkte Flanke zu Mario, der nicht viel mehr als einen Feurigen Höllendrachen (Firestorm Hellkite) und einen Machtmampfer (Magnivore) im Spiel hatte, wobei Letzterer seine Stärke einzig aus zwei Hexereien in gegnerischen Friedhöfen bezog. Doch das wäre auch mit drei- oder viermal so großer Ausstattung nur Makulatur gewesen: Andreas brachte einen weiteren Troll-Asket ins Spiel, gab ihm ebenfalls ein Schwert aus Licht und Schatten, und da auch Trolle bekanntlich zwei Hände haben und so jeder Troll-Asket nun noch eine Hand frei hatte, gab es für jeden noch ein Schwert aus Feuer und Eis (Sword of Fire and Ice) dazu! Angriff für 38 Schaden, Kaiser Mario weggefegt.

Letztes "Emperor"-Spiel des Abends, und zum vierten Mal in Folge bestimmte das Los Mario als Kaiser. Zusammen mit Andreas und Axel trat er gegen Christine und Stefan und ihren Kaiser Gert an. Mario hatte sich für seine "Improvisierende Waffenschmiede" entschieden, um seinen Generälen den Weg frei zu machen. Doch an diesem Abend war wohl der Wurm drin, auch in diesem Spiel kämpfte er in erster Linie gegen Manaprobleme anstatt gegen den Feind. Axel hatte ein ziemlich altes Goblin-Deck ausgepackt mit so hübschen und nicht üblen Karten wie dem Goblinschneemann (Goblin Snowman), unterstützt von einem Goblinkönig (Goblin King). Damit hielt er Christine mit ihrem weißen Samurai-Deck gut in Schach. Doch auf der anderen Flanke kam Andreas nicht durch, denn sein weißes Deck baute auf Kreaturen wie dem Auriok-Windwanderer (Auriok Windwalker) und daher vor allem auf Ausrüstungen. Sein direkter Gegner Stefan aber hatte mit dem Viashino-Ketzer (Viashino Heretic) genau das richtige Gegenmittel zur Hand. Und bald dominierten Stefan und Gert das Spiel: Stefan konnte mit seinem Schmelzstein-Aufseher (Flowstone Overseer) gegnerische Kreaturen "mürbe" machen, und sein Kaiser Gert schoss ein paar Aufgeladene Pfeile (Infused Arrows) nach, die er mit einer Energiekammer (Energy Chamber) wieder aufladen konnte. Zusammen vernichteten sie so einfach alles, was sich in den Weg stellte, und nachdem Andreas ohne Verteidigung dastand und Stefans Angriffen zum Opfer fiel, gab Mario auf.

Nun verkleinerte sich die Runde auf Gert, Mario und Stefan, und es wurde Zwei-Fronten-Magic gespielt. Gerts Spielentwicklung wurde von beiden Gegnern untergraben, indem seine Kreaturen zerstört oder aus dem Spiel entfernt wurden. Marios Angriff mit einem Blastoderm (Blastoderm) warf Stefan einen Wilden Mischling (Wild Mongrel) entgegen und 4 Karten von der Hand ab. Damit hatte er zwar dieses Blastoderm erledigt, aber Mario schob gleich ein neues nach. Mit einer Aufgepfropften Schädelkappe (Grafted Skullcap) versuchte Stefan, das Spiel zu beschleunigen, aber es gelang ihm nicht genügend. Am Ende schaffte es Mario mit einem auf Gert und Stefan verteilten Angriff, beide gleichzeitig zu besiegen und so dieses Spiel für sich zu entscheiden.

Damit blieb gerade noch genügend Zeit für ein weiteres Spiel mit zwei Fronten, allerdings unter der Vorgabe, dass jeder ein schnelles Deck wählt. Gert entschied sich für sein oft bewährtes Viashino-Deck, Mario legte sich mit seinem Deck "Blitzkrieg im Wald" mit Kreaturen wie dem Wolkenwald-Hornfyn (Skyshroud Ridgeback) ins Zeug. Das Spiel der anderen versuchte er bald mit einem Frostbringer (Winter Orb) zu durchkreuzen, was ihm im Fall von Gert auch gelang. Stefan aber hatte sich für ein Deck mit einer tödlichen Kombination entschieden: Sein Volraths Gestaltwandler (Volrath's Shapeshifter) wartete darauf, dass Stefan Phage die Unberührbare (Phage the Untouchable) für die Aquamöbe (Aquamoeba) abwarf. Dann machte er sich selbst zu Phage die Unberührbare und griff den wehrlosen Gert an – Instant-Tod. Mario hatte jedoch noch Hoffnung: Mit einer Lebendigen Brücke (Ensnaring Bridge), nur zwei Karten auf der Hand und noch ein paar potenziellen Blockern im Spiel sah er sich ganz gut gerüstet. Doch Stefans Tricks waren noch längst nicht am Ende: Angriff mit Volraths Gestaltwandler, unblockbar machen durch Abwerfen eines Entfesselungskünstlers (Escape Artist), dann Abwurf einer weiteren Phage die Unberührbare – ebenfalls Instant-Tod für Mario, souveräner und verdienter Sieg für Stefan!

Damit war dieser Abend zu Ende, und für das nächste Mal sei daran erinnert, dass zum letzten Termin vor Weihnachten wieder ein Weihnachtsdeck gefordert ist – Erläuterungen dazu findet ihr oben!


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