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Spielbericht vom 08.11.2005

von Mario Haßler, 09.11.2005 - 20:00 – Spielbericht · Multiplayer

Das pünktlich gestartete "Pentagramm"-Spiel wird in seiner ersten Runde abgebrochen, als Zuspätkommer Siegfried erscheint. Wir wechseln also zu "Emperor", und das Los macht Stefan und Mario zu Kaisern und Siegfried und Axel zu Stefans und Christine und Gert zu Marios Generälen. Christine spielt zwei frühe Madenwirte und sammelt so auch beim eigenen Team keine Beliebtheitspunkte. Allerdings ist ihr direkter Gegner Axel eine Weile verteidigungslos, sodass die Mini-Zombies ein bisschen nagen können. Dann verteilt Axel mit einem Gejagten Wumpus ein Geschenk an alle (außer Gert, da außerhalb der Reichweite), und es kommen: Blendender Engel (Mario), Zombie-Boa (Christine), Gesichtsloser Metzler (Stefan) sowie Szadek, Herr der Geheimnisse (Siegfried). Angesichts der letztgenannten Kreatur und der Tatsache, dass Stefans Nachtmahr Christines Boa verschlingt, war Axels Spielzug wohl ein voller Erfolg für das eigene Team. Aber immerhin begiebt sich der Blendende Engel unter Gerts Kontrolle, und mit dem Obsidian-Tempeldiener bei Mario wird er zu einem Offensiv-Bollwerk gegen Siegfrieds Vampir-Legende. Gert rockt ansonsten mit Viashinos los und ist sogar bereit, seine fünf Handkarten gegen Siegfrieds Verblüffen einzusetzen, um einen Dornschweif-Viashino ins Spiel zu bekommen – wer war da wohl mehr verblüfft? Während Kaiser Stefan mit seinem schwarzen Deck quasi aus dem Hinterhalt Kreaturen beim Gegner entsorgt oder Lebenspunkte absaugt, haut Axel mit fetten Kreaturen auf Christine ein, die alsbald das Zeitliche segnet. Siegfried wirft eine Traumleine und mopst sich den Blendenden Engel, Mario fordert ihn per Entzauberung zurück und auch ihm ist das fünf Handkarten wert, um Siegfrieds Verblüffen zurückzuweisen. Aber es nützt nichts, bald ist der unterstützende Obsidian-Tempeldiener weg, dann der Blendende Engel, und so können Axels Kampftruppen Kaiser Mario stellen – Sieg für Stefan und seine Mannen.

Im zweiten Spiel bleibt Mario Kaiser und bekommt Christine und Siegfried an seine Seiten. Gegenüber sitzt Kaiser Gert mit Stefan und Axel. Letzterer stürmt rasch mit einem rot-weißen Goblindeck gegen Siegfried an, dessen blaues Deck recht wenig Gegenwehr zeigt. An der anderen Flanke ist es zunächst umgekehrt, hier fliegen zwei blaue Flieger von Christine über Stefans Wurzelmauer hinweg. Kaiser Gert sammelt mit seinem grün-weißen Deck Saproling-Spielsteine. Das alles kümmert Mario wenig, denn er hat seinen baldigen Gesamtsieg bereits früh vor Augen. Eine Schlüsselkarte dazu ist das Wagemutige Anstürmen, die bald im Spiel ist. Allerdings geht's nicht weiter, weil es an der Manabasis hapert – Stefan hat wohl nicht geahnt, wie gut es war, Marios Talisman des Antriebs zu zerstören. Und so macht er Runde für Runde mehr oder weniger nichts, während andere kräftig loslegen. Stefan zum Beispiel, er hat einen Elfischen Pfeifer bereitgestellt, und der holt mal eben einen Ureingesessenen Wurm – 9/14 Trampeln! Zuvor hat Stefan jedoch bluten müssen: Ein Angriff von Christine, dem er zwar teilweise einen Block entgegensetzen konnte, wurde plötzlich zum Ansturm durch die Araba, und das hat weh getan. Auch Gert nutzt Kleinvieh für Größeres, die Saprolinge sammeln sich zum kollektiven Einberufen eines Belagerungswurms. Was er an Kreaturen entbehren kann, gibt er an Axel weiter, der wie gehabt auf Siegfried eindrischt, bis jener bezwungen ist. Doch weder diese näher gerückte Front, die ihm im nächsten Zug 14 Schaden zufügt, noch die Stefansche Spaltung, die einen weiteren Ureingesessenen Wurm zur Folge hat, bringen Mario von seinem Glauben an den Gesamtsieg ab. Denn alles, was er noch benötigt, ist ein dusseliges viertes Land, um seinen Magischen Hain ins Spiel zu bringen und dann mit einem unendlich oft gespielten Gehörnten Kavu dank des Wagemutigen Anstürmens unendlich viel Schaden auf jeden Gegner zu machen. Doch sein Deck "Pandemie" lässt ihn im Stich, und Axels nächster Angriff beendet das Spiel zugunsten Kaiser Gert plus Team.

Es folgt ein drittes "Emperor"-Spiel, abermals ist Mario Kaiser mit Christine an der einen und Gert an der anderen Seite. Sie treten an gegen Kaiser Axel mit Siegfried und Stefan, und wieder ist der Start gemischt: Während Christine mit ihrem Beliebten Kaplan eine frühe Abwehr gegen Stefan aufbaut, zeigt sich, dass Gert besser einen Mulligan genommen hätte – nach nur einem Land geht's erst mal nicht weiter. Siegfried freut's umso mehr, da die Kreaturen aus seinem rot-weißen Deck mit Eile auf Gert lospreschen. Auch Stefan spielt Rot und Weiß, und bald ist es für Christine mit der Verteidigung durch den Beliebten Kaplan vorbei, da dieser von Stefans Fumiko, die Tiefgeborene zum Angriff gezwungen wird. Das sichert zwar einen Schadenspunkt pro Runde, was aber ein Witz ist gegenüber dem, was von Stefan zurückkommt, nicht zuletzt dank Axels Unterstützung, die ihm eine Lebendige Landschaft beschert hat. Und da Christine auch keine Länder zieht, kann sie dem Druck nicht lange standhalten und stirbt als Erste. Nun ist auch Gert im Einzugsbereich von Fumiko, und das wird ihm zum Verhängnis. Er hat zwar in der Zwischenzeit ein paar Länder und Kreaturen spielen können, aber nun sind diese zum Angriff gezwungen, und es bleibt nichts übrig, was Siegfrieds Angriff aufhalten kann, und so folgt er Christines Schicksal. Doch noch kann Mario sich behaupten. Seine "Künstliche Mechanik" hat zwar keinen so beeindruckenden Start hinlegen können wie neulich, aber mittlerweile ist das Manapotenzial dank Metallarbeiter, Turm der Schicksale und schließlich dem Urza-Länder-Trio gut ausgebaut. Das bringt ihm mit einem Platin-Engel eine trügerische Sicherheit. Um sich nicht allein auf diese "Unsterblichkeit" zu verlassen, feuert Mario mit einer Goblinkanone 6 Schaden auf Stefans Fumiko. Zu seinem Entsetzen lenkt jener jedoch 4 Schaden davon per Schimmerndem Schwarm auf den Engel um, der das nicht gut verträgt. Und dann sind es schlicht Stefans Angriffe, denen Mario zu wenig entgegensetzen kann, sodass auch er schließlich bezwungen ist.

Die Runde verkleinert sich nun auf vier, und der vom Würfel zum Startspieler auserkorene Stefan bestimmt das Format des letzten Spiels: "2 gegen 2" mit gemeinsamen Lebenspunkten, Teamblock und Manaumwandlung 2:1. Los geht's mit einem Dauthischlächter, den Stefan auf die Gegner hetzt, alsbald begleitet von einem Dauthischrecken, und das schröpft die Lebenspunkte von Siegfried und Mario erheblich. Letzterem gelingt es immerhin, Stefans Isochron-Szepter und aufopferungsvoll die eigene Ätherphiole in Trümmer und Scherben zu hauen. Ansonsten bringt Marios Deck "Jeskas Rasselbande" zu wenig Direktschaden hervor, wenn auch mit Blitzköter samt Knochenbrecher eine hübsche Erstschlag-Kreatur. Auf diese zielt Stefans Widerhallender Verfall ab, was aber Siegfried mit einer Falte im Äther (folgenlos) unterbindet. Gert hat mit seinem schwarz-blauen Deck nicht allzu viel Anteil am Spielgeschehen, sorgt aber mit der Transmutation einer Phalanx aus der Unterwelt für Vergnügen: Die einzige andere Karte mit umgewandelten Manakosten von {6} in seinem Deck ist "Sünden der Vergangenheit" – und die hatte er schon gespielt... Der Lebenspunktestand von Siegfried und Mario nähert sich bedrohlich der Null-Marke, als Siegfried mit einem Platin-Engel (etwas umständlich mit Ornithopter und Falte im Äther ins Spiel gebracht, obwohl das Mana auch so gereicht hätte) für eine Verschnaufpause sorgt. Die währt allerdings nur so lange, bis Stefan den Engel per Amulett der Visionen destabilisert, und das bei 0 Leben – das Aus für Siegfried und Mario und Ende des Abends.


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