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Magnus Teil 1 – Die Remasuri

von Durin, 03.01.2008 - 20:10 – Fiktion

Prasselnd trommelte der Regen gegen das Fenster der gemütlichen Schenke mitten im Herz des Zaunkönigreviers. Drinnen saß eine kleine Versammlung von makellosen Gestalten. Der aufmerksame Beobachter kam bald zu dem Schluss, dass derjenige, den sie Magnus nannten, wohl ihr Anführer war. Gerade begann er zu sprechen...

"Meine Freunde! Jeder von euch hat in seinem Leben viele ruhmreiche Schlachten geschlagen, ist dem Tod tausendmal entronnen und hat unzählige Boggarte von ihrem verdammten Leben befreit. Deshalb habe ich euch zusammengerufen, denn der feige Feind hat sich versammelt und ohne Kriegserklärung einige unserer Dörfer geplündert, unsere Männer gefoltert und getötet und unsere Frauen und Kinder versklavt. An uns liegt es nun die Elfen zu versammeln und Rache zu üben an einem Feind, der unsere Wälder besudelt und wie eine stinkende Bestie das Land durchstreift. Viele unserer Freunde werden im Kampf fallen, aber sie sterben für die gerechte Sache. Außerdem können wir hoffen leicht zu gewinnen, denn die Quellenrufer (Wellwisher) haben ihre Hilfe zugesagt und wenn sie nicht aufgehalten werden, werden sie zur Schlacht bei uns sein. So frage ich euch, wollt ihr alle verfügbaren Elfen zusammenrufen um das Böse zurückzuschlagen? Wollt ihr helfen den Wald zu säubern? Und wollt ihr all die schon gestorbenen Freunde rächen? Dann stimmt jetzt zu! Auf dass die Brut vernichtet werde!"
"Jaaaaa!", erklang es laut, "Der Abschaum soll sterben!". "So lasst uns mit den Planungen beginnen.", sagte der Anführer. "Myrill, ihr ruft eure Leute zusammen und werdet unsere Jagdführer. Macht alles an der Front bereit und wartet dort auf uns. Daro, Ihr reist mit dem Tross und sammelt die Reiterei. Haron, Ihr reist nach Tel-Jilad und besorgt uns Bogenschützen. Alirion, Ihr versucht die Dichter und Denker zu sammeln. Fankoên, ihr sammelt die restlichen Truppen. Und nun los! Wir treffen uns hier wieder, wenn die Sonne 30 mal auf- und wieder untergegangen ist. Hat noch jemand etwas zu sagen?"
Nachdem alles geklärt war, zerstreute sich die Gesellschaft in alle Winde.

Einen Monat später stiegen viele Rauchsäulen von den Lagerfeuern des Heeres in den Himmel. Wieder traf sich die Versammlung der Generäle, nur dass Myrill fehlte, er war ja schon an der Front und kundschaftete das Gebiet aus. Nach einer kurzen Beratung setzte sich das Heer Richtung Süden in Bewegung. Die Sonne schien ihrem Unternehmen zuzustimmen, denn sie strahlte die ganze Zeit über. Es war weder zu heiß, noch zu kalt und die prächtigen Rüstungen glänzten in der Sonne. Nach ein paar Tagen kam ein Waldläufer zu ihnen, der meldete, das feindliche Heer sei nur noch 4 Meilen entfernt. Schnell wurde der Befehl ausgegeben, anzuhalten und das Lager aufzuschlagen. Es wurden Wachen eingeteilt und Kundschafter ausgesandt, den Gegner zu beobachten.
Vor dem Heer der Elfen lag ein großes Tal, das im Osten und Westen von Hügeln umsäumt war. Es war etwa eine halbe Meile breit und fünf Meilen lang.
Als die Kundschafter am Abend zurückkehrten, war nur noch die Hälfte von ihnen am Leben, die andere Hälfte war von den Wachen des Feindes überwältigt worden. Dadurch gewarnt hatte sich das Heer der Brut in Bewegung gesetzt und machte sich bereit anzugreifen. Die Armee der Elfen machte sich kampfbereit und Güldenlaubler schlichen sich auf Umwegen zum feindlichen Heer, um deren Anführer zu dezimieren. Unter ihnen war auch Rallion, ein Veteran der schon im Drachenkrieg viele Feinde in den Tod geschickt hatte.
"Eberon, komm hierher", zischte Rallion," Wenn wir von hier über das Blätterdach klettern, kommen wir vielleicht mitten unter sie und können sie von oben attackieren." Sie kletterten leise über die ehrwürdigen Zweige des alten Walds und kamen ungehindert bis direkt über den Anführer des Gegnerischen Heeres. Mit einem Schrei auf den Lippen stürzte sich Rallion auf ihn und beschoss ihn mit seinen giftigen Pfeilen. Nach erbittertem Kräftemessen sank der Koloss sterbend zu Boden, doch er schaffte es noch Rallion mit in den Tod zu reißen. Eberon schoss vor Wut und Trauer blind in das Heer des Gegners und tötete viele Feinde bevor er starb.

Unterdessen waren die Elfen von den Jagdführern gut unterstützt worden, sie hatten sich fast vervierfacht. Schnell stellte man sich in Reih und Glied auf, um dem ungeordneten Feind bestmöglich entgegentreten zu können.
Nach einer halben Stunde angestrengten Wartens sah man in der Ferne die Staubwolken der Armee des Feindes. Die Offiziere hielten mit Mühe die erregten Elfen zurück, die in ihrem gerechten Zorn sofort losstürmen wollten. Stattdessen warteten die Elfen noch auf das Zeichen der Reiterei, die sich auf den Hügeln links und rechts des Feldes verbarg. Als die Remasuri blind auf ihre MACHT vertrauend direkt in die simple Falle marschierten, gab Magnus das Zeichen zum Angriff. Die Elfen stießen in einer Phalanx vor und trafen krachend auf die Gegner. Aber mit jedem Elfen der fiel, wurde Magnus auf sonderbare Weise schwächer. Doch auch der Gegner wurde durch jeden Verlust auf der ganzen Linie geschwächt. Denn die Remasuri sind feige Kreaturen, die nur durch ihre verwobene MACHT stark sind. Allein sind sie erbärmlich.
Die Magier der Elfen webten einen Zauber der den Feinden die Furcht aller Niederhöllen in die Glieder fahren ließ. Auf einmal schien sich die Zahl der Elfen zu verdoppeln. Die so gewonnenen neuen Truppen stürzten sich mutig in die Schlacht und überrannten den Feind gnadenlos. Da schrie Magnus aus vollem Hals: "Signal für die Kavallerie! Signal für die Kavallerie!" Die Kavallerie stürmte von den Hängen zu beiden Seiten des Schlachtfelds sobald sie das Signal vernahmen. Auf einmal aber erhoben sich die Remasuri in die Lüfte und flogen ungehindert auf Magnus zu. Die Elfen rannten entsetzt zu ihm um ihn zu verteidigen, aber schon stürzte sich der erste Remasuri auf Magnus. In dem Bruchteil einer Sekunde sah Magnus erst sein Leben und dann einen Pfeil an ihm vorbeiziehen. Der Pfeil traf den Remasuri im Flug und schleuderte ihn zurück. Erleichtert über seine Rettung drehte sich Magnus um, um seinen Retter zu sehen. Es war einer der Bogenschützen; er legte schon einen weiteren Pfeil auf die Sehne. Mit einem Zischen verließ der Pfeil seinen Herrn und tötete noch einen Remasuri. Inzwischen hatten sich alle Remasuri in die Lüfte erhoben, nur einer wartete noch am Boden, es war der, welcher den Anderen die Flugfähigkeit verschaffte. "Haron!", bellte Magnus, "Töte diesen Remasuri da, nimm dir so viele Männer wie du brauchst.". "Jawoll Sir!", antwortete Haron. "Schnell fünf Bogenschützen zu mir!", brüllte er dann über das Schlachtfeld. Sofort kamen fünf Soldaten herbeigeeilt und rannten mit Haron zu dem einen Remasuri der am Boden war. Doch dieser sah durch einen unglücklichen Zufall in dem Moment in ihre Richtung, erhob sich in die Lüfte und flog an den linken Rand des Feldes. Dort aber stand auf der Anhöhe hinter einem Felsbrocken verborgen ein Elf, der ihn fast mit der ausgestreckten Hand hätte berühren können. In die Enge getrieben warf der Verzweifelte sein Schwert, das zufällig ein Auge der Bestie traf. Schnell drehte sie sich um, bereit den Elfen zu verschlingen, wurde aber von einem sorgfältig gezielten Pfeil eines Bogenschützen getötet bevor sie zuschlagen konnte. Auf dem ganzen Feld stürzten nun die Remasuri zu Boden, wo sie viele Elfen unter sich begruben, aber fast allesamt durch den Aufprall zerschmettert wurden. Einige wenige richteten sich auf und versuchten hinkend zu fliehen, wurden aber von der Reiterei niedergemäht. Nun konnten sich die Heiler der Elfen um die stöhnenden Verletzten kümmern, die verwundeten Remasuri aber wurden von den Kriegern erstochen. Nach dieser Schlacht weilten 2000 Elfen weniger auf ihrer Welt, und nur 500 Remasuri waren gefallen, womit sie aber fast vollständig aufgerieben waren. Als am Abend die Soldaten ihren Sieg mit einem großen Fest feierten blickte Magnus traurig in die Lagerfeuer. Haron, der dies bemerkte, ging zu ihm und fragte was denn los sei. "Was denn mit mir los ist?", sagte Magnus gereizt, "Fragst du wirklich was denn los ist? Dort liegen 2000 tote Elfen, noch viele werden schwer verletzt dahinsiechen, und ich soll feiern? Nein mein Freund, ich kann nicht feiern wenn ich das stöhnen der Verletzten im Hintergrund höre. Und außerdem, warum soll man nach einer Schlacht feiern? Der Krieg gibt keinen Grund zum feiern, höchstens weil man überlebt hat. Nein ich werde nie nach einem Kampf feiern können, denn Kampf bedeutet tot. Du kannst von mir aus feiern, aber erwarte nicht, dass ich das Selbe tue. Und nun geh zurück und vergnüge dich solange du noch kannst.". Entsetzt über die neue Sichtweise wurde auch Haron sehr traurig und zog sich zurück um nachzudenken.
Am nächsten Tag wurde das Heer der Elfen aufgelöst, die Meisten aber zogen in einem großen Tross zurück, wo sie sie schließlich zerstreuten. Haron jedoch zog mit Magnus Richtung Norden, mit ihnen ging der Bogenschütze, der Magnus das Leben gerettet hatte und die Kavallerie mit Daro. Denn im Norden lauerten die Goblins, oder Boggarte wie man sie nannte. Die sollten nun ein für allemal ausgelöscht werden.
Eigentlich war Magnus schon dabei gewesen, war aber kurz bevor er den ersten Streich tuen konnte von den Überfällen der Remasuri in Kenntnis gesetzt worden. Doch nun konnte er sich ganz den Goblins widmen.

Fortsetzung folgt!



5 Kommentare

#1Amaro   kommentiert:  03.01.2008 - 20:45 Uhr

Respekt {+} !
Da hast du eine schöne Geschichte niedergeschrieben!

Ich weiss nicht ob man seine Beiträge noch bearbeiten kann (ich bin ja noch kein "Autor";-))
Aber heisst es nicht "Und wollt ihr all die schon verstorbenen Freunde rächen?" anstatt "Und wollt ihr all die schon gestorbenen Freunde rächen?" Is nur ein kleiner Fehler aber ich dachte vieleicht wüstest du es gerne;-).

Ich kann es nur wiederholen ... Schöne Geschichte{!}

#2lol    kommentiert:  03.01.2008 - 20:55 Uhr

(Pfiff)Super geschichte!

#3Moritz Makulla   ICQ kommentiert:  03.01.2008 - 21:09 Uhr

Sehr coole Geschihcte, auch wenn du die verschiedenen Magic-Welten komplett durcheinander wirfst, aber darum gehts in der Geschihcte ja auch nich:-)

#4Durin    kommentiert:  04.01.2008 - 09:58 Uhr

@Moritz:
Stimmt, ich habe noch kein einziges Buch aus der Welt von Magic gelesen, deshalb kann ich nur von den Karten her vermuten was wo hingehört. Vielleicht hat sich ja auch ganz Magic in einer Welt versammelt und bis jetzt weis das nur ich?;-) Jedenfalls werde ich auch weiterhin kaum auf die Weltenordnung achten können, bis ich ein Buch (oder auch zwei oder drei oder...) von Magic gelesen habe.

#5Potti   ICQ kommentiert:  07.01.2008 - 19:50 Uhr

Wunderbare Geschichte! Als ich an der Stelle des Kriegs war, konnt ich gar nicht mehr aufhören zu lesen. Nur was mir aufgefallen ist:
Zitat:
"Nein ich werde nie nach einem Kampf feiern können, denn Kampf bedeutet tot."
Wäre es nicht grammatikalisch richtig, zu schreiben "..., denn Kampf bedeutet Tod"?


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