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Teil 12: Der uralte Feind

von Moritz Makulla, 08.02.2008 - 16:25 – Fiktion

"Haldir!", flüsterte eine Stimme in Blitzlichts Ohr. Irritiert sah er sich um. "Haldir, hör mich an!" Es konnte nicht sein, es konnte einfach nicht sein. Schnell flog er mit seinem Pegasus in die Lüfte und entfernte sich etwas von der bestialischen letzten Schlacht. "Wieso kannst du hier mit mir reden?", fragte er, "Wieso, Serra?" "Ich habe all meine Kräfte zusammen genommen", erklärte die Stimme, "ich muss dir etwas Wichtiges erklären! Wey-Sa weiß jetzt um seine Macht und er wird den uralten Feind bekämpfen wollen!" "Den uralten Feind?" "Bladewing! Er steckt hinter all dem und er hat alle anderen Welten bereits zerstört." "Was? Aber was ist mit Dominaria?" "Es existiert nicht mehr", seufzte die Stimme, "durch einen Zeitriss konnte ich Volir und die anderen herschicken. Aber ich selbst werde schon bald weniger als ein Geist sein..." Plötzlich plagte Blitzlicht ein anderer Gedanke. "Was ist mit Jaya?", fragte er, obwohl er die Antwort doch schon wusste. "Sie wurde getötet", sagte Serra. Blitzlicht war unfähig zu amen und würde er sich noch im direkten Kampf befinden, wäre er jetzt wohl einfach abgeschlachtet worden. "Du musst kämpfen!", drängte die Stimme, "Räche sie! Wey-Sa wird alle Hilfe brauchen, die er kriegen kann. Du musst ihn unterstütze." Blitzlicht nickte. "Für Jaya!"

Wey-Sa kehrte mitten auf dem Schlachtfeld zurück. Er schwebte einige Meter über dem Boden und merkte ganz plötzlich, dass sich etwas geändert hatte. Seine Sinne waren schärfer, er hätte jeden Schweißtropfen auf der Haut der Kämpfenden einzeln beobachten können. Und er spürte eine ungeheure Kraft in sich. Mit einem Fingerschnipsen hätte er ein Dutzend Soldaten töten können. Doch er wollte senen Auftritt noch um einiges eindrucksvoller gestalten. Er breitete seine Arme aus und ließ eine schwarze Aura um seinen Körper erscheinen. "Zeit, mir Gehör zu verschaffen", murmelte er und mit dem nächsten Atemzug waren fast einhundert Schattenkrieger unter ihm gestorben. Blut strömte aus ihren leblosen Körpern und die anderen wichen schlagartig zurück. Erst jetzt bemerkten sie die schwebende Gestalt über ihnen. Auf dem ganzen Schlachtfeld wurde es ruhig. Jeder spürte plötzlich die seltsame starke Aura, die dieses Wesen ausstrahlte.
"Kämpfer des Lichts und Kämpfer der Finsternis!", schallte Wey-Sas Stimme über den Platz. Sie war jetzt laut und durchdringend und er spürte Stolz über die neuen Kräfte und seine Macht. Dann wandte er sich Richtung Kathedrale. "Shade!", rief er über das Feld hinweg. "Ich bin hier, um für Neu-Dominaria zu kämpfen. Ich bin hier, um deinen alten Meister herauszufordern! Ich werde alle Schattenwesen töten, wenn er nicht erscheint." Um seine Worte zu unterstreichen, starben noch einige Dutzend Dämonen auf seinen Handbwegeungen hin. "Ich bin Wey-Sa, der letzte freie Weltenwander und ich bin hier, um zu kämpfen!"

Diese neue, unheimliche Stille gefiel Marya nicht. Aber noch weniger gefiel ihr, was Wey-Sa da von sich gab. Wer war der uralte Feind? Und war Wey-Sa wirklich ein Weltenwanderer?

Blitzlicht flog auf seinem treuen Pegasus zu ihm und blieb neben ihm in der Luft schweben. "Serra hat mir alles erzählt", sagte er. Wey-Sa lächelte. "Wirst du mir helfen?"
Der Paladin nickte entschlossen. "Dieser Kampf zieht sich unheimlich in die Länge. Und wie ich hörte, sind die anderen Welten alle zerstört. Wenn wir jetzt und hier nicht kämpfen, wird es bald nichts mehr geben, für das man überhaupt kämpfen könnte." Wey-Sa nickte, dann sprach er wieder mit seiner lauten dröhnenden Stimme: "Also, Shade, was sagt dein Meister?" Shade erschien auf den obersten Zinnen der Kathedrale. "Es gibt also immer noch einen freien Weltenwanderer!", meinte er und seine Stimme war genauso laut wie die von Wey-Sa, "Mein Meister, der große Bladewing wird eure Welt ebenso verschlingen wie alle anderen! Und dann wird er sie neu errichten und mit seinen eigenen Kreaturen füllen!" Wey-Sa lächelte spöttisch. "Der alte Feind soll selbst mit mir reden!" Und plötzlich tat sich ein Riss auf in den Todessümpfen. Schreiend wichen die Krieger zurück, um nicht die gerade erschiene Schlucht zu fallen., in der knallorangene Lava munter vor sich hin brodelte. Ans Kämpfen dachte keiner mehr. Nur Wey-Sa und Blitzlicht schwebten ruhig über dem Abgrund, der geradewegs zur Kathedrale führte. Und die Kathedrale selbst sank langsam in den Boden. Hinter ihr erschien ein gewaltiger Schatten: Ein riesiges Wesen, größer als der Turm und größer als selbst Hypnox (Hypnox). Der uralte Feind erschien vor ihnen. Bladewing hatte einen skelettartigen Körper und riesige Schwingen voller Zacken und Splitter. Er sah immer noch aus wie ein Drache, auch wenn er viele Gewülste und Auswüchse hatte. Er war die gigantischste Bestie überhaupt, das personifizierte Böse, eine Mischung aus Rorix und Yawgmoth.
"Du willst mich herausfordern?", dröhnte eine unheimlich unnatürliche Stimme über den Platz. Die Kämpfer wichen noch weiter zurück. "Ja", erwiderte Wey-Sa mit fester Stimme, "Blitzlicht und ich werden dich töten!"



3 Kommentare

#1Potti   ICQ kommentiert:  08.02.2008 - 17:14 Uhr

So langsam muss man meine Geschichte gelesen haben, um deine zu verstehen... Respekt. {+}

#2Potti   ICQ kommentiert:  08.02.2008 - 17:29 Uhr

Aber ich finde es extrem traurig, dass Jaya stirbt! Was ist eigentlich mit Cho-Manno und den Rebellen passiert? Sind die auch gestorben?

#3Moritz Makulla   ICQ kommentiert:  08.02.2008 - 17:37 Uhr

alle Welten sind komplett ausgelöscht, aber vllt. lässt sich da ja noch was drehen;-)


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