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Spielbericht vom 24.04.2008

von Mario Haßler, 02.05.2008 - 19:13 – Spielbericht · Multiplayer

"Und, kann man schon gratulieren?" fragt Matze, der etwas später gekommen ist und gegenüber den anderen ein kleines Informationsdefizit hat. "Ja" antworte ich. "Wann?" lautet die nächste Frage; "gestern" die Antwort. "Und heute schon hier? Respekt!" Nachdem das geklärt wäre und ich weitere Details über die Geburt unseres Sohnes zum Besten gegeben und Glückwünsche entgegen genommen habe, kann der Abend losgehen – Getränke gehen heute freilich auf mich.

Erstes Spiel: "Verräter"

Auch heute beginnen wir mit "Verräter". Mit von der Partie sind neben mir Axel, Gert und Matze sowie Stefan, der wie vor zwei Wochen der Fürst des ersten Spiels ist. Ich bin diesmal gegnerischer Bauer und habe mein auf Angriff ausgerichtetes Deck "Remasuri-Offensive" gewählt. Zwei Sehnenremasuris schauen dann auch gleich mal beim Fürsten vorbei. Matze baut erst einmal auf Mana mit drei Paradiesvögeln, die in Runde zwei liegen. Auch Stefans Phyrexianisches Totem kommt zunächst ausschließlich zur Manaproduktion zum Einsatz, ebenso Axels Eisenmyr, der bald von einem Nim- und einem Goblin-Ebenbild flankiert wird. Matze bezahlt den Einsatz seiner Zerzausten Heide dank Gerts Dingus-Ei mit Extra-Leben, doch im Wesentlichen dient das Artefakt der Unterstützung der noch folgenden Landzerstörung, die sich gegen Fürst Stefan richtet – worüber der sich natürlich auch gleich "beschwert". Nachdem ihn auch noch Matzes Gewundenes Orakel angreift, zieht Stefan die Notbremse in Form von Zorn Gottes mit kurz darauf folgenden Blattern. Das lässt auch Stefans Husar des Hofes ableben (was durchaus im Sinne des Decks ist) und befördert einige Länder in die Friedhöfe, was wiederum Gerts Dingus-Ei zur Entfaltung bringt.

Nun lässt ein Tränenschauer Stefans Riff der Schiffe des Grauens untergehen, und ein Steinhagel will ein weiteres Land zerstören – doch das ruft endlich den Verräter auf den Plan, der das vereitelt, einen Abätzenden Remasuri bei mir ent- und den Fürst mit 12 frischen Lebenspunkten versorgt. Überraschenderweise ist nicht Axel derjenige welcher, sondern Matze, dessen Orakel-Angriff nichts weiter als eine Finte war. Mit einer Furchteinflößenden Rückkehr erweckt Stefan einen Engel der Verzweiflung zu neuem Leben und verbannt zugleich Gerts Dingus-Ei. Gert schnappt sich einen meiner toten Sehnenremasuris per Leitstern der Unruhe und ich lege zwei Klapperschlangenremasuris nach. Matze lupft Stefans Engel mit einer Zeitriss-Wolkenscholle auf die Hand zurück, doch der kommt nicht gleich wieder, denn Stefan hat zunächst noch einen Zorn Gottes auf Lager. Der rafft auch Axels Kathodion dahin, wobei das dabei entstehende Mana mit einer Skelettscherbe nutzbringend umgesetzt wird, um die Artefaktkreatur gleich wieder aus dem Friedhof zu fischen. Die Scherbe holt in den folgenden Runden noch weitere Kreaturen zurück, die sich gegen Stefan wenden. Der setzt ein Freies Denken ein, um Haakon, Geißel von Stromgald in den Friedhof zu befördern. Von dort wird er kurz darauf gespielt, doch ich schicke ihn mittels Verkoken gleich wieder dorthin zurück.

Gleich mehrere Loxodon-Hierarchen lassen Matzes Lebenspunktekonto wieder aufblühen. Mit zwei Berührungen des Äthermagiers versucht er zudem, Gegenmittel gegen Gerts Sprüche zu finden, allerdings erfolglos. Da das nicht klappt, verlegt er sich auf die Vorwärtsverteidigung und lenkt seine Angriffe gegen Axel, der den niedrigsten Lebenspunktestand hat. Und auch der wiedergekehrte Engel der Verzweiflung schwenkt in Richtung Axel ein. Gert versucht, dem Flattermann eine Abrissbirne an die Rübe zu knallen, aber Matze weiß das mit einer Mystischen Schlange zu vereiteln. Gerade im rechten Moment kann Axel dann ein Rostelementar als Luftabwehr aufstellen, wodurch sich seine Position stabilisiert. Die Artefaktopfer verwandelt der Apostel der Gruft in Lebenspunkteverlust von Stefan, und damit diese nicht so einfach wieder aufgefüllt werden können, lasse ich das Freie Denken einfach mal zu Staub zurückkehren, und mit ihm sicherheitshalber auch gleich das Phyrexianische Totem. Nun wechseln Fürst und Verräter ihre Angriffsstrategie und hetzen ihre Kreaturen auf Gert. Dessen Verteidigung ist faktisch nicht vorhanden, und so geht der Plan auf – Bauer Gert ist der Erste, der ausscheidet. Doch dieser kleine Erfolg ist kein Etappensieg für die Gegner. Denn nun trumpft Axel mit einem Megatog auf. Eine Runde besteht nun die Gelegenheit, dieses Monster aus dem Weg zu räumen, doch Stefan und Matze fehlen offensichtlich die Mittel. Dann kommt der finale Angriff: 23 Schaden bringt der Trampler auf Fürst Stefan durch, und das ist zu viel für ihn. Die Bauern Axel, Gert und Mario entscheiden das Spiel für sich.

Zweites Spiel: "Pentagramm"

Nach diesem langen Spiel wechseln wir zum "Pentagramm". Axel und Matze sind meine Gegner, Stefan und Gert meine Nachbarn. Letzterer kommt mit einem Nessischen Renner und einem Omenlesenden Zentauren ins Spiel und greift Matze an. Der vollzieht die Rituale des Gedeihens und beschenkt uns alle mit Extrakarten und -ländern. Axel setzt mit Selesnija-Gildenmagier und den Fäusten aus Eisenholz auf Saprolinge-Produktion, während Stefan mit dem Schatten der Eiseskälte dem Kälteeinbruch frönt. Ich habe mein Deck "Wer zuletzt lacht..." am Start und versuche, das Spiel in die Länge zu ziehen, damit mir meine Schlüsselkarte einen erdrutschartigen Sieg beschert. Dazu setze ich zunächst den Fluch der Kabbalisten aus und bringe so Axel dazu, im Laufe des Spiels immer wieder den einen oder anderen Saproling zu opfern.

Es stellt sich heraus, dass Matzes Deck verstärkt auf Länder baut. Einen Vorsprung verschafft er sich mit Hilfe von Manabund, und Mishras Fabrik soll dann den Angriff übernehmen – doch verbrennt stattdessen in Gerts Geisterfeuer, ebenso Stefans Kälteschatten. Matze hat mit dem Dunklen Laichbecken und dem Blinkmotten-Nexus weitere animierbare Länder am Start, Stefan legt Mirri die Verdammte nach, die allerdings friedlich bleibt. Mit dem Halbgott der Rache sehen wir bei Stefan mal wieder eine der neuen Karten, Gert holt sich mit Garruk Wildsprecher einen Weltenwanderer an seine Seite, die man ja auch nicht allzu häufig sieht. Matze dreht sein Länderthema weiter auf: zwei Kletterranken-Kudzus, davon einer mit dem Loxodon-Kriegshammer ausgerüstet, dazu ein zweites Ritual des Gedeihens – das bringt Schwung. Mit The Tabernacle at Pendrell Vale bringt er zudem die Kreaturenbesitzer in Bedrängnis, allen voran Axel mit seinen Spielsteinen, aber auch Gert, der gerade erst einen Blutaugen-Lehrling einberufen hat.

Für mich wird es Zeit, die Lawine auszulösen. Eine transmutierte Wache des Hauses Dimir bringt mir ein Letztes Lachen, das ich im nächsten Zug ausspiele und durch den letzten Raubbau im Torfmoor auch gleich auslöse – ein Fehler, wie sich bald darauf herausstellen wird. Denn der erste Rundumschaden rafft bereits eine stattliche Anzahl an 1/1-Kreaturen dahin. Die machen mir dank Nächtlicher Totenwache (probeweise als Proxie im Deck enthalten) nichts aus, ziehen aber so viele weitere Kreaturenopfer nach sich, dass zum einen ausgerechnet meine Nachbarn Gert und Stefan bereits umkommen und zum anderen der Tisch völlig von Kreaturen befreit wird. Dadurch muss ich das Letzte Lachen bereits opfern, bevor ich mit der Götterdämmerung zum vermeintlich letzten Schlag ausholen kann – und die Länder der bereits ausgeschiedenen Spieler sind ja als "Masse" ebenfalls verloren gegangen. Tja, das hätte ich wohl besser durchdenken sollen. Jetzt ist es dafür zu spät, aber die Götterdämmerung muss ich trotzdem spielen, denn Matzes "Kreaturenländer", darunter Urzas Fabrik, warten ja bloß auf ihren nächsten Einsatz. Alle Länder werden weggefegt, und nun geht es im Grund nur noch darum, wer zuerst wieder in Spiel findet. Das sind ungünstigerweise Axel und Matze, und mit vereinten Kräften gehen sie mir an den Kragen. Mit meinem Ausscheiden geht der Sieg dieses Spiels zu gleichen Teilen an meine beiden Gegner. Zu dumm, doch ironischerweise passt genau das zu meinem Decktitel...

Drittes Spiel: "Uhrzeiger-Magic" (5 Personen)

Im folgenden "Uhrzeiger-Magic"-Spiel bereitet Gert den Auftritt seiner Armee vor, doch zunächst zeigt er nur den Inhalt seiner Rüstungskammer: O-Naginata, Knochenbrecher und Vulshok-Kampfausrüstung. Als Axel mit einem Feldmarschall aufwartet, schickt Gert ihn in die Dunkle Verbannung. Stefan startet mit einem Strömungsbeurteiler und dem Herrscher von Atlantis, und ich bin erstes Opfer seiner Angriffe. Ein wehrloses noch dazu, denn mein Deck "Golgari-Ausgrabungen" hat einen schwachen Start – auf Svogthos, das ruhelose Grab folgt eine Golgari-Petschaft und dann erst einmal nichts. Immerhin, nachdem ich mit einem Schlurfenden Muschelwesen drohe, fuchtelt Stefan mit einer Feen-Trickserei dazwischen – wohl der passende Neutralisierungszauber gegen ein Ausgraben-Deck. Trotzdem hetzt Stefan seine Meervolk-Kämpfer in die andere Richtung, zumal Matzes Highlander-Deck auch Inseln zur Tarnung zu bieten hat. Dazwischen kommt der Rektor der Akademie, und der Blick in die Zukunft kurbelt das Tempo an. Stefan legt mit dem Meister der Silberkiemen und Sygg, Flussführer nach, doch Letzterer vollführt durch Gert initiiert das Ableben des Helden.

Mit Meloku, der bewölkte Spiegel schafft sich Matze eine praktische Möglichkeit, die Angriffsrichtung bei Bedarf zu drehen, und er wird dadurch quasi unangreifbar. Gert hat ein Pestverbreitendes Schlammwesen ins Spiel gebracht und ihm sämtliche Ausrüstungen angelegt. Pech für ihn, dass Axel einen Wogenden Äther parat hat. Die Wallung fördert zwar keinen weiteren zutage, dafür gelingt dieses Kunststückchen einem Wogenden Wachposten. Gert lässt sich Zeit, das Schlammwesen wieder auszuspielen, vorher legt er eine Brammenwurm-Rüstung zu dem anderen Blechzeug. Stefan ist da weniger zögerlich, er bringt einen Geheimnisversenker ins Spiel und bemüht sich nach Leibeskräften, Matzes große Bibliothek kleiner zu machen. Der knüpft mit dem Magus des Tabernakels an das vorige Spiel an, und mit einem Dekret des Schweigens versucht er, die übrigen Spieler mundtot zu machen. Das lassen wir uns nicht bieten und brauchen die Verzauberung in Windeseile auf: Meister der Silberkiemen (Stefan), Die Entstehung (ich) und Zuranischer Zaubermeister (Axel) werden neutralisiert, und gut ist.

Naja, fast gut, denn so wirklich habe ich nicht ins Spiel gefunden. Das Maul der Leere kommt denn auch zu spät, denn Gert hat nun das Pestverbreitende Schlammwesen kampfbereit und ihm den Großteil der Ausrüstungen umgehängt. Als 12/14-Trampler greift es mich an und trampelt mich nieder. Das Aus für mich, aber noch lange – sehr lange nicht das Ende des Spiels. Zunächst einmal wird es ein bisschen durcheinander gewirbelt. Axel requiriert Matzes Meloku; der legt eine Parallaktische Welle aus und schickt kurz darauf alles, was nicht niet- und nagelfest ist, mittels Umwälzung auf die Hände zurück – freilich nicht ohne sich zuvor den Manavorrat ordentlich vollgeschaufelt zu haben, um Yosei, den Stern des Morgens folgen zu lassen. Der macht dann auch kurzen Prozess mit Stefan, der als Nächster ausscheidet. Den Wiederaufbau startet Gert mit dem Blutvergießenden Slith, der sich Knochenbrecher und O-Naginata schnappt und gegen Matze anrennt. Axel kommt mit dem Feldmarschall und einem Kjeldoranischen Vorreiter wieder ins Spiel, sein Darien, König von Kjeldor wird allerdings von Matze zurückgedreht. Mit einer Verräterische List versucht jener, sich Gerts Sliths zu bemächtigen, aber diesen Traum weiß Axel gleich zu entzaubern. Seine Angriffe richten sich ebenfalls gegen Matze, dessen Yosei die größte Bedrohung für die übrigen Spieler darstellt, zugleich aber für die Verteidigung herhalten muss. Ein rückkaufbares Kentern verlangsamt aber die Offensivstrategie und somit das ganze Spiel erheblich, und ein Nüchterner Befehl tut sein Übriges. Ein Zinngolem ist das Letzte, was Gert noch zuwege bringt, dann wird er von Matzes Angriffen überwältigt. Axel sieht für sich keine Chance mehr und gibt auf. Sieger dieses dritten und bereits letzten Spiels des Abends ist Matze.



11 Kommentare

#1Matzke   kommentiert:  02.05.2008 - 19:39 Uhr

Man hätte ich Zeit und Mittel mal einer Runde beizuwohnen würde ich gerne kommen. Leider sind meine Decks meiner Meinung nach nicht auf ähnlichem Niveau...
Wenn ich ein Deck mit ähnlich viel Wumms habe werde ich mal dazustoßen.... (fehlt nur noch die Möglichkeit zu euch zu kommen, wohne in Niederbayer/ 1 Stunde von München entfernt)
Der einzige Makel an der Ausarbeitung ist, dass ich mit den Runden durcheinander komme (vll. geht es nur mir so).

#3Rocket Chief    kommentiert:  02.05.2008 - 20:20 Uhr

Der Einleitung zufolge hat Mario (also seine Frau) einen Sohn bekommen. Herzlichen Glückwunsch auch von mir. Dies erklärt warscheinlich auch seine Abwesenheit in letzter Zeit. Alles Gute euch!

#4Michael Künzli   Online-Magic kommentiert:  02.05.2008 - 20:29 Uhr

Gratulation zum Nachwuchs! Ich wünsche dem kleinen Racker alles Gute für sein Leben.

#5MTGler   kommentiert:  04.05.2008 - 17:43 Uhr

Auch von mir alles gute für euch und den Kleinen.:-)
Den Bericht finde ich wie immer super. Werde auch deine weiteren Berichte mit viel Vergnügen lesen.
Hab ihr denn schon einen Namen für euer Baby?

#6darth_matze   ICQ kommentiert:  09.05.2008 - 09:04 Uhr

Ich schließ mich an:
Glückwunsch zum Stammhalter!
Hoffe du hast die aufreibenden Stunden der Geburt gut überstanden ^^

#7Mario Haßler     Online-Magic Skype kommentiert:  12.05.2008 - 21:02 Uhr

Danke an alle aufmerksamen Leser für die Glückwünsche! Die Stunden vor der Geburt waren aufreibender – bis dann feststand, dass es doch ein Kaiserschnitt wurde... Und dann ging alles schnell. Ja, einen Namen hat unser Sohn auch, immerhin ist er nun schon fast drei Wochen auf der Welt und wächst und gedeiht.

#8Lucas    ICQ kommentiert:  13.05.2008 - 09:39 Uhr

Herzlichen Glückwunsch :-).

Der Spielbericht hat mir (wie immer^) sehr gefallen, als einziger "Fehler" ist mir diese Stelle aufgefallen:

...um Haakon, Geißel von Stromgald (Haakon, Stromgald Scourge) in den Friedhof zu befördern. Von dort wird er kurz darauf gespielt, doch ich schicke ihn mittels Verkoken (Carbonize) gleich wieder dorthin zurück.

Nun, stimmt nicht ganz, du entfernst ihn ganz aus dem Spiel :>.

#9Mario Haßler     Online-Magic Skype kommentiert:  13.05.2008 - 13:54 Uhr

@Lucas: Hast Recht, und jetzt erinnere ich mich auch, froh gewesen zu sein, genau den richtigen Klotz für den groben Keil in der Hand gehabt zu haben!

#10Rocket Chief    kommentiert:  15.05.2008 - 13:44 Uhr

Bilder der Mitspieler fände ich noch interessant...

#11Mario Haßler     Online-Magic Skype kommentiert:  15.05.2008 - 19:03 Uhr

@Rocket Chief: Sind vorhanden (allerdings schon ein bisschen älter und nicht vollständig, was die derzeit übliche Spielerbesetzung angeht).

#12Rocket Chief    kommentiert:  15.05.2008 - 21:41 Uhr

@Mario: Ja, die kenn ich schon. Hab ja früher schon einmal nach aktuelleren Bildern gefragt ;-)


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