derzeit online: 86 Besucher und 1 registrierter Benutzer
URL für diesen Beitrag

Spielbericht vom 15.07.2008

von Mario Haßler, 17.07.2008 - 23:11 – Spielbericht · Multiplayer

Erstes Spiel: "Zwei-Fronten-Magic" (4 Spieler) *

Heute beginnen wir den Abend mit "Zwei-Fronten-Magic" zu viert. Um den Tisch herum sitzen Manuel, Axel, Stefan und ich. Axel hat ein Ophis-Deck gewählt, das stark nach dem vorkonstruierten Themendeck aus Meister von Kamigawa "riecht" – enthält es doch die Orochi-Laubruferin, die in diesem mono-grünen Deck reichlich überflüssig ist (abgesehen davon, dass sie eine Ophis-Kreatur für 1 Mana ist). Ich habe mich für "Ein Fall für den Kammerjäger" entschieden, und mit zwei Pestratten gehe ich gegen Stefan vor, während ein Mordender Nezumi und später noch eine dritte Pestratte Manuel bedrängt. Der spielt ein "Highlander"-Deck, das als Vorhut einen Jushi-Lehrling schickt, der zunächst jedoch keinen Kartenvorteil generiert. Mit zwei Abtrünnigen Zauberern hat Stefan gewisse Möglichkeiten, jedoch keine, die meinem Ratten-Ansturm gerecht werden. Zumal ich auch noch den Blutmond aufgehen lasse. Hier muss ein aufopferungsvoller Abtrünniger Zauberer im Block mit zusätzlichem Direktschaden herhalten, um wenigstens eine Pestratte zu entsorgen. Auch Manuel wird es langsam mulmig, und er nutzt die Ungegebenen Geschenke, um sich die richtige Antwort zu suchen. Ich gestehe ihm eine Bestechung und ein Erhabenes Scheinbild zu. Letzteres kommt alsbald und nimmt im Block den Mordenden Nezumi mit, den ich nicht viel später durch einen neuen ersetze.

Gerade hat Axel mit der Kombination aus dem Plünderer vom Kashi-Stamm und Köder seine Position ein gutes Stück verbessert, da macht Stefan seine Enttapp-Behinderung mit der Alarmwache zunichte. Letztere lässt eine noch nicht klar erkennbare Kombo erahnen; sicherheitshalber schieße ich einen Gezackten Pfeil, um auch den zweiten Abtrünnigen Zauberer zu eliminieren. Nun kommt die bereits erwartete Bestechung seitens Manuel, und er holt sich einen Rattenfänger aus meinem Deck. Das stellt meinen Mordenden Nezumi zunächst kalt. Axel kann das Alarmwachen-Enttappen für sein Hankyu nutzen, Manuel profitiert hier und da mit Hilfe seines Jushi-Lehrlings, dann bringt Stefan einen Gebieterischen Perfekten ins Spiel – und keiner rafft so recht, wie der zu der blauen Verzauberung passt, bis er erstmalig eingesetzt wird. Auch wenn immer noch grünes Mana nötig ist, schießt Manuel die Alarmwache mit Krosas Eingriff schnellstens ab.

Aber Stefan hat noch mehr zu bieten. Während ein Hüter des Lebenssafts seine Lebenspunkte nach und nach wieder in den grünen Bereich bringt, hetzt er Gaeas Himmelsvolk auf mich. Gegen Flieger bin ich wehrlos, und so hilft mir auch mein Marknager leider nicht weiter. Die letzten Lebenspunkte raubt mir Manuels ebenfalls fliegende Vendilion-Clique, und so scheide ich als Erster aus. Axel nutzt die Gunst der Stunde für einen Angriff, der mitsamt der Stärke der Zedern tödlich für Manuel wäre, doch der kann den Spontanzauber Zurückverweisen. Dadurch wird sein Tod allerdings nur hinausgeschoben, denn in der nächsten Runde nimmt Axel erneut Anlauf, und diesmal besiegt er Manuel. Ohne Alarmwache ist die Elementarwesen-Produktion von Stefans Stimme des Waldes zwar endlich (nicht auszudenken wenn nicht...), doch das sind nichtsdestoweniger zwei fette 7/7-Trampler, die sich von Kleinvieh und Fliegern unterstützt auf Axel stürzen, und das ist zuviel für jenen. Das Spiel geht an Stefan.

Zweites Spiel: "Verräter"

Während des ersten Spiels ist Siegfried dazugestoßen, und so wechseln wir das Spielformat. Das Los macht Stefan zum Fürst, und er bekommt gleich mächtig Wind ins Gesicht geblasen. Siegfried lässt seine Vampirfledermäuse auf ihn los, ich habe zu "Flattern und Schwirren" gegriffen und bevölkere den Himmel mit Laternen-Kami und Leoniden-Himmeljäger. Bei den anderen beiden Spielern dreht sich alles um die Manabasis, allerdings auf extrem unterschiedliche Weise: Während Manuel das Spiel mit zweimal Wolkenposten und einmal Vesuva beginnt, kommt Axel viele Runden nicht über einen Sumpf hinaus... Ein weiterer Laternen-Kami und ein Mistral-Streitross vergrößern meine Fliegerarmee, bis Stefan alle per Evakuierung auf die Hand zurückschickt. Das hält die billigen Flattermänner natürlich nicht lange auf, Siegfried ist schnell wieder mit seinen Fledermäusen zur Stelle, bei mir sind's die beiden Laternen-Kamis und der Leoniden-Himmeljäger. Dann spielt der manamäßig üppig ausgestattete Manuel einen Stab des Beherrschens, was den Verräter auf den Plan ruft. Es ist natürlich Axel, der mit seinem Outing Stefan 8 Lebenspunkte beschafft, den Artefaktzauber neutralisiert und meinen 2/2-Flieger entfernt.

Das ist, aus fürstlicher Sicht betrachtet, nur eine kleine Hilfe, also nimmt Stefan die Geschicke selbst in die Hand. Oder zumindest versucht er es. Doch sein Niv-Mizzet, das Feuerhirn wird von Siegfrieds Pakt des Gemetzels dahingerafft, und als sich wenig später ein Verkörperer der Feuerhirn-Gestalt bemächtigt, ist mein Umsturz zur Stelle. Mein letzter Angriff fügt Stefan 6 Schaden zu und bringt seine Lebenspunkte auf 0. Sieg für die Bauern Manuel, Siegfried und mich.

Drittes Spiel: Nochmal "Verräter"

Da hängen wir gleich noch ein "Verräter"-Spiel dran, und der Zufall will es, dass Stefan abermals den Fürst mimen darf. Diesmal hat er ein stärkeres Deck gewählt, und das Blut der Unschuldigen entsorgt einen Verwesten Krieger bei Axel und einen Klapperschlangenremasuri bei Siegfried. Zwar können Siegfried und ich den Fürst wieder in die Zange nehmen – ein Zweiköpfiger Remasuri dort, ein Sengender Salamander hier, doch Stefan kann seine fleißig ausgebaute Sumpf-Landschaft recht bald für die Gegenwehr einsetzen. Zunächst sorgt eine Korruption dafür, dass Manuels Liliana Vess das Zeitliche segnet, nachdem sie Stefan einmal eine Karte hat abwerfen lassen. Dann befreit ein Verstümmeln das Spielfeld von Kreaturen.

In diese ganz offensichtlich kreaturenfeindliche Umgebung lege ich Kaldras Schwert, hege jedoch wenig Hoffnung, es der nachfolgenden Vulshok-Hexenmeisterin auch in die Hand geben zu können. Manuel kurbelt mit der Phyrexianischen Arena den Kartennachschub an, Stefan pumpt das Manapotenzial mit den Kabbalisten-Schatzkammern weiter hoch und fischt sich mit dem Teuflischen Lehrmeister eine Mirari aus der Bibliothek. Die will ich, zusammen mit dem weniger wichtigen Pergament der Ursprünge von Siegfried, in Trümmer und Scherben schlagen, da zeigt Manuel, dass er geblufft hat und tatsächlich auf der Seite des Fürsten ist. Sein Verrat erhöht Stefans Lebenspunktestand um satte 16, neutralisiert meinen Artefaktzerstörer und verbannt Kaldras Schwert ins Nirgendwo. Und nur um dem noch eins draufzusetzen, lässt er meine Hexenmeisterin die Hoffnung verlieren.

Stefan stellt eine Springflut-Gussform mit X=8 auf, was mir zusammen mit Mirari für meine nächsten Trümmer und Scherben gerade recht kommt – auch wenn ich nicht verhindern kann, dass ein schwarzer 8/8-Vogel (der Gattung Laufvögel) schlüpft. Mit einer Zombie-Boa schlängelt sich Axel in Stefans Richtung, ich unterstütze sie mit dem Schlachtruf der Ghitu. Allerdings zeigen auch Manuels Schreie von Innen ihre Wirkung, und nachdem er, unterstützt von der zweiten Phyrexianischen Arena, die nächste Liliana Vess präsentiert, während Stefan Visara die Fürchterliche einem Unterweltstraum folgen lässt, schwant uns Bauern, dass wir in diesem Spiel keinen Blumentopf mehr gewinnen werden, und wir geben auf. Die vor diesem Spiel gestellte Frage, ob überhaupt mal der Fürst gewinnt, kann man also getrost mit "ja" beantworten. Fürst Stefan und Verräter Manuel entscheiden dieses Spiel klar für sich.

Viertes Spiel: "Pentagramm"

Nun ist aber "Pentagramm" angesagt. Ich greife mir meinen "Club der Gürteltiere", was letztlich aber völlig belanglos ist, denn meinen Anteil an diesem Spiel kann ich gleich zu Anfang vorweg nehmen: Ich spiele einen Wald, einen Wald, einen Wald und einen Wald und werfe zwischendurch Karten ab. Stefan kommt mit einem Spektralluchs ins Spiel, der aber gleich in dem Feuer umkommt, das Axel gelegt hat. Manuel bringt mit zwei Budoka-Gärtnern die Landentwicklung in Schwung (offensichtlich lässt sich das Sprichwort mit dem Brei nicht von Köchen auf andere Berufszweige übertragen), und die Zeit der Not beschert ihm Meloku, den bewölkten Spiegel. In Nöte kommt er aber trotzdem, denn Siegfried fährt mit einem Reinsichtigen Merrow mitsamt Stahl der Gottheit beeindruckende Geschütze auf. Dann verhängt jener auch noch eine Gefängnisstrafe über Meloku, und Stefans Erhabener Engel ist sich nicht zu fein, auch mal vorbeizuschauen. Zwar bringt Manuel noch einen 4/4 Kletterranken-Kudzu zustande, doch Siegfrieds nächster Angriff macht ihm dann auch schon den Garaus.

Ich stelle für Siegfried eine leichte Aufgabe dar, doch es entbrennt ein Wettrennen zwischen ihm und Stefan, der einen Gejagten Schrecken hinzuholt. Axel ist im falschen Moment zu ehrgeizig und greift mit den geschenkten Zentauren-Spielsteinen an, statt sie zum Blocken zu bewahren, und so führt schließlich ein Knochenbrecher-verstärkter Angriff gegen Axel Stefan zum Sieg.

Letztes Spiel: "Magic mörderisch" (4 Spieler)

Axel sagt tschüss, der Rest spielt noch eine Runde "Magic mörderisch". Meinem Deck "Depressionen" entspringt ein früher Nezumi-Kurzzahn, der sich einen frühen Blitzschlag von Stefan einfängt. Siegfried kommt mit kleinen Zombies ins Spiel, die er mit dem Gemmenhand-Verschmutzer in Lebenspunkteverlust umsetzt. Das Überwesen der Sagen betritt als 5/5-Kreatur das Feld, was Stefans Rückschlag für 5 Schaden auf Beherrscher Manuel nutzt. Ich komme nach Schwermut mit den Gierigen Ratten sowie einem frischen Nezumi-Kurzzahn, den ich kurz darauf in Dolchbart den Widerlichen verwandeln kann.

So geht es weiter hin und her, wobei alles durch Stefans Mundungu gehemmt wird, für den man Mana und Leben parat halten muss. Stefan schickt mir die Schwermut auf die Hand zurück, Siegfried übergibt mir den Maßstab der Bosheit, den ich über Transmutation einer Wanderung der Traumwesen an Manuel weitergebe. Der frisiert sich total: Sein nächster Spruch könnte durch Mundungu auto-neutralisiert werden und auf dem Friedhof landen – womit Manuel den Maßstab der Bosheit bequem wieder losgeworden wäre. Aber nein, er zahlt brav die Kosten, um Ende seines Zuges durch die Verzauberung 8 Leben zu verlieren. Da ist er platt. Ich habe derweil die Schwermut wieder installieren können und dazu einen Amboss aus Bogardan aufgestellt. Dessen Schwermut-Schaden wird zwar nicht auf "mörderische" Weise vermehrt, aber er drückt genug auf die Lebenspunkte von Siegfried, und er ist dann der Nächste, der ausscheidet.

Nun sind Stefan und ich im Endspiel. Mit der Natürlichen Vorahnung funkt er mir immer wieder dazwischen, aber ich bin frohen Mutes, ihn mit der Benommenheit zu bezwingen – was Stefan jedoch per Kraftverlust vereiteln kann. Pech für ihn, dass ich auch noch eine Zermürbung auf der Hand habe, und ihm nächsten Zug ist dann auch er hinüber. Das letzte Spiel des Abends geht an mich.


* Die Original-Notizen zum ersten Spiel des heutigen Abends findest du übrigens auf der Seite "Unsere Multiplayer-Runde".


Es können keine Kommentare mehr abgegeben werden.
(Die Kommentarmöglichkeit ist abgelaufen.)

zurück zur Lese-Ecken-Übersicht
 / zurück zur Startseite
Werbung Cardmarket - Europas größter Online-Marktplatz für Magic-Karten!