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Spielbericht vom 05.11.2009 – Wunschabend "Common Highlander"

von Mario Haßler, 11.11.2009 - 14:51 – Spielbericht · Multiplayer

Jeder Mitspieler, der am heutigen Tag Geburtstag hat, durfte sich das Thema dieses Wunschabends wünschen – und das hätten theoretisch sogar zwei Spieler aus unserer Runde sein können. Doch da Manuel vor einiger Zeit in eine andere Multiplayer-Runde gewechselt ist, blieb nur noch einer: Axel. Erfreulicherweise hatte er sein Kommen angekündigt und dabei auch gleich das Format festgelegt – es sollte "Common Highlander" sein. Nun kann der Abend beginnen, und mit Sebastian, Gert, Mario, Sabine, Axel, Stefan und mir sind wir zu siebt und starten im großen "Endlosen Uhrzeiger-Magic" – welches sich kaum für einen Spielbericht erfassen lässt, aber hier folgen trotzdem ein paar Einblicke.

Früh beeindruckt Gert mit einem Halam-Dschinn, der mal stärker und mal weniger stark, durch eine Diplomatische Immunität aber vor allem ganz schön unantastbar ist. Axel zeigt mit einem Glasstaub-Moloch, dass sein Deck sehr artefaktlastig ist, doch Sabine, die mangels eigenem Deck mit einem Deck von Stefan spielt, dreht diese Aktion mit einem Vedalken-Wegschicker erst einmal wieder zurück. Mario schickt einen Gekrümmten Wurm ins Rennen und rüstet ihn mit einem Leichentuch des Specters aus, das zwei-, dreimal seinen Dienst tut, bevor Axel es zerstören kann. Verstärkt auf Remasuris baut Stefan mit seinem anderen Deck, und Wurzel-, Sehnen- und Harmonieremasuri bilden die Vorhut. Mit einem Oger-Gelehrten entsorge ich den Verstärker, und meine Seuchensporen raffen den Artefakt/Verzauberungs-Zerstörer sowie Stefans erstes frei gespieltes Land dahin. Letzteres soll sich als Volltreffer erweisen, denn Stefan hat sein Deck nur mit wenigen Ländern ausgestattet und nimmt in den folgenden Runden nicht richtig Fahrt auf.

Getreu dem Motto "den Nachbarn schwächen, den Nachbarn des Nachbarn stärken" sollte die Zerstörung des Harmonieremasuris natürlich auch die Position für Axels Artefaktdeck verbessern. Hier folgt jedoch eine ganz unartefaktige Kohorte aus Ballynock. An Sebastian war dummerweise der Informationsfluss zum heutigen Themenabend vorbei geflossen, sodass auch er ohne eigenes Common-Highlander-Deck angetreten ist und nun mit einem meiner Decks vorlieb nehmen muss. Er beginnt mit einer Vodalischen Seeschlange samt Bonus, die jedoch weder bei Gert noch bei mir eine Insel zum Rüberschlängeln vorfindet. Dafür kann Sebastian mit einem Inbegriff der Amesha-Engel und einem Fleischformer auftrumpfen, bekommt jedoch den einen von Gerts Rumpeltruppen umgenietet und den anderen von Stefan für Tot erklärt. Derweil kann Mario seinen Gekrümmten Wurm mit den Magierfeuer-Flügeln ausstatten und mit Angriffen gegen Sabine punkten.

Mit einer Stoßzahn-Feuerbestie knöpfe ich Stefan ein paar Lebenspunkte ab; der lässt seinen Totengräber den Harmonieremasuri wieder aus dem Friedhof holen, und kurz darauf betritt dieser erneut das Spielfeld. Sebastian präsentiert einen Todesmasken-Duplikant und hat mit einem Ekundugreif auch eine besonders "einprägsame" Karte im Friedhof. Seinen Angriff kann ich allerdings für eine Meinungsänderung nutzen, und schon ist der Gestaltwandler wieder fort. Mit einem Wolkenjagdadler lasse ich Marios Traum vom Fliegen platzen, um Sabine etwas Luft zu verschaffen. Ihre Lebenspunkte nähern sich nämlich so langsam dem roten Bereich, und das hätte sie ja eigentlich darauf bringen können, dass ebensogut ihr Karmesinroter Tempeldiener die Aura hätte entsorgen können. Mit einem Wandelwicht-Berserker beschütze ich meine Feuerbestie, und es macht mir gar nichts aus, dass der Angriff gleich schon wieder zum Ableben des Berserkers führt – nicht nur wegen der neuerlichen 4 Schadenspunkte, diesmal auf Sebastian, sondern auch, weil durch das Blocken auch Stefans Wurzelremasuri draufgeht und ich mich schon auf den Einsatz meiner Seelenvernichtung auf der Hand freue. Doch dann will Sebastian eine Ehrengarde der Koalition bringen, und ich gebe lieber dafür den Neutralisierer her.

Mit dem Sturmwind des Lichts gelingt es Axel doch tatsächlich, Gerts Diplomatische Immunität zu entsorgen – damit hätte wohl niemand gerechnet. Derweil verstärkt Mario seine Armee mit einem Tal-Rannet, und Sabine geht es weiter an den Kragen – leider bekomme ich auf der gegenüberliegenden Seite des großen Tisches nicht jedes Detail mit und kann dies daher nicht so ausführlich schildern. Näher liegt mir der Fallensteller aus Ballynock, der sich zu Sebastians Meisterhaftem Köder gesellt und einer Blendlichtgestalt und anderen Kreaturen zu einem schlagkräftigen Auftritt gegen Gert verhilft. In meine Richtung wäre das schwieriger geworden, da ich selbst einen Meisterhaften Köder habe, allerdings kommt bald ein Thrullküster von Stefan und dreht mir immer wieder daran herum. Für kurze Zeit freue ich mich über meinen Spiegelgolem, der in Axels Friedhof eine Artefaktkreatur findet und so vor gleich zwei Kartentypen geschützt ist – leider nicht vor Spontanzaubern, und so besiegelt Stefans Reliktenzerstörung auch gleich wieder sein Ende. Bei Axel taucht ein Qasal-Rudelmagier auf, der ebenfalls eine Bedrohung für Artefakte und Verzauberungen darstellt, zunächst aber für Edelmut-Druck im Angriff sorgt. Während Gert sich einer Liebkosung der Dryaden hingibt, satte 38 Lebenspunkte dazu erhält und damit alle Mühen von Sebastian verhöhnt, kann Mario endlich seinen finalen Angriff gegen Sabine führen. Sie scheidet nach einem langen Spiel als Erste aus, und Mario bekommt einen Siegpunkt.

Nun zeigt sich auch bei Stefan ein Qasal-Rudelmagier, allerdings passt die Edelmut nicht so ganz zu der Breite eines Remasuri-Decks. Dafür macht sich der Grüne Zorn schon besser. Mit einem Markmampfer bessert auch Axel sein Lebenspunktekonto auf, allerdings nur um vier Zähler. Während ich lange Zeit gegenüber meinen Nachbarn die Lufthoheit hatte und mit dem einen oder anderen Fliegerangriff punkten konnte, werde ich nun von den verschiedenen Tappern ausgebremst und gehe dann auch noch in Marios Falle mit den Bogenschützen der Femeref. Dabei läuft mir die Zeit davon, denn Sebastian hat eine Verschleiernde Sonderbarkeit ausgesetzt, die mir wie eine tickende Zeitbombe vorkommt, und dann präsentiert er mit dem Himmelsreisenden Rochen auch noch eine Bombe ganz anderer Art. Als es dann zum großen Knall kommt, bin ich um satte 12 Lebenspunkte ärmer, überlebe aber. Immerhin hat sich Sebastian dabei so verausgabt, dass nun Gert abstauben kann: Sein Angriff fügt Sebastian 10 Schaden zu, was mehr ist, als er verkraften kann. Er ist als Nächster draußen, und Gert heimst ebenfalls einen Siegpunkt ein.

Den Himmelsreisenden Rochen hatte man übrigens zuvor im ganzen Spiel noch nicht gesehen, und auch beim letzten Common Highlander tauchte er nicht auf. Und nach dem Wiedereinstieg hebt Sebastian auch noch die andere Lücke auf: Das Fusionselementar, vermutlich in den meisten Decks enthalten und doch ewig nicht gesehen, betritt die Bühne und bekommt einen Reiseumhang verpasst, den Stefan jedoch gleich wieder entsorgt, als er einen Knochenbrecherremasuri ins Spiel bringt, während ein Harmonieremasuri dort bereits ist. Ein letzter Schlagabtausch findet statt zwischen Gerts Kettenschleuderer und Sebastians Verborgenem Ermittler, wobei Letzterer das Nachsehen hat, anschließend jedoch von einem Meuchelnden Zombie gerächt wird. Die letzte nennenswerte Aktion ist ein Kuriosum: Axel hat doch tatsächlich eine Beerdigung des Verstands in seinem 200-Karten-Deck, und es gelingt ihm, immerhin 27 Karten von Sebastians 200-Karten-Deck in den Friedhof zu schaufeln. Ob das eine sinnvolle Strategie für "Common Highlander" ist, darf bezweifelt werden. Tatsache ist aber, dass die Spielrunde für heute bereits im Begriff ist, sich aufzulösen, also beenden wir das lange und ausgesprochen ausgewogene Spiel und stellen fest: Es gab nur zwei Spieler, die rausgeflogen sind, und zwei andere Spieler, die sich dafür jeweils einen Siegpunkt gutschreiben konnten. Mario und Gert dürfen sich somit als Sieger des Abends fühlen.


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