derzeit online: 10 Besucher und keine registrierten Benutzer
URL für diesen Beitrag

Spielbericht vom 30.06.2010

von Mario Haßler, 01.07.2010 - 23:56 – Spielbericht · Multiplayer

Erstes Spiel: "Uhrzeiger-Magic" (3 Spieler)

Heiß ist's an diesem letzten Tag im Juli. Sebastian, Stefan und ich beginnen diesen Magic-Abend mit einer kleinen Runde "Uhrzeiger-Magic". Ich habe mein grün-schwarzes Geister/Arkan-Deck "Koyaanisqatsi" gewählt und beginne recht zuversichtlich mit zwei Wurzelfallen-Kamis, einem Hana-Kami, der Ältesten Föhre Jukais und einem Dieb der Hoffnung, während Stefan an einer hochkomplexen Manabasis herumschraubt, die alle möglichen Farben zur Verfügung stellt. Das ist zugleich mein Pech, denn so wirken sich die Vampire und weitere unangenehme Sprüche aus Sebastians Deck "Spitze Zähne", namentlich der Torwächter von Malakir, die Verluste im Moor und das Blutfest, einzig bei mir aus. Erst als es so gut wie alle meine Kreaturen zerlegt hat, finden bei Stefan die Küchenhutzel und ein Grübelschlängler ins Spiel, und danach bereinigt eine Feuerfontäne ohnehin den Tisch von sämtlichen Kreaturen – lediglich die Küchenhutzel bleiben beharrlich.

Ein Rhox-Kriegsmönch betritt bei Stefan das fast leere Feld, bei mir kommt ein Budokaschüler, und zu meinem Glück kümmert sich der nächste Torwächter bei Sebastian um Stefans Minitruppe. Doch auch dieses Glück währt nur kurz, denn jetzt fegt Stefan mit einem Nüchternen Befehl den Tisch leer. Also erneuter Spielaufbau: Improvisiertes Mannequin auf Grübelschlängler bei Stefan, Bluthexe aus Malakir (als einziger Vampir) bei Sebastian und Messermaul-Oni bei mir. Der greift Stefan an und wird von einem plötzlich aufblitzenden Wolkendrescher böse überrascht.

Während Sebastian mit seinem Sorin Markov langsam meine Lebenspunkte absaugt, wirkt sich sein Bluttribut auf Stefan drastischer aus. Doch Stefan geht weiter mit Bedacht voran. Seine volle Hand und die vielen Nicht-Standardländer erfordern es, dass jeder Schritt gut überlegt sein will, was ich mit der Aufforderung belege, das Spiel doch nicht so in die Länge zu ziehen – zumal mittlerweile auch Axel, Gert und Siegfried eingetroffen sind und auf den Start des nächsten Spiels warten. Insofern ist es nur konsequent, dass Stefans Wolkendrescher mich als Ersten ausschaltet. Danach wendet sich Stefan Sebastian zu, und er wird unterstützt von einem Archon der Gerechtigkeit und einem Grausamen Ultimatum. Das Endspiel involviert wieder die ein Improvisiertes Mannequin sowie die Küchenhutzel, die per Flimmerwisch von ihrer –1/–1-Marke befreit werden, und am Schluss kommt ein zweiter Wolkendrescher dazu. Wäre gar nicht nötig gewesen, da Sebastian im Grunde keine Gegenwehr mehr aufbauen konnte. Klarer Sieg für Stefan.

Zweites Spiel: "Emperor"

Nun also wird "Emperor" gezockt. Außerdem packen wir einen Stapel Weltenkarten in die Tischmitte. Bevor die erste Welt bekannt gegeben wird, werden die Rollen verteilt – auf der einen Seite Axel als Kaiser mit den Generälen Stefan und Siegfried, Gert als Kaiser der anderen Seite mit Sebastian und mir als Generäle – und die Decks gewählt.Dann geht's los, und zwar auf der Insel Vesuva. Siegfried baut dort früh Mishras Fabrik und postiert ein zwei Gezacktes Biskelions, Axel lässt einen zwei Trauernde Zombies über das Eiland schlurfen, und Stefan fängt einen zwei Gabelschweif-Mikos ein. Dem gegenüber bringt Sebastian einen zwei Bannerträger des Steinbachs aus seinem thematisch zur Welt passenden Deck "Ein Tag (i/a)m Meer" in Stellung, während mein Kaiser und ich uns erst einmal zurückhalten. Nebenher wird fleißig der Weltenwürfel geworfen, und Axel gelingt dann der Umzug nach Bant, wo sich die eine oder andere Kreatur eine Göttlichkeitsmarke holt. Sebastian kann zwei Herrscher von Atlantis verpflichten, Gert beschwört einen Nest-Eindringling, und ich schaue besorgt auf Axels Schlammsuhlen-Druiden, der mein Prismatisches Omen schon allein deshalb ins Visier genommen hat, weil es die einzige Verzauberung im Spiel ist – aber auch, weil Stefan mein Deck "Das Letzte Gefecht" schon kennt und die anderen vor dem warnt, was da kommt.

Und es kommt: Mit dem Letzten Gefecht lasse ich die Lebenspunkte von Kaiser Axel um 12 Zähler nach unten und meine ebenso viel nach oben schnellen, außerdem bringe ich sechs Saprolinge ins Spiel, suche mir von meinen Handkarten und den nächsten sechs Karten meiner Bibliothek die besten raus und füge Stefans Gabelschweif-Miko tödlichen Schaden zu. Ja, Stefans Gabelschweif-Miko, und nicht etwa Axels Schlammsuhlen-Druiden – schlicht ein dummer Spielfehler meinerseits. Der rächt sich natürlich, sobald Axel dran kommt, und schon kann ich mich wieder von meinem Prismatischen Omen verabschieden. Zu allem Überfluss verlagert Stefan das Geschehen in die Sommerfelder, und das bedeutet, dass die Lebenspunkte aller Spieler nach und nach wieder nach oben gehen. Siegfried bringt mit Jhoiras Werkzeugkäfer einen regenerierbaren potenziellen Blocker ins Spiel, sorgt mit einer Energiekammer für Markennachschub und macht dann Sebastian mit einem Gespenstischen Gefängnis den Angriff schwer. Ich schicke meine Saprolinge gegen Stefan in den Kampf, bis dieser die Spielsteine mit einem Feuerball wegbrutzelt. Abermals wird weltengewandert, und es geht in Das Heiligtum von Serra. Nach meinem Dafürhalten wollen wir so schnell wie möglich wieder fort von dort, denn für mein Deck sind bleibende Karten entbehrlich, ich möchte aber nicht, dass Axels Lebenspunkte wieder aufgefrischt werden. Sebastian sieht das mit seinem Meervolk-Deck freilich anders, und so verzichte ich auf den Würfelversuch – und prompt kommt es wie befürchtet: Axel würfelt {chaos} und wird wieder auf 20 Lebenspunkte gesetzt.

Dann aber geht es mit Siegfried weiter zu den Teichen der Entstehung, wobei zuvor allerhand zerstört wird – es sei denn, es befindet sich außerhalb von Siegfrieds Reichweite in meinem Feld und/oder hat eine Göttlichkeitsmarke auf dem Haupt. In der neuen Welt bricht gleich zweimal das Chaos aus, einmal darf Stefan die Geschehnisse im Panopticon, im Unterstadt-Viertel und in Agyrem für sich nutzen, ein anderes Mal erhält Gert die Vorteile aus dem Rabenrevier sowie aus Velis Vel und Krosa – allesamt nicht wirklich prickelnd, bis auf die Extrakarte und die –1/–1-Marken. Dann führt uns der Weg über Himmelsbräun und Minamo nach Naya, wo Gert mithilfe der Handschrift der Sonnen zuerst Emrakul, die zerfetzten Zeitalter und im darauf folgenden Extrazug Ulamogs Schläger beschwören kann. Diese spielen jedoch keine wesentliche Rolle mehr, denn Gerts anschließender Weltenwanderversuch gelingt und bringt uns nach Otaria – und das ist schließlich wie gemacht für mein Letztes Gefecht im Friedhof. Ein weiteres ziehe ich nach, und mit zehn Ländern haben diese Hexereien auch das nötige Potenzial, um Kaiser Axel den Garaus zu machen. Gert, Sebastian und ich gewinnen das Spiel.

Drittes Spiel: "Emperor"

Wir bleiben bei "Emperor" und den Weltenkarten, losen jedoch die Rollen neu aus und starten das Weltendeck neu. Wieder sind Gert und Axel die Kaiser, nur hat diesmal jeder die Generäle des anderen an seinen Seiten. Wir beginnen in den Äther-Abzugsschächten, aber Axel bringt uns schnell nach Otaria. Bei Sebastian zeigt sich ein Baumflüsterer aus Joraga, ich beginne mit meinem frisch überarbeiteten Deck "Gob Slowhand" mit Goblinscherge, Blutzeichen-Mentor und Goblin-Kriegshäuptling. Kaiser Gert hat Kozileks Jäger mitsamt Begleitpersonal in Stellung gebracht, sein General Stefan wartet mit einer Sonnenbadenden Wurzeleidechse und dem Wunder auf. Letzteres gibt sich nur zu gerne beim Blocken her, aber ich lasse die Flugträume von Stefans Kreaturen zumindest vorübergehend mit einer Plünderung auf die einzige Insel platzen. Derweil hat uns Siegfried durch Die dunkle Baronie in Die Wildnis von Eloren geleitet, wo alle Spieler im Manaüberfluss schwelgen. Gert nutzt dies für einen Brutaufseher, Axel schnappt sich einen Feuerzahn-Puma, Sebastian verpflichtet Emrakuls Amme, ich starte eine Großoffensive und Stefan lässt Das Toben des Wurms erschallen. Lediglich Siegfried hat mit nur zwei Ländern im Spiel nichts von der Manavermehrung. Aber als Sebastian Emrakuls Amme mit Zwillingsspreißeln verzaubern will, attestiert Siegfried ihm Fehlende Bestimmtheit; dies will Axel mit einem Streuungsschild kontern, doch hierfür verlangt Siegfried ein Manazehnt, und so ist auch dies vereitelt.

Während es zwischen Stefan und mir zu einem Kräftemessen kommt – hier: viele kleine Goblins, dort: ein fetter Wurm, der mittlerweile fliegen kann – wird auf der anderen Seite nur einseitig aufgerüstet, und zwar durch Sebastian: Die Wachstumskrämpfe lassen die Eldrazi-Ausgeburten-Population auf 4 ansteigen, zwei Brutaufseher sorgen für Schlagkraft. Dazwischen zieht Axel mit einem Wissensschwall satte sechs Karten. Wir befinden uns mittlerweile im Glimmerleere-Becken, und zwischen Stefan und mir ist das kleine Finale zum Greifen nahe. Ich muss gut kalkulieren, in welcher Reihenfolge ich angreife, den Schlachthornisten aufdecke und einen Anschlag der Goblins verübe – und diese Bedenkzeit lässt Stefan als kleine Revanche zum ersten Spiel natürlich nicht unkommentiert. Wie ich es auch drehe und wende, Stefan überlebt mit 1 Lebenspunkt, während der Anschlag der Goblins dank dem Glimmerleere-Becken einem Selbstmordanschlag gefährlich nahe kam. Nun steht es nicht mehr in meiner Macht, das Spiel zu beeinflussen, aber dafür habe ich ja Kaiser Axel. Ihm gelingt es, das Spielgeschehen auf Die Insel Vesuva zu verlagern, was letztlich zweitrangig ist, Hauptsache weg vom Glimmerleere-Becken. Denn nun kann Axel Stefan ganz uncharmant Verkoken und damit den ersten General ausschalten. Dann kommt Sebastian darn und bläst zum letzten Angriff gegen einen Siegfried, der sich nicht wirklich gewehrt hat, und so ist der zweite General dahin. Kaiser Gert steht nun ohne Unterstützung da und gibt auf. Das Spiel geht an Axel, Sebastian und mich.

Viertes Spiel: "Pentagramm"

Axel klinkt sich nun aus, der Rest spielt "Pentagramm", ohne die Weltenkarten. Stefan hat erst einen, dann zwei, dann drei, dann vier Baumhirten-Vorboten am Start, dazwischen zeigen sich eine Edle Hierarchin, Doran, der Belagerungsturm und eine Ohranviper. Ihm gegenüber sitzt Sebstian, der mit einer Unnatürlichen Auslese eine gute Basis für seinen Untoten-Vernichter geschaffen hat, diesen aber lieber zum Blocken nimmt und Doran kurz darauf mit einem Vergessenheitsring verbannt. Mein Deck "Markenware" hat mit einem Kernanzapfer und einem Immervollen Kelch einen sauberen Start, und nachdem ich die Zeit der Verdopplung gelegt habe, fungieren meine beiden Stromleiter ebenfalls als kleine Markenvermehrer. Siegfried wirkt einen Äther-Passat und schickt meinen Immervollen Kelch auf die Hand zurück, um ihn zu leeren, doch kaum ist er wieder im Spiel, ist er schnell wieder aufgefüllt, um einem Triskelion zu einem Auftritt zu verhelfen. Das wäre ein voller Erfolg, hätte Sebastian nicht den Spiegel der Seele zur Hand, mit dem er dank der Unnatürlichen Auslese meine Artefaktkreatur eliminiert.

Gert hat derweil eine ganz eigene Strategie entworfen, und die lautet: Himmelsritter-Legionär ins Spiel bringen, Stefan angreifen. Kosmische Larve ins Spiel bringen und ihr Länder zum Futtern geben, Stefan angreifen. Und so muss dieser einen frischen Doran als Notblocker hergeben, aber immerhin hat er auch noch ein Naturalisieren für den Spiegel der Seele übrig. Das war dann aber auch Stefans letzte Aktion, denn Gert richtet Yamabushis Flamme auf ihn, und er ist dahin. Nun kommt Siegfried mehr und mehr in Fahrt. Hatte er bislang mit seinem Wendholzwaldbasilisk vor allem auf Abschreckung gebaut, kurbelt er mit dem Orakel von Mul Daya den Ländernachschub an, welcher seinen Gebietstreuen Baloth mitsamt Abenteurer-Ausstattung rasch auf 16/16 anwachsen lässt. Ein Angriff bei Gert, und Gert ist tot. Damit sind nur noch Sebastian, Siegfried und ich als deren gemeinsamer Feind im Spiel. Um böse Überraschungen zu vermeiden, entwedet Sebastian mit dem Gruppenzwang eine Kreatur von Siegfried, aber letztlich richten beide ihre Angriffe gegen mich. Da nützen mir die angesammelten Unmengen an Ladungsmarken nichts – auch ich bin erledigt. Den Sieg teilen sich Sebastian und Siegfried.

Fünftes Spiel: "2 gegen 2"

Nachdem sich Siegfried verabschiedet hat, spielen wir zum Abschluss des Abends "2 gegen 2" mit gemeinsamen Lebenspunkten und der Option Teamblock, Sebastian und Stefan gegen Gert und mich. Sebastian lässt mit dem Horst der Seelenfänger durchblicken, dass er sein Deck "Federn lassen" gewählt hat. Stefan beginnt mit einem Brombeerholz-Vorbild, das ich Terminiere. Gert präsentiert ein Rubinmedaillon, das einem Viashino-Ketzer und einem -Schlitzer zum Auftritt verhilft, aber die gefürchteten Viashino-Aggressoren bleiben aus. Dafür kann er ein Geisterfeuer gegen Stefans Ritter des Reliquienschreins einsetzen, als dieser noch eine Widerstandskraft von 3 hat. Pech für uns: Die Zusatzkosten einer Scherbensalve verhelfen Stefan zu einem weiteren Land im Friedhof und damit zu einer Aufwertung des Reliquienschrein-Ritters, der den Direktschaden überlebt und in der nächsten Runde mit einem Loxodon-Kriegshammer ausgerüstet angreift. Nur gut, dass Gert nun den Stein des Sanftmuts entdeckt, der dafür sorgt, dass der fette Ritter getappt bleibt.

Bei Sebastian haben schon zwei Vögel Federn lassen müssen, und so ist sein Seelenfänger auch Horst-bedingt ebenfalls zu stark, um unter dem Stein des Sanftmuts wieder zu enttappen. Das gibt uns eine Atempause, die ich allerdings zu wenig mehr nutze als kleine Sticheleien mit dem Scharfkiemen-Jäger. Zu sehr haben mich bei meinem Deck "Improvisierende Waffenschmiede" getappt ins Spiel kommende Länder und Länder, die andere Länder wieder auf die Hand schicken, in der Entfaltung gebremst. Zwar kann ich Stefans Würmerernte, die nach einem Landschaftswechsel viel Material im Friedhof gefunden hätte, mit Eingerollten Worten aufhalten, aber das ist bekanntermaßen nicht von Dauer. Nun gelingt es Stefan auch noch, den Stein des Sanftmuts zu Naturalisieren, aber zum Glück kann Gert unter Auferbietung all seines Manas ein Schüren des Feuers für Stefans Ritter des Reliquienschreins tödlich enden lassen. Außerdem räumt eine Flammenwelle ein wenig bei Sebastian auf. Für potenzielle Angreifer habe ich zwar endlich eine Nebelbank errichten können, und mit dem Quecksilberdolch habe ich im Grunde auch für einen besseren Kartennachschub gesorgt, aber das nützt nichts gegen übergroße Trampler. Und Stefans frischer Ritter des Reliquienschreins gehört mit 16/16 plus Loxodon-Kriegshammer ganz sicher zu dieser Kategorie. Auch hier hat der Landschaftswechsel geholfen, und so ist der nächste Angriff zugleich der letzte. Klarer Sieg für Sebastian und Stefan, und damit ist der Abend zu Ende.



2 Kommentare

#1ShadowXD   kommentiert:  02.07.2010 - 11:26 Uhr

Mal wieder ein guter Bericht, auch wenn ich glaube das du in Zeile eins einen kleinen Fehler gemacht hast. Es müsste nämlich "Juni" statt "Juli" heißen.;-)

#2blither   kommentiert:  07.07.2010 - 10:41 Uhr

Es ist immer wieder schön eure Spielberichte zu lesen! Da bekommt man echt Lust mitzuspielen! Viel Spass weiterhin!

VG
blither


Es können keine weiteren Kommentare mehr abgegeben werden.
(Die Kommentarmöglichkeit ist abgelaufen.)

zurück zur Lese-Ecken-Übersicht
 / zurück zur Startseite
Werbung Cardmarket - Europas größter Online-Marktplatz für Magic-Karten!