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Intervention -1-

von Dein Name, 10.04.2011 - 16:18 – Fiktion

7894. Sternenzug, alte Zeitrechnung
Kubogu - südlicher Dschungel - Frühling


Als Bogol erwachte war er allein. "Hallo?", niemand antwortete. Er stand auf, zog sich seine einfachen Hosen an und trat vor die Tür. Nicht das es eine echte Tür war, lediglich ein Fell von einem Gruoluk war vor den Ausgang der Lehmhütte gespannt, welches man zur Seite schieben konnte. Das Dorf war verlassen, alles war still. "HALLOOOOO!", diesesmal brüllte er vor Angst, "IST DA WER? BITTE ANTWORTET!" Aber niemand antwortete. Bogol ging zum Dorfplatz, doch auch dieser war verlassen, er stürmte in Hütten aber er entdeckte niemanden. Verzweifelt ließ er sich an der Statue des großen Otawungo, des Schutzgottes seines Dorfes nieder. Er blickte zu dem grässlichen Schlangenkopf des Gottes hoch und rief , "Warum hast du alle Menschen verschlungen? Wir haben dir nichts getan!" Jedenfalls nahm Bogol das an. Das nächste Opfer, damit Otawungo ihr Dorf weiterhin schützte, stand erst in drei Nebeljahren an und das letzte war außerordendlich gut verlaufen. Bogol konnte sich noch gut daran erinnern, war es ja erst drei Mondzüge her. Der Schamane hatte die drei kleinen Mädchen zum Opferaltar geführt, ihnen Knebel angelegt und ihre Hände und Füße abgetrennt. Danach schnitt er ihnen die Ohren und die Nasen ab und hatte sie zusammen mit den Händen und Füßen in das Feuer, welches hinter dem Altar in einer großen Schale loderte, geworfen. Den inzwischen fast verbluteten Mädchen wurden jetzt die Bauchhöhlen aufgeschnitten, die Innereinen entfernt und diese wurden ebenfalls verbrannt. Als letztes wurden die Schädel geöffnet, die Gehirne entfernt und ins Feuer geworfen. Die nun leeren Körper wurden entbeint und die Häute an die umstehenden Bäume genagelt. Danach wurde ausgiebig gefeiert und zu guter letzt wurden die Knochen ebenfalls verbrannt. Bogol liebte diese Rituale, auch wenn er erst zwei beigewohnt hatte. Dass sich nun Otawungo von ihnen abgewandt hatte und den Rest des Dorfes verschlungen hatte konnte er sich jedoch nicht erklären. "Wo sind nur alle hin?" Trotz seiner zwölf Nebeljahre fing er an zu weinen. "Wo? Wo?" stammelte er die ganze Zeit. "Jedenfalls nicht hier." Erschrocken sprang Bogol auf und drehte sich um, "Wer hat da gesagt! Zeig dich!" "Hier oben." Bogol legte den Kopf in den Nacken. Oben auf dem Kopf der Statue saß eine Katze, eine große Weiße Katze! "Wer... wer bist du?" "Mein Name ist Ajani und du solltest so schnell wie möglich hier heraufkommen, wir bekommen Besuch!" Noch während die Katze sprach ertönte vom südlichen Ende des Dorfes ein lautes Brüllen.

Erschrocken wandte Bogol sich um, "Was war das?" "Keine Zeit für Erklärungen, wenn dir dein Leben lieb ist, dann komm hier rauf!" Bogol beeilte sich und kletterte auf die Statue. "Aber, aber das ist Ketzerei! Niemand darf die Statue des Otawungo berühren!" "Rede nicht Junge, alles ist in Ordnung, bleib nur hier oben!" und damit sprang Ajani auf den Boden. Erst jetzt merkte Bogol, dass Ajani auf zwei Beinen stand und auch Kleidung trug, ja sogar Waffen! Wo gab es schon so etwas? Jedenfalls nicht im Dschungel. Bogol machte den Mund auf, um etwas zu fragen doch da erschien es. Ein riesiges Insektenähnliches Tier. Es hatte acht Beine, lief aber nur auf sechs, das vorderste Beinpaar war zu Sensen ausgebildet. Es hatte eine unnatürlich Lange Zunge, welche ständig züngelte. Es war langestreckt und schuppig wie eine Schlange. Moment, schuppig? Alle Geschöpfe Otawungos waren geschuppt! Dies war ein heiliges Tier! "Ajani! Kämpfe nicht! Dies ist ein heiliges Wesen!" "Heilig, pah!", Ajani lachte trocken, "dies ist ein Ungeheuer, welches ich schon seit Tagen verfolge!" Nun hatte das Monster Ajani entdeckt, es knurrte und machte sich bereit zum Sprung. Plötzlich stand Ajani neben dem Monster und hatte eine Waffe, einen Stab, an dessen oberen Ende eine Art Axtkopf befestigt war. Noch während das Wesen sprang kletterte Ajani flink auf dessen Rücken und rammte seine Waffe in die Schuppige Haut. Das Monster verlor das Gleichgewicht, doch noch war es nicht geschlagen! Es bäumte sich auf, doch Ajani hielt stand und mit einem mächtigen Hieb, bei dem der Aktkopf rot erglomm, trennte er ihm ein Bein ab. Das Wesen strauchelte und Ajani schlug das zweite Bein ab. Dann noch eines und noch eines. Da! Es knickte ein. Sofort war Ajani zur stelle und er rammte dem Wesen seine Waffen in den Kopf. Was für ein Kampf! Bogol kam von der Statue herunter. "Was war das?" "Das mein Junge ist eine Inkarnation, sie kommen von weit her, dort nennt man sie Grauen. " "Und wie kam es hierher?" "Genau das versuche ich herauszufinden, deshalb bin ich hier, du kannst von Glück reden, dass ich gerade jetzt kam und dich vor dem Biest gerettet habe." "Da-danke, aber ein Otawungo geheiligtes Wesen hätte mich nicht getötet!" "Ich glaube das Grauen ist Schuld daran, dass dein Dorf leer ist." Das leere Dorf. Bogol sah sich um. Sollte der Fremde recht haben?

7894. Sternenzug, alte Zeitrechnung
Tse-Lonira - Gesegnete Nation (Westlicher Dschungel) - Frühling


Der König schwieg. Angsterfüllt blickte der Bote zu seinem Herrscher auf. König Andro war dafür bekannt, dass er die Überbringer von schlechten Nachrichten bestrafte und die Nachricht, die Orinen eben vorgetragen hatte war alles andere als gut. "Spreche er, die komplette Stadt ist vernichtet?" der König erhob sich von seinem Thron. "Ja eure Hoheit, mitten in der Nacht wurden wir von diesem Ding überfallen. Bevor wir eine Verteidigungslinie aufbauen konnten wütete es schon im Stadtzentrum." "Und der Perfekte?", die Züge des Königs nahmen einen traurigen Ausdruck an. "Ist er wirklich tot?" "Ja eure Hoheit, er wurde von dem Ding verschlungen als er sich im entgegenstellte. Genauso wie alle Auserlesenen Meraklions." Der König stampfte auf, die Holzbohle zerbarst unter seinem Huf. "Verdammte Oona! Schicke er sofort nach Deronir und seiner Meute, sie sollen nach Meraklion reisen und dieses Monster vernichten, im Namen der Nation!" "Sofort eure Majestät!", der Bote sprang auf und beeilte sich aus dem Thronsaal zu kommen, bevor es der König sich noch anderes überlegte. Natürlich mit entsprechendem Respekt. Als er draußen war atmete er auf und machte sich auf dem Weg zum Haus der Krieger um Deronior zu suchen. Während er so durch Tse-Lonira lief dachte er über die Worte des Königs nach. Oona? Wer war das nun wieder und vorallem, was hat sie mit dem Angriff auf Meraklion zu tun?

Als er im Haus der Krieger ankam versperrten im fünf Jäger den Weg, doch als sie erkannten, dass er ein Makelloser war ließen sie ihn passieren. "Wo finde ich den Tearcenn?" "Der Tearcenn trainiert gerade im Innenhof mit seinen Dean. Kommt später wieder." Zornig senkte Orinen den Kopf, "Ich komme im Auftrag des Königs, er wünscht den Tearcenn augenblicklich in innerpolitische Angelegenheiten eingewiht und ihr solltet mich nicht aufhalten!" Orinens Hörner zeigten bedrohlich auf den Jäger der eben gesprochen hatte. "So beruhigt euch doch, wir werden den Tearcenn von eurer Anwesenheit unterrichten." Und damit machte der Jäger auf dem Absatz kehrt und eilte ins Innere des Gebäudes. Nach nicht einmal zehn Minuten war er wieder da. "Der Tearcenn wird euch nun empfangen, folgt mir." Noch während sie durch das riesige Gebäude schritten musste Orinen sich unweigerlich fragen, wo er da hineingeraten war.
Die Tür war wunderschön, über und über mit Schnitzereien von den Taten Deronirs überseht. Und da es sich um elfische Kunst handelte hatte man das Gefühl das die Bilder leben würden. Der Jäger klopfte und ein "Trete er ein!" erschall. Dann mal los. Das Arbeitszimmer des Tearcenn war luxuriös eingerichtet, und die Wand hinter dem Schreibtisch des Auserlesen war offen, sodass man auf den Übungsplatz schauen konnte.
"Der Jäger erzählte er habe eine Nachricht des Königs?" Deronior zog eine Braue hoch. Wie lange man wohl üben musste um das so perfekt zu beherrschen? "Ja mein Tearcenn." "Sodann, rede er." "Es gab einen Angriff auf Meraklion, der Perfekte und alle Auserlesenen sind tot. Ein insektenhaftes Monster griff uns in der Nacht an und durchbrach die Stadtmauer." Der Tearcenn schwieg einige Zeit. "Und was verlangt der König?" "Der König schickte mich euch zu unterrichten, dass er euch und eure Meuten nach Meraklion schickt um das Ungeheuer zu vernichten." "Dann sei es so, er ist entlassen." Und damit widmete er sich den Papieren auf seinem Schreibtisch. Was sollte er jetzt tun? Seine Familie war tot, seine Heimatstadt zerstört. Doch immerhin war er ein Dean gewesen und als solcher wollte er auch gegen das Monster kämpfen. "Entschuldigt euer Hochwohlgeboren, aber ich würde mich gerne in eure Dienste als Dean stellen." Deronior erhob sich. Verdammt, er war zu forsch gewesen." "Mutig ist er, wenn er es wagt einen Auserlesenen ungefragt bei der Arbeit zu stören, doch sein guter Ruf eilt im voraus. Nun erhebe er sich, Orinen, Dean der Smaragdmeute." Orinen konnte sein Glück kaum fassen.

Wenn es euch gefällt werde ich die Geschichte natürlich fortsetzen ;-)



6 Kommentare

#1ShadowXD   kommentiert:  10.04.2011 - 16:43 Uhr

Gefällt mir{+}
Auch wenn das Opferritual wohl ein "bisschen" hart ist, oder? Kann es sein das es sich bei Bogol um einen Goblin handelt? Ist im Text nicht rausgekommen.

#2Dein Name    Online-Magic Skype kommentiert:  10.04.2011 - 16:49 Uhr

Danke erstmal und ja, Bogol soll ein Goblin sein.

#3Jashin   ICQ kommentiert:  10.04.2011 - 17:31 Uhr

Ein paar mehr Absätze wären schön gewesen...

#4Seoman   kommentiert:  11.04.2011 - 19:41 Uhr

Die Geschichte is klasse und die elfische Rangordnung wird sehr schön beschriebn. Gerne mehr{+}

#5Dein Name    Online-Magic Skype kommentiert:  11.04.2011 - 21:31 Uhr

@Jashin
Hättest du lieber eine längere Geschichte gehabt, oder einfach Absätze in den Text, um das lesen zu erleichtern?

@Seoman
Danke :-P Und es wird auch noch mehr folgen, verprochen ;-)

#6Jashin   ICQ kommentiert:  11.04.2011 - 21:37 Uhr

Mehr Absätze = mehr Übersicht.


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