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Spielbericht vom 20.04.2011 – Osterabend

von Mario Haßler, 27.04.2011 - 17:50 – Spielbericht · Multiplayer

Erstes Spiel: "Emperor"

Zum heutigen Osterabend mit fünffarbigen Decks treffen wir uns schon ganz früh, und los geht's zu sechst mit "Emperor". Sabine wird Kaiserin und erhält Sven und Mario als Generäle zugeteilt, ich bin der Kaiser der Gegenseite und weiß Gert und Kirsten an meinen Seiten. Kirsten hat mit Artefaktländern wie Uralte Höhle und Gruft des Geflüsters ihren Geätzten Champion vor allen Farben geschützt und stürzt sich auf Sven, der mit einem Knurrer-Rudel dagegenhält, von Kirstens Lumengrid-Sceada aber wieder ausgebremst wird. An der anderen Flanke hat Mario mit zwei Wilden Nacatln einen offensiven Start und bringt Gert in Bedrängnis, der mit einem Stachelremasuri und einem Virulenten Remasuri zwar prinzipiell ein starkes Volk gewählt hat, das sich aber nicht so recht entfalten mag. Ich helfe mit einem Avior-Pionier und einem Matca-Anfeuerer aus, die sich dank meines Prismatischen Omens voll entfalten.

Sabine hat, ganz in der Tradition von Axel, drei Decks zusammengeworfen, um ein sehr großes, fünffarbiges Deck zu erhalten. Ihr Lehmbewohner muss entsprechend lange auf einen arkanen oder Geistzauber warten. Kirsten hat unterdessen ihre Armee ausgebaut, und mittlerweile schlagen auch noch Ghalmas Wächter und eine Turmhohe Schlange auf Sven ein. Dessen Verteidigung besteht nur noch aus einem Echsen-Jagdrudel, und so ist er bald bezwungen. Nicht viel später ist auch Gert dahin, der noch einen Brütenden Remasuri aufgestellt hat, und in einem gemeinsamen Block versuchen die Remasuris, wenigstens Marios Wolliges Thoktar mit in den Tod zu reißen, doch hier funkt Sabine mit einer Verhammelung und dem Amulett der Piraterie dazwischen. Trotzdem bin ich zufrieden, weil mein Deck "Das Letzte Gefecht" genug Zeit hatte, seine Schlüsselkarte zu finden. Und so freue ich mich, dass Mario sein Naturalisieren auf Kirstens Verrostetes Relikt lenkt und nicht auf mein Prismatisches Omen, sodass mein Letztes Gefecht voll reinhaut. Dabei rutscht das Lebenspunktekonto der gegnerischen Kaiserin um 12 Zähler nach unten, und Kirstens folgender Angriff tut ein Übriges. Sabine ist damit zwar noch nicht bezwungen, aber sie sieht keine Chance mehr und gibt auf. Zu Recht, kann ich sagen, denn das nächste, dann wohl Allerletzte Gefecht wartete schon auf meiner Hand auf seinen Einsatz. Sieg also für Kirsten, Gert und mich.

Zweites Spiel: "Verräter" (7 Spieler)

In der Zwischenzeit ist auch Sebastian eingetroffen, der früher da gewesen wäre, wenn er einen Parkplatz in der Nähe gefunden hätte. So vergrößert er die Runde eben jetzt auf sieben Spieler, und wir wechseln zu "Verräter". Sebastian darf auch gleich den Fürsten mimen, der sich mit den Paradiesvögeln erst einmal um die Absicherung seiner Manabasis kümmert. Mario tut es ihm mit einer Armillarsphäre nach, und Sabine bringt aus ähnlichen Gründen einen Blütenmähnen-Baku in Stellung. Gert bringt eine Kapsel des Kuriers ins Spiel, ich erfülle mit einem einzigen Kurier zwischen den Gilden bereits die Fünffarbigkeit und gebe mich in der vierten Runde als einer der Verräter zu erkennen, um Svens Wilden Wirbelwind abzuwenden, der unter anderem Sebastians Jaya Ballard, Magier für alle Fälle abgeräumt hätte. Als Mario anschließend seinen Matca-Anfeuerer ins Spiel bringt, ruft das Kirsten auf den Plan, allerdings hat das nichts mit ihrem Elite-Geschwader der Azorius zu tun, sondern mit den Spezialkarten, die wir für ein kleines Spiel neben dem Spiel benutzen. Auf diesen stehen Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit der Spieler, der dies zuerst bemerkt, einen Preis einheimst. Aktuell geht es darum, dass Kreaturen mit einer Gesamtstärke von 20 oder mehr im Spiel sind, und Kirsten hat dies richtig beobachtet und gewinnt einen der Schoko-Osterhasen, die Gert gestiftet hat.

Zurück zum eigentlichen Spiel. Ich kenne nun Sven als einen der Gegner und lenke die Angriffe meines Kuriers auf ihn, nachdem ich ihn mit dem Segen der Nephilim versehen habe. Da Sven keine Verteidigung aufbauen kann, ist sein Schicksal bald besiegelt. Gert hat einen Himmelsreisenden Rochen verpflichten können, den er in seiner Energiekammer weiter stärkt. Kirsten präsentiert einen Kriecher aus Kederekt und stellt meinen Kurier zwischen den Gilden an den Pranger der Schlaflosen. Das veranlasst Mario, die Angriffe seines Drachenseelen-Ritters mit voller Farbunterstützung auf Kirsten zu lenken, und so sind die Fronten alle klar. Zwischendurch heimst Kirsten den nächsten Osterhasen ein, als von jeder Farbe mindestens eine Karte in den Friedhöfen zu finden ist. Doch viel mehr kann sie nicht ausrichten, denn ihr Wolliges Thoktar kann den fliegenden Drachen nicht aufhalten, und so ist auch sie bald tot. Das erlöst meinen Kurier von dem Pranger, aber Sabine kann die bunte Kreatur schließlich mit Abnutzen entsorgen.

Fürst Sebastian setzt auf Spruchwandler wie die Trickreiche Magierin, stürzt sich aber auch handfest ins Gemenge mit fetten Viechern wie dem Göttervater, der weitere fette Viecher produziert. Ziel der Angriffe ist Gert, der dem Druck nicht gewachsen ist und als Dritter ausscheidet. Von den Bauern ist somit nur noch Sabine übrig, und hier genügt ein einziger Angriff mit meinem Restekorb, den ich fünffarbig mache, mit der Macht der Nephilim verstärke und dem ich mithilfe von Sonnenheim, Festung der Legion Doppelschlag verleihe. Das bringt Sabines Lebenspunkte ins Minus und uns den Sieg: Das Spiel geht an Fürst Sebastian, Mario und mich.

Drittes Spiel: "Verräter" (7 Spieler)

In diesem Spiel bin ich der Fürst, was mir die Gelegenheit gibt, meinen "Remasuri-Auflauf" mal wieder zum Einsatz zu bringen. Und das gelingt mit einem Metallischen und einem Geflügeltem Remasuri sowie einem Gemmenhaut- und einem Muskelremasuri auch ausgesprochen gut. Wie im Spiel davor kümmern sich die übrigen Spieler aber vor allem um den Ausbau ihrer Manabasis, sodass ich keinen Anhaltspunkt erhalte, wohin ich meine Angriffe richten könnte. Derweil erkennt Kirsten, dass von jedem Standardland mindestens eins im Spiel ist, und sahnt einen weiteren Osterhasen ab. Sebastian hat ein Prismatisches Omen im Spiel, Gert einen Nebelader-Grenzstein, und Sven befördert mittels Lebendig begraben Bladewing den Auferstandenen, Teneb den Schnitter und den Oberherren der Höllendrachen in seinen Friedhof. Zum ersten Outing kommt es jedoch erst, als Mario mit seinem Wilden Wirbelwind meine Remasuris abräumen will. Das weiß Sebastian zu vereiteln, und ich fülle mein Spielfeld mit weiteren Remasuris, die schließlich Mario angreifen und ausknipsen.

Svens Zombifizierung ist dann der Anlass für den nächsten Verräter, sich zu erkennen zu geben. Sabine ist es, die den Spruch neutralisiert und nebenher mangels besserer Ziele noch Kirstens Angriffszeppelid verbannt. Mittlerweile hat sich bei mir die Remasurikönigin dazu gesellt, und diese führt die Truppen erfolgreich in den Kampf. Sven ist als Nächster dran, danach kann ich sogar mit einem verteilten Angriff die übrigen Bauern Kirsten und Gert gleichzeitig bezwingen und uns den Sieg sichern: Sabine, Sebastian und ich gewinnen dieses Spiel.

Viertes Spiel: "Verräter" (7 Spieler)

Sabine ist die Fürstin im vierten Spiel des Abends, und sie startet mit einem Fratzenspringer, der Marios angreifenden Wilden Nacatl totblockt, indem er mit der Macht des Kodamas ausgestattet wird. Gert ist sich nicht zu schade, auch seine Llanowarelfen gegen Sabine kämpfen zu lassen, während Kirsten mit ihrer Sonnensamen-Pflegerin und dem Göttersucher aus Jund auf starke Kreaturen wartet. Die kreuzen woanders auf, nämlich in Form von einem Klippensprinter-Behemoth bei Mario, doch um den kümmert sich Svens Kreischmaul. Als Sebastians Jenara, Asura des Kriegs sich anschickt, in der vierten Runde bereits auf 5/5 anzuwachsen, gibt Sven sich als Verräter zu erkennen und schickt den Engel ins Nirwana. Ein schlechter Ländernachschub lässt mein Deck "Geistreicher Abgang" nicht in Fahrt kommen, und so bleibe ich längere Zeit auf nicht mehr als einem Treibtraum-Zubera und einem Bleichhäutigen Zubera sitzen.

Bei Sebastian zeigen sich hingegen Jaya Ballard, Magier für alle Fälle und ein Harschforst-Kräuterkundler, bei Mario ein Wolliges Thoktar, und Kirsten bekommt ihren Leitstern-Behemoth. Ich bin der zweite Verräter, doch das alles ruft mich noch nicht auf den Plan. Zum einen hat mein Verbündeter Sven mit einer Herde von Neigungen eine gute Position erreicht, zum anderen befürchte ich einen Speerbrecherbehemoth bei Kirsten oder Mario, den ich lieber abwenden möchte. Außerdem habe ich schon alles auf der Hand, was ich brauche, um das Blatt auf jeden Fall zu unseren Gunsten zu wenden – genügend Mana vorausgesetzt. Aber das bleibt weiter aus, und so zeige ich in der siebten Runde dann doch, dass ich der zweite Verräter bin, um Kirstens Mantel des Gürteltiers zu neutralisieren und ihren Leitstern-Behemoth zu verbannen.

Das dadurch verursachte satte Plus auf Sabines Lebenspunktekonto weckt in der Fürstin die Gier des Hamsterers, die ihr einige neue Karten beschert. Ich bringe eine Goblin-Bombardierung ins Spiel und opfere meine beiden Zuberas, um Sebastians Jaya Ballard abzuschießen, bevor Gert mir die Verzauberung per Naturalisieren zerstört. Außerdem bringe ich meinen Kami der falschen Hoffnung in Stellung, der in der nächsten Runde zusammen mit Shirei, Verwalter von Shizo den Gegnern kräftig in die Suppe spucken soll. Doch noch wartet die Geist-Legende auf meiner Hand auf ihren Einsatz, und ich opfere den Kami ohne dessen Absicherung, um Sven vor einem tödlichen Angriff zu bewahren. Den Kami kriege ich mit der Seelenwanderung meines Diebs der Hoffnung schon wieder, denke ich, doch das erweist sich als Fehler. Denn Marios Streitkräfte sind nicht zuletzt dank Meglonoth stark angewachsen, und so gilt sein nächster Angriff mir – und ich bin draußen. Dass Gert dann auch noch ein Letztes Gefecht wirkt, das sich über sein Prismatisches Omen freut, bringt meine Teamkollegen weiter in Bedrängnis, und nachdem Kirsten mit ihrem nächsten Angriff der Fürstin heftig zusetzt, geben Sabine und Mario auf. Dieses Spiel geht an die Bauern Gert, Kirsten, Mario und Sebastian.

Fünftes Spiel: "Pentagramm"

Kirsten und Sven sagen nun tschüss, und auch Sabine verabschiedet sich, und ihren Platz nimmt der eben erschienene Axel ein. Wir wechseln zu "Pentagramm", und ich freue mich auf den allerersten Test meines neuen Decks, das ich heute auf die Schnelle zusammengeworfen habe und das als 61-Karten-Singleton den Arbeitstitel "Bunter Haufen" trägt. Das Spiel beginnt recht kreaturenfeindlich. Zwar schaffen es Marios Stadtpfadfinder, mein Gewundenes Orakel und Gerts Flammensippen-Vorbote ins Spiel, doch schon der Rauchflechter, den der Vorbote zu einem frühen Auftritt verholfen hat, wird von Sebastian per Terminieren entsorgt. Die nächste Folge aus Flammensippen-Vorbote und Rauchflechter endet mit einem Amulett aus Naya auf Letzteren, und auch mein Kampfmagier des Dornenpfads bekommt von Sebastian ein Amulett ab. Selbst hat Sebastian einen Flammbogen-Magier vorzuweisen, bei Axel zeigen sich ein Verrücktes Tantchen und ein glückloser Ziegendieb. Meine Manabasis entwickelt sich ordentlich, und so kommt bald Numot der Zerstörer, der sich allerdings auch gleich ein Terminieren einfängt, diesmal von meinem anderen Gegner Mario.

Axel erweitert seinen Goblin-Fundus um die Boggart-Spielchen, Sebastian schickt einen Karnerhort-Wurm ins Rennen, der das Terminieren mehrfach einsetzbar macht, zum Beispiel für meinen Engel der Blitze und für Gerts Fürst der Ausrottung, dem die Regeneration auch nichts mehr hilft. Axel fährt einen Boggart-Mob auf, und Gert erfasst die Möglichkeiten, die sein Tiefenfeuerelementar gerade in Bezug auf Spielsteine bietet, nicht in vollem Umfang. Mario hat zwei Bleiche Einsiedlerspinnen vor sich aufgebaut, doch eine kann ich mithilfe der Schlangengestalt im Kampf vernichten. Gert gelingt es, sein Wurzelelementar aufzudecken und mit dessen Hilfe ein Fusionselementar in Spiel zu bringen, doch die entscheidende Kreatur habe glücklicherweise ich unter Vertrag. Es ist Sol'kanar, der Sumpfkönig, der bei meinen Gegnern genügend Sümpfe vorfindet, in denen er sich tarnen kann, und so blocke ich, was mich angreift, mit kleinen Notblockern, um zu überleben, während meine Angriffe erst Mario ausschalten und dann Sebastian. So gewinne ich das Spiel und entscheide, den bunten Haufen nach diesem Abend nicht wieder aufzulösen – er hat, gerade wegen der Abwechslung, viel Spaß gemacht.

Aber nicht nur das letzte Spiel, sondern der ganze Abend hat Spaß gemacht, und so wird es sicher auch nächstes Jahr zu Ostern wieder bunt werden!



1 Kommentar

#1Jashin   ICQ kommentiert:  02.05.2011 - 20:05 Uhr

Wie immer vielen Dank, Mario!


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