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Spielbericht vom 06.05.2013 – Common Highlander

von Mario Haßler, 09.05.2013 - 17:00 – Spielbericht · Multiplayer

Es ist mal wieder so weit: Der Tag der großen Deckstapel ist gekommen! Unser heutiger Common-Highlander-Abend startet früh, wir sind zu viert und lassen uns auf "Endloses Uhrzeiger-Magic" ein.

Erstes Spiel: "Endloses Uhrzeiger-Magic" (4 Spieler)

Reihum am Tisch Platz genommen haben Stefan, Gert, Tobias und ich. Stefan legt mit einer Verzerrten Scheußlichkeit los, die er unentwegt in den Angriff gegen Gert schickt. Der hat einen Drachenseelen-Ritter und einen Qasal-Rudelmagier im Spiel und steckt lieber den Schaden ein, als das Mana nutzlos an seinen Ritter zu binden. Tobias ist mit einer Mutter der Runen in dieses Spiel gestartet und zückt ein Fleisch zerreißen, um meinen Vithianischen Stachelschützen zu entsorgen, kurz bevor mein Standartenträger die Wahl der Ziele für die Gegner einschränkt. Außerdem zeigt sich bei Tobias eine Naht-Priesterin, die die übrigen Spieler freilich nicht davon abhält, Kreaturen aufs Feld zu legen. Bei Stefan ist das ein Eisvogel, bei mir zeigt sich eine Selesnija-Sagittare, und als sich dann Ulamogs Schläger dazu gesellt, stöhnt Tobias auf. Gegen den fetten Eldrazi könnte er wohl etwas unternehmen – wäre da nicht der Fahnenträger. Den wählt dann Stefan als das eine Ziel für die blaue Bonuskosten-Fähigkeit seines Kampfmagiers des Nachtpfads, allerdings will er auf Nummer sicher gehen und benennt Ulamogs Schläger als das andere Ziel. Damit schränkt der Standartenträger zwar die Zielwahl nicht mehr ein, doch das Eldrazimonster ist gerade nicht da, um entsorgt zu werden, und das Spielfeld betreten sie in den folgenden Runden freilich in der gleichen Reihenfolge wie zuvor.

Da bleibt noch Zeit, der Sagittare die Psionische Gabe zu verleihen, mit der ich die Mutter der Runen entsorgen kann. Weiter geht's mit einem Infektiösen Schrecken, einer Karawaneneskorte und einem Kor-Himmelfischer bei Gert, einem Knotenholz bei Stefan und den Propheten des Aufblickenden Auges bei Tobias. Als mein Standartenträger und Ulamogs Schläger wieder ins Spiel gefunden haben, lässt Tobias Ersteren mithilfe des Wilden Gorillas draufgehen und Letzteren mit einem Kreischmaul. Das freut Stefans Knotenholz, das bald schon noch stärker werden soll, als Stefan mit einer Feuerfontäne sage und schreibe acht Kreaturen zerstört und seine Baumhirten-Kreatur auf 14/14 anwachsen lässt. Bei Gert überlebt der Qasal-Rudelmagier, weil er mit einer Schattenhaften Hyäne verzaubert war, nun bekommt er die Magmamagier-Macht verliehen.

Ich bringe ein Froschodil in Stellung und nutze einen Feuerstellen-Kami für die Weiterentwicklung. Außerdem verpasse ich ihm eine Schädelöffnungsklinge, und der erste Angriff auf Stefan führt zu unglaublichen +28/+0. Das ist Stefan ein Kentern ohne Rückkauf wert, und der Schaden ist erst einmal abgewendet. Dass ich die Schussrichtung richtig gewählt habe, zeigt mir auch ein Behemoth-Vorschlaghammer, mit dem Stefan sein Knotenholz aufpeppt, und den Angriff auf Gert identifiziert Tobias treffsicher als Holzhammer-Methode. Gert steckt tapfer den Schaden ein, und Stefans Lebenspunkte schnellen um 16 Zähler in die Höhe – das wird schwierig. Derweil zeigt sich bei Tobias ein Fusionselementar, und ich reiche die Schädelöffnungsklinge an die Selesnija-Sagittare weiter und nehme erneut Anlauf auf Stefan. Diesmal sorgt das Mühlen "nur" für +7/+0, aber ich bin sehr zufrieden. Weniger glücklich macht mich der Sturzbach aus Seelen, mit dem Stefan seinerseits Ulamogs Schläger aus seinem gut gefüllten Friedhof zaubert und ihn dank Eile auch gleich angreifen lässt. Diesmal gilt die Attacke mir, und nachdem ich für Vernichter zwei Länder geopfert habe, kann ich Gert davon überzeugen, dass es eine gute Idee wäre, den Qasal-Rudelmagier zu opfern, um den Behemoth-Vorschlaghammer kaputt zu machen. Das mindert zwar nicht den Schaden, den ich mangels Blocker einstecken muss, sorgt aber dafür, dass Stefans Lebenspunkte nicht ins Unermessliche steigen. Gert tut wie ihm geheißen, und nach dem Kampf ist mein Lebenspunktekonto 30 Zähler niedriger als vorher und mit einem Restguthaben von 2 im tiefroten Bereich. Mein Schicksal kann ich nicht mehr abwenden, und so bleibt mir nur die Vorwärtsverteidigung: Im nächsten Angriff gegen Stefan sorgt die Schädelöffnungsklinge für +21/+0, was Stefans bisherigen Lebenspunktegewinn in etwa wieder ausgleicht.

Dennoch kommt es, wie es kommen muss, Stefans nächster Ansturm ist tödlich für mich, und ich bin draußen. Während er zur Belohnung ein Extra-Enttappsegment am Ende seines Zuges erhält, schnappe ich mir für den Wiedereinstieg das andere Common-Highlander-Deck. Tobias hat in der Zwischenzeit Umherwandernde Pflugbestien und Emrakuls Hand verpflichten können, doch Stefan setzt trotzdem auf Angriff, nachdem er mit einem Schlafzauber die Verteidigung des Gegners lahm gelegt hat. Aber sehr zu seiner Überraschung kommt Tobias ausgerechnet mit einem aufgeblitzten Dorfläuter, der die Kreaturen wieder enttappt. Da muss Stefan ein Terminieren zücken, damit wenigstens die Pflugbestien kein Unheil anrichten können. Hatte Stefan bis eben noch geglaubt, bei Tobias punkten zu können, wendet sich nun das Blatt, und er gerät selbst unter Druck. Gert hat sich mit einem Meister der Himmelsbeobachter stabilisiert, den er mit einem Behemoth-Vorschlaghammer ausgerüstet hat. Dessen Attacken haben Stefan weiter geschwächt, nun bläst Tobias zum finalen Angriff. Der Erstickende Ruß beseitigt Stefans Qasal-Rudelmagier und damit den letzten Notblocker, und der Kampfschaden ist dann Stefans Ende.

Ich habe die Aufbaurunden genutzt, um einen Frommen Streiter, einen Diener der Luft und einen Basilikakreischer in Stellung zu bringen, trotzdem bin ich gleich nach dem Wiedereinstieg Ziel von Tobias' nächster Offensive. Der stutzt erst einmal mit einem Verzweigenden Donnerkeil meine Mini-Armee zurecht, indem er den Frommen Streiter und den Diener der Luft abschießt, dann geht's in die Kampfphase. Mit einem Terror mache ich schnell noch Emrakuls Hand platt, bevor die Vernichter-Fähigkeit zum Zug kommt, wohingegen ich den Schaden der Holzapfel-Kohorte einstecke, um sie danach per Gegendienst leisten ins Exil zu schicken. Tobias ficht das nicht an, er registriert bloß, dass Kreaturen gestorben sind, und so betritt sein Grabpflügerwurm als ziemlich unangenehmer 9/9-Fettie das Feld. Bei Gert entsteht ein Dunkler Irrgarten, und es zeigt sich eine Kor-Kartenzeichnerin, dann bestaunen wir Stefans Neueinstieg ins Spiel: Wütender Remasuri, Knochenbrecher- und Klumpenremasuri, und dazu noch ein Faszinierender Remasuri. Sein erster Angriff gilt mir, und ohne nennenswerte Verteidigung bekomme ich auf einen Schlag 32 Schaden ab. Mit nur noch 5 Lebenspunkten soll das wohl ein kurzes Intermezzo werden, doch Tobias erbarmt sich und fegt mit Aufmischen den Tisch nahezu leer. Der übrig gebliebene Wütende Remasuri bekommt den Todesstoß vom Bersten der Leichenhalle, mit dem Tobias sich die Propheten des Aufblickenden Auges wieder aus dem Friedhof holt. Das rettet mich freilich nicht, denn die Verachtung, mit der ich den Grabpflügerwurm bedacht habe, hält Tobias nicht vom Angriff ab, und so scheide ich zum zweiten Mal aus.

Auch Stefan muss quasi von vorn beginnen, hier folgt auf einen Waldhüter ein Ana-Kampfmagier, dessen schwarze Bonus-Fähigkeit einen Waldläufer vom Juniperorden zum Ziel hat, auf dem eine +1/+1-Marke liegt. Das klingt wenig spektakulär, ist aber brandgefährlich, da dessen Beherrscher Tobias nämlich auch nur noch magere 3 Lebenspunkte hat, und so wäre diese Aktion bereits tödlich für ihn. Doch mit einem Kurzzeitigen Flimmern zieht er noch einmal den Kopf aus der Schlinge – nur um in Gerts Zug vom Meister der Himmelsbeobachter doch bezwungen zu werden. Ich bin mit dem ersten Deck nun wieder dabei und präsentiere einen Rhox-Rohling, dem ich eine Feuerpeitsche anvertraue, dazu ein Riesen-Warzenschwein, einen Plündernden Fangren sowie eine Unkrautvernichtende Pappel, die ganz nett mit dem Pinger harmoniert. In den Aufbaurunden kommt bei Tobias mit einem Untergeschlüpften Elf und einem Lehrling des Dornenpfads ein bisschen Kleinvieh, ergänzt um ein Blutopferelementar, dessen erste Aktion ein Angriff auf mich ist, um sich danach zu opfern, um den Rhox-Rohling zu zerstören. Der lässt noch einmal die Feuerpeitsche knallen und erlegt den Dornenpfad-Lehrling.

Während Gert sich mit dem Kami des alten Steins weiter einigelt, Stefan einen Speienden Remasuri verpflichtet, und ich meine Armee um einen Straßenknackerwurm und einen Hexagon-Golem erweitere, taucht bei Tobias Kozileks Jäger auf sowie der gefürchtete Blutbadwurm, der unter Ausnutzung der Blutdurst-Fähigkeit wieder stattliche 9/9 ist. Doch zusammen mit einem Basilikakreischer lässt Gert ihn das Gefühl des Grauens erleben, und im folgenden Zug betrifft es per Rückblende den Schreienden Knäuelwurm und abermals den Blutbadwurm. Tobias verlagert sich auf andere Aktivitäten, zerstört meinen Straßenknackerwurm mit einer Klinge des Schicksals und mein Riesen-Warzenschwein mit einer Dunklen Verbannung, und bringt einen Nachtschattenkrämer, ohne ihn an eine andere Kreatur zu binden. Dann kann Gert den Ansturm nicht mehr aufhalten, und da es nur 4 Lebenspunkte zu nehmen gilt, begnügt sich Tobias mit dem Schreienden Knäuelwurm. Stefan, der in der Zwischenzeit einen Schillernden Remasuri zu sich gerufen hat, hätte das gerne mit einem Terror vereitelt, muss jedoch feststellen, dass er nicht das passende Mana hat. Damit fliegt Gert zum ersten Mal raus, und Tobias darf am Ende des Zuges wieder enttappen.

In den folgenden Runden bringt Tobias unverschämt oft die Grimmige Ernte zum Einsatz, die es weit weniger vergnüglich macht, mit der Unkrautvernichtenden Pappel den Untergeschlüpften Elf in den Friedhof zu befördern. Trotzdem würde ich gerne mithilfe einer Beseitigung dem fetten Blutbadwurm ein Ende bereiten, doch Tobias kontert mit einem Zauberzerplatzer ohne Rückkauf. Stefan hat einen Jagenden Remasuri in Stellung gebracht, aber das ist mehr eine Formsache, denn seine Lebenspunkte sind im Keller, und Tobias kann uns allen mit dem Basilikakreischer immer wieder Lebenspunkte abnötigen. Darum ärgert es mich auch, dass Stefan seinen Terror gegen meinen Plündernden Fangren einsetzt statt an der dominierenden Position von Tobias etwas zu ändern. Es soll seine letzte Aktion gewesen sein, denn der nächste Kampf ist sein letzter. Stefan ist zum zweiten Mal draußen, und Tobias darf enttappen. Nun durchlaufen also zwei Spieler drei Aufbaurunden. Gert nutzt seine für einen Himmelsreisenden Rochen, einen Lenzrufer des Sakura-Stamms und einen Drahtholzwald-Wächter, Stefan startet neu mit Auge der Pilger, Propheten des Aufblickenden Auges und Sylvok-Ebenbild.

Gert setzt sein Aus der Realität lösen ein, um den Blutbadwurm Tobias auf die Hand zu schicken, und per Blutzoll vom Geisterlicht-Plünderer entsorgt er anschließend dessen Schreienden Knäuelwurm. Als Tobias dann vor seinem Zug die Grimmige Ernte nutzt, um den Schreienden Knäuelwurm wieder aus dem Friedhof zu fischen, nutze ich die Gelegenheit und wirke ein Terminieren auf den Basilikakreischer, sodass Tobias die Bergungskosten nicht bezahlen kann und die Grimmige Ernte endlich ganz verschwindet. Stefan bringt eine Königskrabbe ins Spiel, die wie immer für Eindruck sorgt, und Tobias bittet seinen Stadtschreiber, die Klinge des Schicksals aus dem Friedhof zu holen, um damit die Krabbe gleich wieder zu vernichten. Ich schicke Das Räuberische ins Rennen, statte es mit einer Seelenverbindung aus und mache es mit Infiltrieren unblockbar, um Tobias Schaden zuzufügen und ein paar Eldrazi-Ausgeburten-Notblocker zu erhalten. Tobias hat wieder seinen 9/9-Trampler in Stellung gebracht, und seinem Angriff stelle ich alles in den Weg, was stark genug ist, um den Wurm mit in den Tod zu reißen. Die Lücke füllt Tobias flugs mit einem Fusionselementar und einer Labyrinth-Abscheulichkeit, Stefan holt sich mit dem Verweigerten Tod unter anderem die Königskrabbe wieder auf die Hand zurück.

Das Spiel dauert nun schon rund zwei Stunden, und es kommt die Frage auf, wie lange es denn noch weiter gehen soll. Bisher sind sechsmal Spieler ausgeschieden, und so legen wir in einem ersten Ansatz fest, dass die Partie endet, sobald zum zehnten Mal ein Spieler rausfliegt. Und weil sich allein schon das siebte Mal ziemlich hinzieht, ändern wir das einige Zeit später und definieren das achte Mal als Endpunkt.

Gert hat den kleinen, aber feinen Himmelsritter-Legionär verpflichtet und piesackt Tobias mit seinen Angriffen. Der kann dem Flieger nichts entgegensetzen, und so bleibt es Gerts Geheimnis, warum er ein paar Runden später die Angriffe wieder einstellt. Dafür holt Tobias sich mit dem Bersten der Leichenhalle den Blutbadwurm wieder zurück und zerstört die frisch ausgespielte Königskrabbe, während ich Das Räuberische und einen Himmelsruinen-Sceada an Stefans Terror und Abrissbirne verliere. Das macht mich ziemlich wehrlos, und bei der nächsten Attacke von Tobias, unter anderem mit dem Schreienden Knäuelwurm, muss ich 11 Schaden einstecken. Damit geht Stefans Rechnung auf, denn mir ist nur noch ein einziger Lebenspunkt verblieben, und den nimmt er mir durch Angriff mit seinem Herumziehenden Ephemerid. Ich scheide also zum dritten Mal aus, und das Spielende ist ein Stückchen näher gerückt.

Mit einer Diplomatischen Immunität sichert Gert seinen Feind des Gildenbunds ab, Tobias beschwört das Nacatl-Jagdrudel, und bei seinem Angriff auf Stefan muss er eine Meinungsänderung hinnehmen, die ihn den Schreienden Knäuelwurm kostet. Dennoch sind durch den Kampfschaden Stefans Lebenspunkte auf 10 gefallen, und auch wenn er mit dem Totengräber die Königskrabbe abermals aus dem Friedhof fischt, ist Tobias mit dem ebenfalls auferstandenen Blutbadwurm schneller und mächtig genug, um Stefan schließlich zu bezwingen. Das war der achte Rauswurf, und wir beenden das Spiel. Es folgt die Bilanz: Stefan und ich sind jeweils dreimal rausgeflogen, Gert und Tobias nur je einmal. Mir ist es nicht gelungen, einen der anderen Spieler auszuschalten, Gert hat das immerhin einmal und Stefan zweimal geschafft. Der absolute Spitzenreiter ist jedoch Tobias, der in fünf von acht Fällen derjenige war, der einen anderen Spieler rausgeworfen hat, und somit darf er sich als der Gewinner dieses langen Spiels fühlen.

Zweites Spiel: "Belagerung" (4 Spieler)

Wir wollen das Format wechseln, am liebsten zu einem Teamspiel. Beim letzten Mal hatten wir in der gleichen Besetzung "Zweiköpfiger Riese" gespielt, das wollen wir heute nicht wiederholen, und auch "2 gegen 2" reizt uns nicht so recht. Es kommt daher die Frage auf, ob sich ein Spieler zutraut, gegen die anderen drei in einer "Belagerung" anzutreten, und Stefan nimmt diese Herausforderung an. Er erhält: ein zusätzliches Standardland im Spiel (er wählt einen Wald), zwei zusätzliche Karten auf die Starthand, 5 Extra-Lebenspunkte und eine Vorbereitungsrunde, die er für einen Mondfingerhut-Wandelwicht und einen Frenetischen Remasuri nutzt. Mit diesen Kreaturen kann er im ersten regulären Zug auch schon angreifen, bevor wir überhaupt dran gekommen sind. Gert versucht, die Attacke mit einer Dunklen Verbannung auf den Frenetischen Remasuri abzumildern, doch die Fifty-fifty-Chance geht zugunsten von Stefan aus, der den Remasuri nur bis zum Ende des Zuges ins Exil schicken muss. Dafür gesellt sich noch ein Vampirremasuri dazu sowie ein Heimkehrender Remasuri, dessen Remasuriumwandlung nicht gilt, da bei Common Highlander die Bibliothek nur nach Standardländern durchsucht werden darf. Bei Tobias zeigt sich eine Torumschlingende Ranke und ein Götterberührer, ich bringe einen Hirten der Verlorenen ins Spiel, und Stefan rüstet mit einem Wütenden Remasuri auf. Den würde Gert gerne mit der Klapper des Todes eliminieren, doch abermals gewinnt Stefan den Münzwurf, und der Remasuri kommt am Ende des Zuges zurück.

Das sieht nicht gut aus für uns. Ich baue zwar mit dem Esper-Kormoran die Lufthoheit aus, doch Stefan stutzt sie mit dem Zinnstraßen-Hooligan wieder zurecht. Dafür kann Tobias mit dem Blutopferelementar einen weiteren Anlauf wagen, den Wütenden Remasuri zu entsorgen, und ihm ist das Glück hold. Doch unsere Freude darüber währt nur kurz, denn Stefan engagiert einen Bestatter, der den Wütenden Remasuri bald schon wieder aus dem Friedhof fischt. Vorher zeigt sich ein Kampfmagier des Sonnenpfads, der mit seiner grünen Bonusfähigkeit meinen Hirten der Verlorenen abschießt. Es sieht also übersichtlich aus bei uns Teamspielern, und Stefans Remasuris können sich in der Offensive austoben. Zuerst trifft es Tobias, der durch Kampfschaden bezwungen wird. Dann ist der Wütende Remasuri wieder einsatzbereit, und der nächste Angriff bringt mein Lebenspunktekonto um 24 Zähler nach unten. Mit einem Flammenzungen-Kavu schieße ich den Bestatter ab, damit der Friedhof endlich eine Endstation bleibt, doch viel mehr kann ich nicht mehr ausrichten. Ein Höhnischer Elf lenkt alle Blocker auf sich, sodass der Remasurischwarm ungehindert durchkommt, insofern bräuchte es den Gehörnten Remasuri gar nicht – wenn man davon absieht, dass natürlich auch sein Schaden zählt. Ich fliege als Nächster raus, und so bleibt nur noch Gert übrig, der einen Stillen Weggang auf den Vampirremasuri als stärkste Kreatur wirkt, doch in bestechender Konstanz geht der Münzwurf für die vom Frenetischen Remasuri verliehene Fähigkeit abermals zu seinen Ungunsten aus. Ein, zwei Angriffe später ist auch Gert draußen, und Stefan gewinnt auf beeindruckende Weise dieses Einer-gegen-alle-Spiel.

Drittes Spiel: "Pentagramm"

Zu später Stunde vergrößert Mario wie angekündigt die Runde auf fünf Spieler, und wir wechseln zu "Pentagramm". Die Sitzanordnung ist reihum Stefan, Gert, Mario, Tobias und ich. Stefan startet mit einem Zertrampelnden Nashorn, das ihm Tobias mit einer Kristallscherbe gleich wieder auf die Hand schickt. Die Revanche ist Orims Donner, mit dem Stefan das Artefakt zerstört und Tobias' Qasal-Rudelmagier abschießt. Ich kann einen Stinkwurzbold in Position bringen, bei Mario zeigt sich ein Esper-Kormoran, eine Gequälte Existenz, die uns im Laufe des Spiels noch einige Nerven kosten wird, sowie ein Noggele-Bandit, der so manches Mal ungeblockt durchkommen soll. Auf den Dimir-Gildenmagier folgt bei Stefan ein Gedankendieb-Schamane, mit dessen Hilfe er sich aus den Handkarten von Tobias bedienen will. Tatsächlich hat dieser gleich mehrere Spontanzauber auf der Hand, unter denen Stefan einen auswählen kann, aber es ist keiner dabei, der wie beabsichtigt Tobias' Waldläufer vom Juniperorden entsorgen könnte. Also entscheidet sich Stefan für eine Weissagung, die ihm tatsächlich einen Terror beschert – nur um nach dem Wirken daran erinnert zu werden, dass Tobias mit Zur Seite abwenden ja auch noch einen Neutralisierungszauber auf der Hand hat...

Ich schicke Naths Elitekrieger in den Kampf gegen Mario, damit der mit seinem Syndicus der Zehntabgaben und dem Flügelmacher blocken muss, dann kann ich den Stinkwurzbold mit der Psionischen Gabe ausstatten, und das macht wohl insbesondere Tobias das Leben schwer. Dass Mario dann ein Sylvok-Ebenbild in Stellung bringen kann, ist durchaus eine Gefahr für die Aura, doch mein Glück ist, dass Stefan einen Schädelstrammer im Spiel hat, der dann doch als die bedrohlichere Karte angesehen wird. Seinen Drahtholzwald-Wächter verliert Stefan an Trostanis Abrechnung, gewirkt von Tobias, ich erlege mit der Klinge des Schicksals den Bonus-verstärkten Kavu-Primarch von Gert, und meine Todesstich-Fee tötet Gerts angeschossene Riesenspinne. Mit einem Izzet-Chronarch hat Stefan den Terror wieder auf die Hand bekommen und setzt ihn nun gegen das Vedalken-Genie von Tobias ein, als dieser gerade kein blaues Mana frei hat – doch der antwortet mit einer Rasierklingen-Barriere und rettet sein Genie.

Ich setze eine Verschleiernde Sonderbarkeit aus und blocke einen von Marios Angriffen mit einem Terruswurm, der sich dann einen Erdrückenden Schmerz von Gert einfängt. Ich mache Gebrauch von der Zweitverwertung und lege per Ausplündern fünf +1/+1-Marken auf die Todesstich-Fee, die jedoch nicht viel später von Mario auf eine Reise nach Nirgendwo geschickt wird. Zuvor hat Tobias seinen Wilden Gorilla hergegeben, um Stefans Standartenträger zu vernichten, und Mario hat seinen Esper-Kormoran mit dem Siegel der Naya-Götter aufgewertet.

Bei mir zeigt sich ein Hexagon-Golem, dann geht Tobias mit seinem Waldläufer vom Juniperorden in die Offensive, der inzwischen auf 7/9 angewachsen ist und nun Gert angreift. Der blockt mit einer 3/3-Kreatur und zückt dann den Erdrückenden Schmerz, den er sich zuvor mithilfe einer Erinnernden Mauer wieder aus dem Friedhof geholt hat. Doch Tobias lässt ganz einfach seinen Knochenschleifer kurzzeitig Flimmern, und so wächst der Waldläufer auf 8/10 an und überlebt – nur um sich dann den Todesschuss von meinem Stinkwurzbold mit der Psionischen Gabe einzufangen. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob es wirklich eine gute Idee war, meinem Nachbarn in die Parade zu fahren, aber mir erschien seine Position auf dem Feld doch etwas zu dominant. Darum wirke ich auch ein Terminieren auf sein Vedalken-Genie, als dieses gerade getappt ist. Aber genug mit dem Querfeuer, mit Umpusten bereite ich endlich Marios Esper-Kormoran ein Ende, während Stefan – Totengräber und Izzet-Chronarch sei Dank – abermals den Terror aus dem Ärmel zaubert, um Marios Verschleiernde Sonderbarkeit zu zerstören.

Mithilfe der Gequälten Existenz bringt Mario sein Sylvok-Ebenbild wieder zum Einsatz, und das Opfer trifft meinen Hexagon-Golem. Das schafft Platz für einen Erleuchteten Foliant, der mir in den folgenden Runden zuverlässig Extrakarten beschaffen wird. Diese nutze ich, um einen Moos-Kami und ein Alphatyrranax in Stellung zu bringen und der Bestie mit dem Geist en-Dal das Durchkommen zu sichern, und wenige Angriffe später habe ich Mario bezwungen. Auch bei Stefan zeigt sich ein Alphatyrranax, und er kann es mit dem Mantel aus Flüsterseide ausstatten. Das dürfte mit ein Grund sein, warum Tobias mit seinem Kreischmaul lieber meinen Moos-Kami abrüstet, zumal Gerts Heiliger Wolf unantastbar ist und sein Geschuppter Moloch nicht allzu gefährlich wirkt.

Gerade Letzteres soll sich jedoch als Trugschluss erweisen, denn ein Runde um Runde neu ausgespielter Oni der wilden Orte beschert Gert zwei angriffslustige Geister, die sich sehr zu meinem Glück gegen Tobias wenden. Letztlich hat Gert damit nur aus der Not eine Tugend gemacht, denn ihm fehlt das zweite Gebirge, um in seinem Zug mehr als einen roten Spruch zu wirken und so eine andere rote Kreatur ins Spiel zu bringen. Immerhin kann Tobias mit seiner Höhlenharpye einen Teil des Schadens verhindern. Stefan bringt ein Knotenholz und einen Manischen Vandalen ins Spiel und zerstört mit dem Krieger meinen Erleuchteten Foliant. Doch ich sehe mich ohnehin schon auf der Zielgeraden und setze zu einem letzten Großangriff auf Gert an. Doch hier funkt Tobias mit dem Ende des Augenwehs dazwischen, das mir den Alphatyrranax raubt. Selbst bringt Tobias eine Holzapfel-Kohorte in Stellung, doch Stefan greift mit einer Erinnernden Mauer abermals auf den Terror zurück, um den Baumhirten-Krieger auszuschalten. Sein Knotenholz ist mittlerweile stark genug, um die Feuerfontäne zu überleben, mit der Stefan die eine oder andere kleinere Kreatur entsorgt und das Knotenholz weiter wachsen lässt. Meine Selesnija-Sagittare stört das nicht, aber das Rennen macht ohnehin eine andere Kreatur. Ausgerechnet das Höhlen-Thoktar, das bei so mancher Decküberarbeitung schon auf der Abschussliste stand und es doch immer wieder geschafft hat, im Deck zu bleiben, kann ich nun genügend stark machen, um mit Vorhersage-Geleit vom Geist en-Dal Gerts Lebenspunkte genau auf null zu bringen. Damit gewinne ich dieses spannende letzte Spiel, und ein besonders langer Common-Highlander-Abend findet schließlich ein Ende.



7 Kommentare

#1Bastian Schütt    ICQ kommentiert:  21.05.2013 - 00:14 Uhr

Hallo Mario,
ein durchaus gelungener Spielbericht.
An manchen Ecken zwar schwierig zu lesen doch ein Hoch auf deine Bereitschaft diese zu verfassen.
Ich finde es nur schade, dass so wenige es scheinbar annehmen oder gar was dazu schreiben.
Durch diese Berichte kommt man (ich) auf neue Deckideen und zudem kann man das Verhalten analysieren und Erkenntnisse sammeln.

Danke für diesen Bericht.

MfG Basti

#2Jashin   ICQ kommentiert:  21.05.2013 - 01:55 Uhr

Auch von mir wie immer ein fettes Danke für den Bericht.

Mir ist ja immer noch nicht ganz klar, warum du Ping-Effekte in dem Format für so wertvoll hälst. Eigentlich müssten doch dermaßen viele Fettsäcke rumlaufen, dass es total schlecht ist, nur einen Schaden verschießen zu können. Selbst wenn du drei Pingeffekte draußen hast, killt das immer noch keine Kreatur mit ner 4 hinten - und davon sollte es viele geben, wenn man von Anfang an 5 Länder zu Verfügung hat...

#3Mario Haßler     Online-Magic Skype kommentiert:  21.05.2013 - 09:45 Uhr

Danke für die netten Kommentare!

@Bastian Schütt: Wenn's schwierig zu lesen war, interessiert mich natürlich, wo genau, damit ich das in Zukunft besser machen kann. Zum Thema Anregungen: Meine beiden Decklisten existieren auch schon in elektronischer Form, aber ich habe in letzter Zeit noch so viel Grundsätzliches umgebaut, dass ich noch nicht das Gefühl habe, halbwegs fertig zu sein. Und das heißt: Auch wenn die Decklisten-Sammlung noch dürftig bestückt ist, dauert's bis zur Veröffentlichung meiner Decks noch ein bisschen.

@Jashin: Eine "Common-Highlander"-Regel besagt ja, dass Schaden und Lebenspunkteverlust auf Spieler nur von Kreaturen ausgehen darf. Auch wenn die Pinger die fetten Viecher nicht weg bekommen, bringen sie immer wieder ein bisschen Schaden auf den Gegner durch, und das auch, wenn es ansonsten zu einer Pattsituation gekommen ist, weil es zu viele gute Blocker gibt. Abgesehen davon gibt es etliche kleine Kreaturen, die aufgrund guter Fähigkeiten in die Decks kommen (die im Bericht erwähnte Mutter der Runen zum Beispiel), da ist so ein Pinger auch ganz nützlich.

Ich habe die Schadenschießer nur in einem der beiden "Common-Highlander"-Decks drin, nämlich in jenem, das in erster Linie auf fette Kerle setzt und dafür ein bisschen anfälliger für Angriff aus der Luft ist. Flieger haben jedoch in der Regel eine deutlich niedrigere Widerstandskraft, sodass sie eher mal abgeschossen werden können.

Passend dazu übrigens eine Anekdote von gestern Abend, als ich gegen einen Freund via Cockatrice gespielt habe: Da habe ich etwas unkonzentriert gespielt und mindestens zweimal vergessen, ihm in seinem Zug noch mit Samitischer Bogenschütze Schaden zuzufügen. Am Ende ging mir dann die Luft aus, während er sich bei 2 Lebenspunkten stabilisieren konnte...

#4Tobias Mueller    kommentiert:  21.05.2013 - 14:23 Uhr

@ Jashin:

Trotz der Anwesenheit vieler Kreaturen mit hoher Widerstandskraft sind Pinger dennoch sehr wertvoll, da einige der besten Utility-Kreaturen des Formats hinten eine 1 stehen haben: Cavern Harpy, Field Surgeon, Crimson Acolyte, Obisidian Acolyte, Mother of Runes, Standard Bearer, Mistmeadow Witch, Dämmerglanz-Beschwörer (Dawnglare Invoker), , Nephalia Smuggler, Nightshade Peddler, Ewige Zeugin (Eternal Witness) und einige mehr.

#5Jashin   ICQ kommentiert:  22.05.2013 - 00:32 Uhr

Also wenn ich schon Ping-Verzauberungen (und Viridian Longbow) spiele, dann will ich auch Deathtouch-Kreaturen...
Und wenn ich Pingkreaturen spiele, dann will ich auch so Sachen wie Nightshade Peddler, Onyx Mage und Maze Abomination...

#6Bastian Schütt    ICQ kommentiert:  22.05.2013 - 21:20 Uhr

nja schwierig nur in sofern, da es schon spät war und weil sehr viel gebundener Text war.
ein-zwei Absätzte, Gedankentrennung etc. wäre besser gewesen ;)

#7Tobias Mueller    kommentiert:  24.05.2013 - 16:47 Uhr

@ Jashin -welche auch alle gespielt werden.


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