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Spielbericht vom 27.02.2014 – Faschings-/Karnevalsabend

von Mario Haßler, 04.03.2014 - 22:37 – Spielbericht · Multiplayer

Es ist mal wieder so weit: Mit großem ♪♫ Helau ♪ und ♫♪ Alaaf starten wir in den heutigen Faschings-/Karnevalsabend! Na gut, ganz so närrisch geht es dann doch nicht zu, auch sind wir weder verkleidet noch geschminkt, aber wir haben immerhin nicht ganz so ernst gemeinte Decks dabei, die mit Karten aus Unglued und Unhinged aufgepeppt sind oder sich sogar ganz um sie drehen. Wir freuen uns also auf einen spaßigen Abend und "würzen" die ganze Sache noch mit den Vanguard-Karten. Dazu bekommt jeder Spieler vor Spielbeginn, aber nachdem er sich für ein Deck entschieden hat, drei Vanguard-Karten zur Auswahl und entscheidet sich für eine davon, die er dann offen vor sich hin legt. Los geht's!

Erstes Spiel: "Jeder gegen jeden" (3 Spieler)

Wir sind zunächst zu dritt – Sven, Stefan und ich – und wir beginnen formlos im freien "Jeder gegen jeden". Sven entscheidet sich für Ashnod, Stefan wählt Sliver Queen, Brood Mother, und ich Greven il-Vec. Ich starte mit meinem Deck "Hühnerfarm" und Temp of the Damned, der fünf funky Zähler bekommt für einen langen Verbleib im Spiel. Das will Stefan ändern, der sich, unterstützt von Krarks Daumen, an einen Feurigen Gambit wagt. Zunächst gehen wir dazu Schritt für Schritt den Kartentext der Hexerei durch, damit wir wissen, wie sie funktioniert. Dann wirft Stefan doppelt "Zahl", und es passiert einfach nichts. Sven hat eine Krazy Kow zu bieten und möchte mit dem Goblin Bookie auch das Schicksal beeinflussen. Der Goblin Tutor hat das jedoch nicht nötig, hier sorgt die 4 für ein Artefakt namens Gruselige Puppe. Mein Temp of the Damned stürzt sich auf Stefan, der versucht sich ein zweites Mal am Feurigen Gambit, gewinnt einmal und scheitert dann beim zweiten Wurf. Bei Sven zeigen sich die Elvish Impersonators, die vom Bild her eher an den späten Elvis erinnern, mit 1/1 jedoch ziemlich mager sind. Ich lasse die Free-Range Chicken los, die bei Sven picken und dann von Ashnod geschlachtet werden. Doch die 3 Schaden waren es mir wert, das macht immerhin ein Viertel von Svens Startlebenspunkten aus – auch da ist Ashnod schließlich gnadenlos.

Aller guten Dinge sind drei, denkt sich Stefan, und tatsächlich klappt es im dritten Anlauf mit dem Feurigen Gambit, wobei er sich mit zwei gewonnenen Münzwürfen zufrieden gibt. Das bringt Sven auf 3 Lebenspunkte runter, und jetzt hilft ihm Ashnod nicht mehr, jetzt muss er jeden Angriff blocken, wie den von Stefans Karplusanischem Minotaurus. Der Münzwurf für dessen Versorgungskosten hat Sven schon einen weiteren Lebenspunkt gekostet, jetzt will Stefan mit dem Blast from the Past den Sack zu machen – vergisst aber für einen Moment, dass meine Common Courtesy verlangt, dass ich erst einmal um Erlaubnis gefragt werden will. Das rettet Sven, und er holt aus fünf Münzwürfen immerhin drei Schafe aus seinem Flock of Rabid Sheep heraus, doch die reichen letztlich nicht. Er stirbt in der nächsten Runde am Münzwurf-Schaden von Stefans Karplusanischem Minotaurus. Ich habe derweil eigene Elvish Impersonators verpflichten können, und die passen mit 4/4 schon besser zum Bild. Dafür hat mein Jumbo Imp einen ausgesprochen dürftigen Auftritt, weil ich beim Kommen nur eine 2 würfele und am Ende des Zuges abermals eine 2. Damit habe ich Stefans Armee, die mittlerweile um ein paar Remasuri-Spielsteine aus der Sliver Queen, Brood Mother vergrößert wurde, zu wenig entgegen zu setzen, und die Angriffe bringen mich um. Das erste Spiel geht also an Stefan.

Zweites Spiel: "Pentagramm"

Mit Christine und Mario vergrößert sich die Runde auf fünf Spieler, und wir wechseln zu "Pentagramm", wobei die beiden Nachzügler meine Gegner sind. Wie zuvor darf sich jeder eine Vanguard-Karte aussuchen, und wir haben reihum: Sven mit Ertai, Mario mit Orim, Christine mit Mishra, Stefan mit Sidar Kondo und ich mit Maraxus. Sven beginnt mit Stop That auf Stefan, aber niemand will ihm im Laufe des Spiels den Gefallen tun, die Karten hörbar schnalzen zu lassen, also bleibt der Spontanzauber auf dem Friedhof. Ich habe ein Chicken Egg aus meinem Deck "Erlaubtes Glücksspiel", das dank Maraxus 1/1 ist und wirkungsvoll angreifen kann, und Mario lässt die Flammen des Hitzkopfs los, um das Ei kaputt zu machen, bevor es ausgebrütet wird. Mit Krarks Daumen im Spiel rechne ich mir gute Chancen aus, mit einem Verzweifelten Schachzug den Schaden auf mich und das Ungeborene zu verhindern, doch tatsächlich verdoppele ich ihn. Pech gehabt. Stefan schickt einen Kor-Weihepriester voraus, den Marios Hautschmelzer vernichtet, lediglich Christines Goblin-Lanzenträger und Chandras Feuerspucker dürfen bleiben. Sie greifen mich an, und ich kassiere daher dank Mishra satte 8 Schaden. Im Gegenschlag ist mir das Würfelglück hold, denn mein Goblin Bowling Team landet immerhin mit 7 Schaden bei Christine – Rache ist süß!

Bei Sven zeigt sich dann ein Six-y Beast, das mit vier +1/+1-Marken kommt und bleiben darf, Stefan nimmt sich der Gipfelfalken an, und Mario beeindruckt mit dem Meister der Grausamkeiten. Dazu passen ganz hervorragend Christines zwei Verschwenderische Feuerkundler, und als ob das nicht schon fies genug wäre, lässt Mario es sich nicht nehmen, uns in die Todesgruben von Rath zu führen. Damit sind Christines Schadenschießer ausgesprochen tödlich, und egal wie ich mich mit Goblin-Psychopath und Spark Fiend abmühe, es liegt von nun an nicht mehr in meiner Hand. Tatsächlich schießt Mario sich selbst den Weg frei mit den Flammen des Hitzkopfs auf meine potenziellen Blocker und Stefans Wächter-Zendikon, dann bringt mich der Meister der Grausamkeiten im Angriff auf 1 Lebenspunkt runter, den mir schließlich einer von Christines Verschwenderischen Feuerkundlern auch noch nimmt.

Ich bin also draußen, doch das fröhliche Gemetzel geht weiter mit Marios Gespaltenem Donnerschlag auf Stefans wiederbelebten Kor-Weihepriester und seine Gipfelfalken. Den schicksalhaften Angriff mit dem Meister der Grausamkeiten unterbindet Christine allerdings mit Direktschaden vom Verschwenderischen Feuerkundler zur rechten Zeit. Dafür sorgt Mario für Ewige Qualen – just bevor Stefan in seinem Zug den Archon der Erlösung ausspielt. Christine will nun mit dem Berserker aus der Blutklamm in die Offensive gehen, doch Sven erzählt die Fabel When Fluffy Bunnies Attack, und der Buchstabe "E" wird für die Berserker zur Todesfalle. Jetzt fällt auch auf, dass Sven wohl Cheatyface ins Spiel gemogelt hat, doch das nützt ihm nichts mehr, denn Christine kann mit der Dreierkombination Blitzschlag-Lavaaxt-Blitzschlag Sven direkt schädigen, und das genügt auch schon – Christine gewinnt dieses Spiel.

Drittes Spiel: "Pentagramm"

Wir bleiben beim gewählten Format und der Sitzverteilung, tauschen lediglich die Vanguard-Karten aus. Stefan wird zu Crovax, ich zu Selenia, Sven lässt mit Squee Christine und Stefan mit offenen Händen spielen, Mario macht mit Hanna seine Sprüche billiger, und Christine entscheidet sich für Lyna und bereut es, als man ihr klar macht, dass ihre irrealen Kreaturen zwar gut durchkommen werden, andererseits aber wohl nicht blocken können. Dafür kommt sie mit einem Heißblütigen Rekruten und einem Leoniden-Himmeljäger schnell ins Spiel und macht mit einem Elektrisierenden Strahl kurzen Prozess mit meinem B-I-N-G-O. Mario startet mit einem Akroischen Himmelswächter und legt einen mächtigen Phalanx-Anführer nach, doch Letzterer wird von Stefan gleich auf den Weg ins Exil geschickt. Dafür zeigt sich ein zweiter Akroischer Himmelswächter bei Mario, Stefan nutzt Mirris Spähkenntnisse aus und blockt Marios Sagenhaften Helden mit Brimaz, König von Oreskos – beide tot. Sven sammelt einen Verwesenden Zyklop, einen Turmgargoyle und einen Schreckenskrabbler um sich und hält mit Framed! Christines mit einer Viridischen Klaue ausgestatteten Silberfell-Löwen vom Angriff ab. Bei mir sorgt Emcee dafür, dass der Wunderatog verstärkt ins Spiel kommt, ansonsten tut sich nicht viel.

Zwischen Christine und Sven geht es hingegen heiß her. Die durch Lyna irreal gewordenen weißen Kämpfer werden durch ein Belagerungs-Mastodon und den Paladin der Harmonier verstärkt und setzen ganz auf Angriff, doch Svens Gegenschläge sind auch nicht ohne. Am Ende sorgen die Katzen-Spielsteine, die Stefans Brimaz hinterlassen hat, für den letzten Schaden auf Sven, und er ist draußen. Sogleich bilden sich neue Fronten, Stefan geht gegen Mario an, der mit einer Geflügelten Reiterin zurückschlägt, Christine wendet ihre Attacken gegen mich und fügt mir auf einen Schlag 13 Schaden zu. In der folgenden Runde das gleiche Spiel, und ich wäre tot, wenn mich nicht die Gnade des Engels retten würde – das ist der eine Zug, den ich benötige, um die stark angeschlagene Christine mit meinem Wunderatog zu bezwingen. Wie Christine sieht sich auch Mario schon auf der Zielgeraden, indem er einem seiner Angreifer mit Ungeschoren davonkommen Schutz vor Weiß gibt – und dabei übersieht, dass Stefans katzenlastiges Deck mit der Laughing Hyena einen grünen Blocker zu bieten hat. Im nächsten Kampf ist dann Mario bezwungen, und Stefan und ich teilen uns den Sieg.

Viertes Spiel: "Pentagramm"

Noch einmal "Pentagramm" mit gleicher Sitzverteilung, diesmal ist Sven Eladamri, Mario ist Oracle, Christine baut mit Serra mehr auf die Verteidigungsmöglichkeiten, Stefan hat sich für den trickreichen Tawnos entschieden, und meine dreifarbige "Hühnerfarm" erhofft sich Unterstützung durch Mirri. Stefan startet mit einem Wolkenflossen-Raubvogel und der Weisen des Wirbels, Mario bringt zwei Helden des Iroas in Stellung, von denen er einen mit einem Geistermantel und einem Nyxgeborenen Schildbruder verzaubert. Da ist es verständlich, dass er Stefans Jagenden Trygon überhaupt nicht gerne sieht und daher gleich in den Käfig aus Händen steckt. Christine setzt mit dem Fäulniswolf auf Infizieren, und gemäß unserer Hausregel, dass die tödliche Dosis an Giftmarken von der Höhe der Startlebenspunkte abhängt, ermitteln wir diese Werte in Abhängigkeit von der jeweiligen Vanguard-Karte zu 17,5 für Sven und 12,5 für mich – wie passend in einem Format, wo es dank Unhinged auch halbe Schadenspunkte geben kann! Ich komme nicht so recht in Fahrt, habe lediglich Checks and Balances ausgelegt, für die sich im Laufe des Spiels jedoch niemals eine Einigung ergeben wird, und bin ansonsten froh, dass Christine sich zunächst um Sven kümmert. Bei ihm hat My First Tome den würdigen Auftakt gemacht bei einem Deck, das ganz auf _____ zugeschnitten ist. _____ ist eine interessante Karte, da sie auch ihren Anekdotentext verändern kann, und so hört sich das, was Sven für My First Tome vorliest, nachdem er {1} bezahlt hat, so an: "Du rätst nicht, welche Karte das ist." Dieser Trick geht freilich nur einmal, doch der Kartennachschub ist trotzdem gesichert, da die wenigsten Anekdotentexte bekannt sind und kaum jemand in der Lage ist, sie auch noch der richtigen Karte zuzuordnen. Erst als sich auf Svens Hand Karten ohne Anekdotentext ansammeln, wird's schwierig.

In der Zwischenzeit habe ich den Elvish Impersonators zu einem Auftritt verholfen und die Free-Range Chicken losgelassen, Stefan hat mit Krosas Eingriff seinen Jagenden Trygon aus dem Käfig aus Händen befreit und kurzerhand noch einen zweiten Jagenden Trygon unter Vertrag genommen. Das kostet Mario Lebenspunkte und Verzauberungen, bis Svens Auge der Einmaligkeit Schluss macht mit doppelten Karten. Christine hat sich Verstärkung in Form der Fäulniswitwe geholt, Mario hat einen Aura-Knurrer ins Spiel gebracht, und Stefans Ewige Zeugin fischt das Zweitexemplar vom Jagenden Trygon wieder aus dem Friedhof. Während ich meine Free-Range Chicken mit einem Pasch vier aufwerten kann, um Mario ordentlich Schaden zuzufügen, präsentiert Stefan einen Meister-Biomagier. Doch nun zeigt Sven, welche weiteren Tricks er auf Lager hat: Er benennt _____ zu "Meister-Biomagier" um und bringt ihn ins Spiel, um Stefans Original mithilfe des Auges der Einmaligkeit zu vernichten – was für eine tolle Kombo!

Klar, dass Stefan sich das nicht bieten lässt und den nächsten Angriff seines Jagenden Trygons auf Sven fliegen lässt, um das Auge der Einmaligkeit zu zerstören. Und damit ist auch wieder Platz für den zweiten Jagenden Trygon. Mario hält sich trotzdem nicht mit seinen Auren zurück, er stattet den Aura-Knurrer mit der Macht des Alphatiers und einer Ätherrüstung aus und schickt ihn gegen Stefan in den Kampf, doch Stefans und meine Angriffe sind dann bereits tödlich für ihn. Mit dem Frommen Kitsune und dem Basar der Wunder zeigt Sven weitere geniale Verwendungsmöglichkeiten für _____, doch Christine hat mit dem Phyrexianischen Juggernaut aufgerüstet, und dann gelingt es ihr, potenzielle Blocker bei Sven und mir aus dem Weg zu räumen, um in einem verteilten Angriff die Giftmenge bei uns beiden auf die jeweils tödliche Dosis anzuheben. Wir sind raus, und übrig bleiben Christine und Stefan, die sich den Sieg teilen.

Fünftes Spiel: "Jeder gegen jeden"

Die beiden verabschieden sich nun, und Sven, Mario und ich spielen eine letzte Partie "Jeder gegen jeden". Statt der Vanguard- nehmen wir nun die Weltenjagd-Karten, um ein bisschen Abwechslung und Zufall ins Spiel zu bringen. Die ersten Runden passiert nicht viel, außer dass Sven uns von der dunklen Baronie über Agyrem und Himmelsbräun nach Murasa führt, wo Mario per {chaos}-Wurf eins seiner Gebirge zu einer 4/4-Kreatur werden lässt. Ich bringe B-I-N-G-O und einen Bosom Buddy ins Spiel, bei Sven kommt eine Sporenbedeckte Spinne und ein Toy Boat, das mit Loose Lips verzaubert wird. Der "Satz", den Sven sich dafür ausdenkt, ergibt keinen rechten Sinn, doch das gehört bereits zu seinem Plan. Wir wechseln über Minamo zu den Teichen der Entstehung, wo Mario mit Blitzaxt und per Wahnsinn gewirktem Hitzigen Temperament meinen Bosom Buddy und Svens Toy Boat ausschaltet. Dann kommt Liliana mit Schleier und lässt jeden eine Kreatur opfern. Während Marios selbst Squee, Goblin-Nabob hergibt, trifft es bei Sven die Sporenbedeckte Spinne und bei mir Old Fogey, und damit bleibt nur noch mein B-I-N-G-O übrig, der immerhin schon die Zahlen von 0 bis 4 abgehakt hat.

Mit einem Korozda-Bewacher bei Sven und Emcee und Keeper of the Sacred Word bei mir füllt sich das Feld allmählich wieder, dann würfelt Sven {chaos} und löst damit die {chaos}-Fähigkeiten von Otaria, Die Insel Vesuva und Rabenrevier aus. Das kostet mich alle meine Kreaturen und schwächt den Korozda-Bewacher immerhin um 1, und im Extrazug zeigt Sven, was es mit dem seltsamen "Satz" für die Loose Lips auf sich hatte: Er hat versucht, so viele Kartennamen wie möglich unterzubringen, sodass man die Wahl hat, ihn entweder zwei Karten ziehen oder per Name Dropping die entsprechenden Karten aus dem Friedhof zurück bringen zu lassen – wie trickreich! Jetzt aber würfel ich {chaos} und löse die {chaos}-Fähigkeiten von Naya, Die Insel Turri und Der Mahlstrom aus. Die letzten beiden harmonieren ausgesprochen gut und bringen mir Staying Power ins Spiel. Dann abermals {chaos} unter anderem für das Glimmerleere-Becken, das Mario und mir eine Korozda-Bewacher-Kopie beschert, und Shiv für einen 5/5-Drachen-Spielstein ganz für mich allein.

Wir wandern weiter über Die vierte Sphäre, wo Mario meinen Drachen-Spielstein mit einer Blitzaxt niedermetzelt, nach Velis Vel, wo mir der besondere Coup gelingt, die Gnade des Engels zu erwirken, während Staying Power dafür sorgt, dass diese niemals endet. Mario erliegt irgendwann den Angriffen, denen er nichts entgegensetzen kann, und so bleiben nur noch Sven und ich übrig. Bei meinem Gegner kommt eine Lästige Sphinx und ein Riesendachs dazu, dann geht's weiter in das Unterstadt-Viertel, wo er auf einen Imperiosaurus und eine frische Sporenbedeckte Spinne trifft. Ich kann dann Our Market Research Shows That Players Like Really Long Card Names So We Made this Card to Have the Absolute Longest Card Name Ever Elemental ins Spiel bringen und mit Wordmail verzaubern, doch Sven kann die 27/27-Kreatur kurzerhand ins Spektrale Gefängnis stecken.

Was folgt, ist ein ereignisloses, langwieriges und vor allem langes Spiel, bei dem ich gar nicht erst versuche, Svens Angriffe aufzuhalten, da er mich auf diese Weise nicht töten kann – der ewig währenden Gnade des Engels sei Dank. Allerdings kann ich auch nicht mit Gegenangriffen punkten, sodass wir hier auf der Stelle treten, auch wenn wir durch so Welten wie die Äther-Abzugsschächte, Bant, Grixis, Das Hippodrom, Krosa und Schmelzofen der Felsenburg wandern. Während ich darauf baue, dass Sven sich irgendwann totzieht, hofft er auf etwas, mit dem er meine Staying Power weg bekommt. Doch er findet weder in seinen eigenen Karten noch in den Weltenjagd-Karten die Lösung. Am Ende, nur wenige Runden vor Svens Decktod, kann ich Frankie Peanuts ausspielen und in meinen nächsten beiden Zügen dann abermals mit Unterstützung von Staying Power die entscheidenden Fragen stellen: "Wirst du auf meine Frage in der folgenden Runde das gleiche antworten wie auf diese Frage?" – "Nein." Und: "Gibst du auf?" – "Ja."

Tja, das kommt davon, wenn man so Karten wie Staying Power und Gnade des Engels kombinert – ich hab's ja nicht anders gewollt. Schön war das wirklich nicht, aber wenn man das letzte Spiel ausblendet, dann war das ein ausgesprochen lustiger Faschings-/Karnevalsabend mit witzigen Decks und Spielsituationen. Die Vanguard-Karten waren erfrischend und haben vielleicht auch ein wenig dafür gesorgt, dass es chaotischer und weniger ernsthaft wurde. Das war ganz im Sinne des heutigen Abends und hat auch bei den Decks geholfen, die nur wenige oder gar keine Unglued- und Unhinged-Karten enthielten. Die Weltenjagd hat hingegen weniger Spaß gemacht, und das lag nicht nur an meiner fiesen Kombo. Auch wenn es paradox klingt, aber das Ungewisse, das diese Karten mit sich bringen, hat das Spiel nicht lebendiger werden lassen, sondern letztlich aus der Weltenjagd eine "Weltenhatz" gemacht, bei der man immer nur weg will von der Welt, wo man gerade ist, nur um festzustellen, dass man auf der neuen Welt auch nicht bleiben mag. Diese Erfahrung – mal mehr, mal weniger – haben wir auch schon bei früheren Gelegenheiten gemacht, wenn wir die Weltenjagd im Rahmen eines "ernsthafteren" Spieleabends ausprobiert haben. Und doch ist es erstaunlich, dass es nicht mal zu einem Abend wie diesem passt. Aber einen Versuch war es trotzdem wert.

So, das war's mit Alaaf und Helau. Beim nächsten Mal ist Kommandeur angesagt!



3 Kommentare

#1Jashin   ICQ kommentiert:  05.03.2014 - 13:16 Uhr

Ich finde bezüglich der Weltenjagd ja die Variante mit der Map of Blind Eternities nett, da so der Zufalle zumindest ein wenig minimiert wird und die Ganze Sache ein wenig Strategie erfordert...

#2Mario Haßler     Online-Magic Skype kommentiert:  05.03.2014 - 16:32 Uhr

@Jashin: Klingt interessant, vielleicht probieren wir das demnächst mal aus! (Hier geht's zur Beschreibung auf Englisch.)

#3Mario Haßler     Online-Magic Skype kommentiert:  06.03.2014 - 09:56 Uhr

Nachtrag: Parallel zum eigentlichen Spiel lief noch das kleine Magic-Bingo. Hier galt es, als Erster zu erkennen, wenn die Spielsituation bestimmten Bedingungen genügt, und das entsprechend laut kund zu tun. Während es in den Spielen, in denen es von Bedeutung gewesen wäre, nie vorkam, dass beispielsweise mindestens zwei Auren und zwei Ausrüstungen an Kreaturen angelegt sind oder mindestens zwei Spieler keine Karten auf der Hand haben, wurden immerhin die Aufgaben "fünf verschiedene Standardländer im Spiel" und "Kreaturen mit einer Gesamtstärke von 20 oder mehr" gelöst. Entdeckt hat dies beide Male Sven, der dafür wie verrückt bejubelt wurde. Herzlichen Glückwunsch! (Und herzlichen Dank an die gleiche Adresse, denn er hat mir erklärt, was mir meine kryptische Notiz – Sven: "20", "5 Standardländer" – zwischen meinen Aufzeichnungen zum Spielgeschehen sagen sollte...!)


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