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Spielbericht vom 13.01.2016 – Kommandeur

von Mario Haßler, 17.01.2016 - 20:34 – Spielbericht · Multiplayer

Volles Haus beim ersten Multiplayer-Abend 2016: Als ich eintreffe, haben Axel, Gert, Kirsten, Sabine und Sven bereits ein Spiel am großen Tisch gestartet, und Stefan will sich gerade noch hineinmogeln. Jetzt aber wechselt er lieber mit mir an den zweiten Tisch, und wir quatschen noch ein wenig, bis Mario eintrifft und wir eine kleine Dreierrunde eröffnen.

Zu den Spielen am großen Tisch gibt es keine Aufzeichnungen. Hier werden wohl mehrere Partien "Plötzlicher Tod" gespielt, und im Laufe des Abends vergrößert Christine die Runde auf sechs Spieler. Insbesondere das letzte, lange Spiel hat es wohl in sich, wo in der Variante "Aus die Maus" derjenige gewonnen haben soll, der nach dem Ausscheiden des ersten Spielers die wenigsten Lebenspunkte hat: Die Spieler, die der Siegbedingung am nächsten kommen, finden keinen Weg, das Spiel zu beenden, und die Spieler mit der größten Schlagkraft haben zu viele Lebenspunkte, sodass sie nicht angreifen.

Aber auch unsere Spiele am kleinen Tisch sind erquicklich. Wir sind wie gesagt zu dritt, und auf meine Anregung hin spielen wir "Magic mörderisch", wo im Zug des einen Spielers alle anderen Spieler verbündet sind. Für "Kommandeur" legen wir außerdem fest, dass Kommandeursschaden, der einem Gegner zugefügt wird, auch für alle anderen Gegner gilt, sodass dies durchaus eine denkbare Strategie ist. Aber auch Direktschaden auf einzelne Gegner lohnt in dieser Variante mehr als in anderen Mehrspieler-Formaten, sofern er im eigenen Zug zugefügt wird.

Erstes Spiel: "Magic mörderisch" (3 Spieler)

Die Decks werden gewählt, und damit sind die Kommandeure für das erste Spiel bekannt: Thraximundar bei Mario, Adamaro, als Erster begehrend bei Stefan und Marath, Wille der Wildnis bei mir. Stefan startet mit einem Glutschlepper und sorgt mit dem Schwefeligen Strudel dafür, dass meine ganzen Länder, die beim Ins-Spiel-Kommen einen Lebenspunkt spendieren, genau das nicht mehr tun. Bei Mario zeigt sich ein Vertrauter des Nachtpfads, der vor dem Fundus des Nekromagiers herumlungert, und weil ich auf meine Drahtholzwald-Wilde den Kommandeur Marath folgen lassen will, fegt Stefan mit dem Vulkanischen Auswurf schnell noch den Tisch leer, damit ich keine Karte ziehen darf. Maraths Auftritt dauert auch nicht viel länger, weil Marios Hautschmelzer ihn nicht mag, aber immerhin hinterlässt mein Kommandeur einen 1/1 Elementarwesen-Spielstein, der mit der Matrix der Macht sogar frech werden kann.

Nun schickt auch Stefan seinen Adamaro ins Rennen, dazu gesellt sich Chandras Phoenix, doch Mario rüstet mit einem Düstergrab-Hauptmann auf und verkündet dann den Ruf in das Grab. So muss bei Stefan der Phoenix wieder gehen, doch mittels Verkohlen wird er wieder aus der Asche geholt. Ich kann den Spielstein opfern und bringe dann Marath wieder in Startposition, wo er meine Abtrünnige Krasis weiterentwickelt und Spielsteine erzeugt, die Marios Ruf in das Grab folgen können. Dort ist jetzt auch noch ein Todespakt geschlossen worden, was mich aber nicht davon abhält, mit einer überlasteten Straßenwölbung die gegnerischen Kreaturen zu entsorgen. Stefan legt dann die Donnerbruch-Regentin nach und ist ansonsten guter Dinge, dass ihm sein Direktschaden auf Mario und mich den entscheidenden Vorteil bringt.

Und danach sieht es nun auch aus, denn der Schwefelige Strudel kratzt nach wie vor an unseren Lebenspunkten, und um die Sache zu beschleunigen, setzt Stefan im eigenen Zug einen Barbaren-Kampfring ein und wirkt einen Feuerstoß mittels Gebirgsopfer, sodass Mario als Erster draußen ist. Sein Abschiedsgeschenk ist dann noch Des Helden Untergang, mit dem er meinen Marath eliminiert. Ich überlebe mit fünf Lebenspunkten, wovon in meinem Zug aufgrund des Schwefeligen Strudels nur noch zwei übrig bleiben. Meinen Kommandeur kann ich wieder ausspielen, aber eine Rettung ist nicht in Sicht. Im nächsten Zug sacke ich dann auf einen Lebenspunkt ab und ziehe – einen Klippensprinter-Behemoth! Der stürzt sich ins Geschehen, hat dank Marath Eile und Lebensverknüpfung, und weil er vom Kommandeur auch noch drei +1/+1-Marken spendiert bekommt, schraube ich mein Lebenspunktekonto um acht Zähler nach oben. Daraufhin gibt Stefan auf...

...aber beim Schreiben dieser Zeilen fällt mir auf, dass der Schwefelige Strudel ja bekanntermaßen dafür sorgt, dass die Lebenspunkte nicht nach oben gehen können. Ich war so voller Euphorie, im allerletzten Moment die vermeintlich rettende Karte gezogen zu haben, dass ich das nicht nur übersehen habe, sondern auch die anderen Spieler damit quasi überfahren habe. Nein, die Verzauberung habe ich nicht weg bekommen, und so ist festzuhalten, dass der Sieg ganz eindeutig Stefan und seinem Adamaro zusteht.

Zweites Spiel: "Magic mörderisch" (3 Spieler)

Neues Spiel, neue Kommandeure: Diesmal wählt Mario Marath, Wille der Wildnis, Stefan greift zu Sigarda vom Reiherschwarm, und ich entscheide mich für mein Deck um Kaalia von der Weite. Stefan startet dem Hain der Reinheit, dann kommen bei Mario und mir die Kommandeure Marath und Kaalia, allerdings wird meine Angriffsstrategie von Stefans Parallaktische Welle durchkreuzt. Ich entscheide mich, die Kommandeurin mit dem Rückfahrticket ins Exil gehen zu lassen und nutze die folgenden Runden für den Ausbau meiner Manabasis, bis ich einen Flammenschürer-Drachen beschwören kann. Der wird jedoch von Marios Marath abgeschossen, der nach dem ersten Aufbrauchen nun als 5/5-Kreatur kommt und damit Wo die Ahnen schreiten auslöst. Mein Karmischer Begleiter holt den Flammenschürer-Drachen aber wieder zurück, dazu gesellt sich ein Boros-Gildenmagier, den Mario mit Maraths Schadenfähigkeit grillt. Das nehme ich persönlich, denn immerhin hätte er auch Stefans Vasall des Gilblaubs töten können.

Es folgen die Tobenden Baloths bei Mario, und Wo die Ahnen schreiten trifft abermals meinen Flammenschürer-Drachen. Die Parallaktische Welle ist abgeebbt, und Stefan nutzt sie kurz vor ihrem Ende noch für eine Opfergabe. Ich bekomme somit meine Kaalia zurück, befreie aber erst einmal mit einem Erdbeben das Feld von allem, was kreucht. Stefan bringt Gideon Jura und zwingt Kaalia, den Planeswalker anzugreifen, sodass deren Fähigkeit nicht ausgelöst wird. Allerdings kann ich Razia, Boros-Erzengel für mich gewinnen, und sie hilft, Gideon Jura auf einen Schlag wieder loszuwerden. Stefan bringt dann seine Kommandeurin Sigarda, bei Mario kommt Marath mit mittlerweile sieben Marken neu ins Spiel, dann kann er Das Ungeschriebene erkennen und sowohl eine Kraterraupe als auch den Paläoloth ins Spiel bringen, wobei Letzterer noch einen Grollgröhler aus dem Friedhof fischt. Damit wird Wo die Ahnen schreiten gleich mehrfach aktiv, und der Schaden reicht, um Stefan auszuschalten.

Ich versuche, das Blatt noch einmal zu wenden, indem ich mit den Exhumierungsritualen den Karmischen Begleiter und mit diesem Razia, Boros-Erzengel reanimiere, allerdings genügt der Schaden nicht, um Mario zu bezwingen. Immerhin kann ich Marath noch Terminieren, bevor dieser mit frischem Mana Schaden schießen kann, aber Mario zückt in seinem Zug einfach ein Boros-Amulett und knipst mein Lebenslicht aus. Somit geht das zweite Spiel an Mario mit Marath.

Drittes Spiel: "Magic mörderisch" (3 Spieler)

Mario kehrt zurück zu der Kombination aus Blau, Schwarz und Rot, wählt mit Jeleva, Nefalens Geißel aber einen anderen Kommandeur und eine andere Strategie. Stefan hat einem gewöhnlichen blau-schwarzen Highlander-Deck Sygg, Flussmeuchler als Kommandeur spendiert, und ich pilotiere mein Deck um Riku der Doppelspiegler. Das startet mit einem Erhabenen Scheinbild und dem Launenhaften Chemister, während das Drachengewitter bei Mario nach seinem Bekunden nur dafür da ist, Jeleva Eile zu geben. Und da ist sie auch schon, schickt von jedem Spieler vier Karten ins Exil und greift gleich an, um einen Gedankenwirbel zu wirken. Mit einem Plötzlichen Ableben füge ich dann allen schwarzen Kreaturen tödlichen Schaden zu, was nicht nur Marios Kommandeurin trifft, sondern auch Sygg, Flussmeuchler, einen Basilikakreischer und einen Vampir-Nachtschwärmer bei Stefan. Außerdem verdeutliche ich mit Intet dem Träumer meinen Anspruch auf die Lufthoheit.

Mario legt die Pionierstiefel und einen Strionischen Resonator für Jeleva bereit, allerdings kann Stefan ihren nächsten Auftritt mit Mana Drain vereiteln. Das geklaute Mana nutzt er für einen Vergessenheitsstein, der auch gleich den Tisch leer fegt. Während Mario mit dem Hammer des Purphoros einen anderen Eile-Geber vorweisen kann, kommt bei mir Riku, der nach Stefans Zurückstoßen aber erst einmal auf meiner Hand landet. In der folgenden Runde verzichte ich auf einen zweiten Versuch und bringe lieber die Wucht des Magmas. Mario kann dann wieder Jeleva ins Rennen schicken, diesmal sammelt sie schon 24 Karten ein, von denen sie im eiligen Angriff eine Zeitdehnung wirkt. Besser wäre es wohl gewesen, erst einmal meine Wucht des Magmas auszuschalten, denn so haut sie in Marios erstem Extrazug die Kommandeurin um.

Jeleva lässt freilich nicht lange auf sich warten, kommt für zehn Mana, und Mario stellt mit einem Kommentar zu dem bei mir gefundenen Gesicherten Durchgang klar, dass er außer Jeleva keine Kreaturen im Deck hat. Das lässt uns aufhorchen, denn im besten Fall mit nur einem Punkt Kommandeursschaden pro Runde könnte das eine langwierige Sache werden, und dank zusätzlicher Kartenzieher ist Marios Bibliothek zudem bereits die kleinste von allen. Doch erst einmal versuche ich mich nochmals an Riku, wobei Stefan diesmal mit einem Gegenzauber dagegen hält. Mario lässt dann die Schlimmsten Befürchtungen wahr werden, nutzt den Ablauf der Wartezeit von meinem ausgesetzten Abtasten der Realität, um sowohl Stefans Traumbild als auch meine wiederkehrende Hexerei loszuwerden, und mein Elektrolysieren verwendet er, um meinen Krosanischen Begrüner zu grillen.

Stefan bedankt sich mit Hurkyls Erinnerung, die Marios Artefakte auf die Hand zurückschickt, der lässt den Fluch der Kabbalisten aber wiederum mich treffen und schießt dann mit der Vulkanischen Vision unsere Kreaturen ab. Nun endlich bekommt Jeleva Unterstützung in Form von einer Armee der Verdammten, und der Zombie-Streitmacht gelingt es dann auch rasch, Stefan und mir den Garaus zu machen. Sieg für Mario und seine Jeleva, und viel später hätte es nicht werden dürfen, denn Marios Bibliothek bestand am Ende aus nur noch sieben Karten.

Viertes Spiel: "Magic mörderisch" (3 Spieler)

Noch einmal spielen wir "Magic mörderisch", diesmal ist Daretti der Schrottkundige Marios Kommandeur, Stefan entscheidet sich für Derevi, Himmlische Taktikerin, und der Anführer meines Decks ist Prossh, Himmelsjäger von Kher. Daretti und Derevi sind früh im Spiel, ich schicke erst einmal Endrek Sahr, Meisterzüchter vor, auf den Mario ein Peitschlodern wirkt, woraufhin der sich aber lieber in eine +1/+1-Marke für das Narbenland-Thrinax verwandelt. Mit einem Verliesgeist hält Stefan den Goblinschweißmeister von Mario von der Arbeit ab, dafür fliegt dort ein Thopter-Geschwader heran.

Stefans Beherrschende Zecke ist in diesem Format durchaus eine Ansage, aber ich bringe trotzdem meinen Prossh ins Spiel, dessen Angriff Stefan dann mit Verdammen beendet. Mit einer Blasphemischen Tat räumt Mario dann ohnehin alles ab, und das leere Spielfeld bevölkern als Erste ein Schafhirte des Annullierens bei Stefan und Jarad, Lichfürst der Golgari bei mir. Das gefällt Mario auch nicht, also lässt er einen Sternensturm wüten und lässt auch noch eine Vandalenrandale mit Überlast folgen. Ich versuche mich an dem Aufstieg des Bändigers, aber Stefan macht diesen mit einem Zerlegenden Schlag zunichte.

Das ist zugleich Stefans letzte Aktion, denn er will heute nicht ganz so spät nach Hause und klinkt sich an dieser Stelle aus. Mario und ich spielen also ein Einzel weiter, und ich bringe einen Ork-Scharfschützen in Stellung. Der wartet wie der Schafhirte des Annullierens auf viele Kollegen, und die bekommen sie dann auch von Zendikars Rächer. Damit werden die Kreaturen, die Mario nach seinen eigenen Abräumern ausgespielt hat, gleich wieder ins Grab gerissen, und seine wertvollsten Artefakte verliert er obendrein. Da ich außerdem die ganzen Pflanzen-Spielsteine mit +1/+1-Marken aufwerten kann, sieht Mario keine Chance mehr für sich und gibt auf. Sieg für mich und Prossh.


Damit ist der heutige "Kommandeur"-Abend leider auch schon wieder vorbei. Es hat wieder viel Spaß gemacht, und ganz besonders hat mich gefreut, dass sich einige der Karten, die in den letzten Tagen den Neuzugang zu meinen Decks geschafft haben, sich beim Spielen auch gezeigt haben. Beim nächsten Mal ist dann freie Deckwahl angesagt.


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