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Spielbericht vom 30.05.2016

von Mario Haßler, 02.06.2016 - 18:30 – Spielbericht · Multiplayer

Erstes Spiel: "Uhrzeiger-Magic" (3 Spieler)

Sabine, Gert und Stefan eröffnen den Abend mit einer Partie "Uhrzeiger-Magic". Sabine spielt ein blau-grünes Deck rund um das Thema "Nachforschungen anstellen" und kann sich nicht beklagen, was den Nachschub an Hinweisen angeht. Doch Stefan, dessen blau-schwarzes Deck laut eigener Aussage in erster Linie auf Kontrolle ausgelegt ist, hat sich mit zwei Nebelbänken gegen Angriffe abgesichert und nötigt den Gegnern mit dem Basilikakreischer fortwährend Lebenspunkte ab. Das kostet zuerst Sabine das Leben und wenig später auch Gert, der mit seinem rot-weißen Deck keine Lösung finden konnte.

Zweites Spiel: "Verräter" (5 Spieler)

Nun steigen Mario und ich mit ein, und wir wechseln zu "Verräter". Das Los macht Sabine zur Fürstin, und ich bin der Verräter, was zunächst aber noch mein Geheimnis bleibt. Ich habe wie beim letzten Mal Decks dabei, die ich schon lange nicht mehr in unserer Multiplayer-Runde gespielt habe, und für meine unterstützende Rolle wähle ich "Die Schmerzen der Aufklärung". Und es läuft ganz nach Plan: Ich eröffne mit der namensgebenden Aufklärung und lege dann zwei Armbrustträger nach. Da Sabine einen Alchemistenlehrling und einen Gebundenen Geist ins Spiel bringen konnte, kann ich mich mit Scheinangriffen zurückhalten, ohne dass es groß auffällt. Stefan schießt Sabines Gebundenen Geist allerdings mit dem Äußersten Preis ab, und nachdem seine Erbin von Falkenrath sich in die Erbin der Nacht verwandelt hat, wagt er den Angriff auf die Fürstin. Hier interveniere ich und hole den Flieger mit dem Bogenschützen aus D'Avenant und einem der Armbrustträger vom Himmel. Damit habe ich meine Gesinnung offengelegt, ohne mich offiziell zu outen, was Sabine weiterhin die Extrakarte beschert und die zu erwartenden Lebenspunkte weiter in die Höhe schraubt. Aber das ist nur von kurzer Dauer, denn als Mario ein Wolkenstein-Kuriosum neben seine Galeerenqualle legen will, gebe ich mich als Verräter zu erkennen, neutralisiere den Kreaturenzauber und entferne Gerts Dämmerhülle-Gildenmagier aus dem Spiel.

Mit der schönen Kombination aus Brigid, Heldin von Kinsbaile und einer Todesstoß-Nadel bereite ich dann meine Offensive vor, doch hier macht mir Marios Bannende Priesterin einen Strich durch die Rechnung. Stefan sammelt ein Gelungenes Flickwerk und einen Nahtschwingen-Skaab um sich, Sabine stattet ihren Untoten Henker mit dem Dreizack des Peinigers aus und attackiert Gert, doch Marios Unhold-Jäger gebietet ihr hier bald Einhalt. Die Klinge des Schicksals soll dem Spuk ein Ende bereiten, aber Gert kann den Spruch genau auf den Armbrustträger umleiten, der aktuell mit der Todesstoß-Nadel ausgestattet ist. Ich gebe die Ausrüstung dann dem Heiler aus D'Avenant in die Hand und sichere diesen zusätzlich mit den Beinschienen des Blitzes ab.

Die Bauern spüren, dass sie dagegen nicht lange ankommen können, und wechseln ihrerseits in die Offensive. Bei Stefan sind die Fahle Reiterin aus Trostad und ein weiteres Gelungenes Flickwerk hinzu gekommen, aber ich kann mit Direktschaden die Angreifer dezimieren. So auch bei Mario, der auf diese Weise die Bannende Priesterin verliert, sodass ich Brigid zurück bekomme. Sabine widmet sich dann der Auferstehung der Dämonen, und weil sie die mittlerweile zwei Alchemistenlehrlinge nach Belieben opfern kann, verfügt sie bald über zwei 5/5 Dämonen. Gert erliegt als Erster unseren Angriffen, nicht viel später folgen Stefan und Mario, und damit geht dieses Spiel an Fürstin Sabine und mich als Verräter.

Drittes Spiel: "Verräter" (5 Spieler)

Wir bleiben bei "Verräter", und der Zufall will es, dass Sabine abermals die Rolle der Fürstin zugeteilt bekommt. Ich bin diesmal Bauer und habe mir das "Mobile Sägewerk" geschnappt, das mir allerdings zunächst nur Ausrüstungen wie die Beinschienen des Blitzes und Feuerstecken zubilligt. Gert macht aus seiner fürstinnenfeindlichen Gesinnung hingegen keinen Hehl, er hat die Dorfbotin in einen Mondlicht-Eindringling transformieren können, und unterstützt von einem Aufgehenden Vollmond greift er Sabine an. Dort zeigen sich bald ein Vulshok- und ein Sylvok-Ebenbild, während Mario einen einsamen Stachelnährer vor sich liegen hat und Stefan einen Fürsprecher des Waldes. Nachdem ich jedoch einen Juggernaut ins Rennen geschickt habe (allerdings ohne ihm mit den Beinschienen Eile gegeben zu haben), lässt Stefan den Reflexionsmagier raus, um die angriffslustige Artefaktkreatur wieder auf meine Hand zu schicken. Damit hat auch er inoffiziell seine Loyalität zur Fürstin bekunden können, aber auch hier folgt das tatsächliche Outing nur wenig später. Es ist Marios Zytoplast-Manipulator, der von Verräter Stefan neutralisiert wird, und außerdem verbannt er meine Beinschienen des Blitzes.

Einen großen Schrecken jagt mir dann Sabines Hortschmelzender Drache ein, denn der ist in der Lage, mein artefaktlastiges Deck völlig auszuhebeln. Zum Glück kann Gert hier mit einer Jagd bei Mondschein intervenieren und den Drachen entsorgen. Mit Ulrichs Blutsverwandtem und einem Immerwolf schafft Gert weitere Unterstützung für seine Wölfe und Werwölfe herbei, und ich kann einen Knäuelgolem verpflichten und ihn mit Feuerstecken und O-Naginata zu einem 8/4-Trampler mit Doppelschlag machen. Doch Sabine hat ja noch das Sylvok-Ebenbild, das sie bereitwillig hergibt, um meine Artefaktkreatur zu zerstören. Und für Marios Kalonische Hydra hat sie einen klassischen Feuerball übrig. In der Zwischenzeit verpflichtet Stefan mit Jace, Wunderkind von Vryn und Nissa, Seherin aus Riesenholz die ambitionierten Vorstufen zu bekannten Weltenwanderern, aber Erstere wird gleich von Marios Triskelion abgeschossen. Gert lenkt seine Angriffe nun auf Stefan, der mit Dromokas Befehl Gerts Immerwolf erlegt, dazu gesellt sich ein Anwerber der Dämmerwache, der den Kreaturennachschub voranbringen soll. Mit einem frischen Juggernaut versuche ich ein weiteres Mal, der Schlagkraft meines Decks Ausdruck zu verleihen, doch da hat Sabine – wieder ganz klassisch – noch ein Zersplittern zur Hand.

Stefan und Sabine wechseln nun selbst in die Offensive, und ich bin das wehrlose Opfer. Die Truppensammlung des Verräters liefert dann noch Wunderkind Jace und eine Weise der Renaturierung nach, und so zieht Mario mit einem Spiegelgewebe die Reißleine, indem er alle Kreaturen zu 0/0 werden lässt. Seine eigenen überleben dank der +1+1-Marken, aber leider verliert Gert auch seine Wölfe und Werwölfe. Mich rettet es letztlich doch nicht, den mit einer Lichtbogen-Spur bringt Sabine den letzten Schaden an den Mann und mich um. Immerhin kann Mario ein Vergessenes Urwesen neben seine Einsichtige Magierin legen und so jede Runde einige Karten mehr ziehen als üblich. Da die Magierin nebenher auch zu stattlicher Größe anwächst, liegt es nahe, mit ihr auch anzugreifen, doch Stefan kann den Erzengel Avacyn ins Spiel blitzen und Marios Kartenziehgarantin totblocken. Während Gert den Bürgermeister von Auerbrück begrüßt, kann Mario eine Uralte Hydra für seine Zwecke gewinnen, und als sie in der nächsten Runde angreift, ist sie bereits 24/24. Sabine kann nur mit der Moderbestie blocken, doch weil ihr Asketentum für Stefan nicht gilt, kann er dem Blocker mit Dromokas Befehl eine +1/+1-Marke spendieren, was letztlich dazu führt, dass die Fürstin mit noch einem Lebenspunkt überlebt. In der so erkauften Runde finden aber weder Sabine noch Stefan eine Antwort auf die Übermacht der verbliebenen Bauern, und so geht das Spiel an Gert, Mario und posthum mich.

Viertes Spiel: "2 gegen 2"

Sabine verabschiedet sich für heute, wir machen zu viert weiter mit "2 gegen 2", Stefan und Gert gegen Mario und mich. Wir spielen mit gemeinsamen 40 Lebenspunkten je Team und der Teamblock-Option. Mario startet mit Brut-Beschwörer, Kozileks Jäger und einem Blinden Beobachter, die ein paar Eldrazi-Brut- und Eldrazi-Ausgeburt-Spielsteine mitbringen. Bei Gert zeigen sich ein Beutegreifender Schlamm, der uns dank der Teamblock-Option vom Angreifen abhält, und zwei Zhur-Taa-Druiden, die auch gerne aus Spaß Mana machen, nur um uns weh zu tun. Stefan hat mit dem Nachtschattenkrämer ins Spiel gefunden, an die er nun eine Izzet-Ladungsmagierin bindet. Diese löscht Marios Eldrazi-Brut aus, aber ich kann Schlimmeres verhindern, indem ich dem Nachtschattenkrämer ein Schmerzvolles Ableben bereite. Ansonsten lässt mich mein Deck "Fühle den Schmerz" ziemlich im Stich, hat mir gerade mal einen Rußigen Anfacher beschert, mit dem ich nichts anfangen kann außer ihn im Verlauf des Spiels als Notblocker herzugeben.

Bei Mario kommt hingegen ein Citanul-Oberpriester hinzu, und zusammen mit dem Auge von Ugin gelingt es ihm dann, Ulamog, den unendlichen Wirbel zu wirken, den Stefan allerdings mit einer Auflösung erfolgreich verhindert. Dort geht es weiter mit dem Jagdmeister vom Kahlenberg und einem Todesritenschamanen, während Gerts Morph-Kreatur sich als Schirmhydra entpuppt, die zusammen mit der Blutrausch-Fähigkeit vom Ghor-Clan-Randalierer und dem Hammerschlag in der Lage ist, Ulamogs Schläger bei Mario ordentlich einen auf die Nuss zu geben. So weiß Mario keinen besseren Rat, als mit Alles zu Staub den Tisch zu bereinigen, wobei die Schirmhydra eine Handvoll Ophis-Spielsteine hinterlässt. Aber auch Stefan ist mit einem frischen Todesritenschamanen wieder schnell im Spiel, und dann kommt auch noch Niv-Mizzet, der geniale Drache dazu. Alles, was ich zu bieten habe, sind 10 Schaden durch Malfegors Atem und weitere 5 Schaden durch einen Rückschlag auf den Drachen, aber das ist natürlich nicht die Rettung. Der Tod ereilt uns durch die Fähigkeiten von Stefans Kreaturen, und damit können Gert und Stefan den Sieg einfahren.

Fünftes Spiel: "2 gegen 2"

Für die Revanche bestimmt der Zufall, dass die Teamblock-Option wegfällt und wir stattdessen mit der Manaumwandlung 2:1 spielen. Mario findet mit einer Tiefsee-Hypnotiseurin ins Spiel sowie mit einer Azorius-Eintreiberin, die Stefans Nyx-Weberin vorübergehend inhaftiert. Gert legt mit dem Drogskol-Hauptmann los, und mein Deck "Aurenforschung" zeigt sich von seiner besten Seite, indem es mir in der dritten Runde einen Forscher der Akademie mitsamt Eldrazi-Zwangsverpflichtung beschert. Den kann auch Gerts Purzelgeist nicht aufhalten, aber mit dem Nebenmond gelingt es Gert immerhin, die Eldrazi-Zwangsverpflichtung loszuwerden, wobei er Stefans Peitsche des Erebos als Kollateralschaden in Kauf nehmen muss.

Während Marios Frostluchs den Drogskol-Hauptmann ausbremst, hole ich mir mit dem Schillernden Sceada die Eldrazi-Zwangsverpflichtung aus dem Friedhof ins Spiel zurück. Gert kann dann noch mit der Drogskol-Kavallerie aufwarten, und Stefan präsentiert die Bruttyrannin Sidisi und ein Sturzbach-Elementar. Doch Marios Meister der Ablenkung hilft bei der Optimierung des Schadens, den wir durchbekommen, und so endet das Spiel, wie unschwer abzusehen war, mit einem klaren Sieg für Mario und mich.

Sechstes Spiel: "2 gegen 2"

Das ging recht schnell, und es steht im Grunde ja auch noch ein Entscheidungsspiel an. Allerdings ist es schon recht spät, und man weiß ja, wie das ist mit der letzten Partie am Abend... Aber was soll's, wir riskieren es, diesmal wieder mit der Teamblock-Option. Und so geht's los: Gert bereitet mit dem Erheller der Erdgänge und einem Verwegenen Ermittler seine Nachforschungen vor, Mario setzt auf Artefaktkreaturen wie den Meldenden Schädling und den Glasurunhold, bei Stefan zeigen sich mit der Vampirischen Fluchmagierin und der Hochgeborenen Kalastria erste Vampire, und meinem Deck "Standhaftigkeit" entspringt ein früher Rasierklingengolem, den ich mit der Überzeugung ausstatte. Die Aura hole ich mir aber wieder auf die Hand zurück, als Stefan mit dem Golem ein Blutfest feiert, und gebe sie wenig später dem Kurierfalken, von wo aus sie abermals den Weg auf meine Hand findet, weil Stefans Torwächter von Malakir mir auch diese Kreatur nimmt. Außerdem kann Stefan den Meldenden Schädling derart Entstellen, dass er verschwindet, dafür bekommt Mario einen zweiten Glasurunhold dazu.

Mit dem Unterwassergrab-Erforscher beginnt Gert dann seine Nachforschungen, und die Laufende Ermittlungen unterstützen ihn dabei, bis ich die Verzauberung durch Angriffe meines Soltarischen Geistersehers loswerden kann. Mario setzt sein Artefaktthema mit dem Gefährlichen Myr und einem Opalmox fort, und mit der zusätzlichen Unterstützung durch eine Geisterfeuerklinge können seine Glasurunholde immer wieder punkten. Störend ist lediglich Stefans Vampir-Nachtschwärmer, den Mario jedoch mit einer Schrapnellexplosion beseitigen kann, und als ein weiterer Vampir-Nachtschwärmer folgt, gelingt mir die Verbannung durch den Vergessenheitsring.

Dann allerdings kann Gert mit der Beobachterin im Netz die Angriffe von Marios Flugartefakten stoppen, mit der Unermüdlichen Spurensucherin die Nachforschungen weiter vorantreiben und mit zwei Grabmaulwürfen aus dem Einsatz seiner Hinweise auch noch Lebenspunkte abschöpfen. Für den neuen Torwächter von Malakir von Stefan opfere ich einen frischen Kurierfalken, sodass der irreale Geisterseher bleiben kann und mit dem Gepanzerten Höhenflug um +6/+6 verstärkt den Gegnern wieder einige Lebenspunkte abluchsen kann. Nebenbei sorgt er dafür, dass so Späßchen wie der Aufstieg des Bluthäuptlings oder die Mysterien des Ulvenwalds keine Chance haben, aber dennoch gelingt es uns nicht, den Anstieg der gegnerischen Lebenspunkte nachhaltig zu bremsen.

Wie es weiter geht, ist also noch völlig offen, doch weil es inzwischen so richtig spät geworden ist, brechen wir das Spiel an dieser Stelle ohne Ergebnis ab. Allerdings dürfen Gert und Stefan sich als Sieger fühlen, denn unsere Lebenspunkte sind bereits im einstelligen Bereich angekommen, während sie noch ein Guthaben von etwa 40 Punkten aufweisen können. Außerdem zeigt ein Blick in die obersten Karten meiner Bibliothek, dass die rettenden Rathischen Stürme so schnell nicht gekommen wären. So oder so, der heutige Abend ist damit zu Ende, und beim nächsten Mal kommen wieder die ganz großen Decks dran – denn dann ist "Common Highlander" angesagt!

Übrigens: Eine an sich nicht ungewöhnliche Aktion an diesem Abend hat mir zu denken gegeben, und die Gedanken, die mir dabei durch den Kopf gingen, habe ich aufgeschrieben, um sie mit euch zu teilen: bitte hier klicken.


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