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Spielbericht vom 03.11.2016 – "Common Highlander"

von Mario Haßler, 26.11.2016 - 22:00 – Spielbericht · Multiplayer

Ja so was aber auch! Da schreibe ich einmal keinen Spielbericht, und keiner merkt's? Nicht mal ich selbst? Wirklich niemand? Falsch! Ein von unbeugsamen Galliern bevölkertes Dorf... Quatsch. Ein Einziger aus unserer Spielerunde hat die Lücke bemerkt: Gert, der an diesem Abend nicht teilnehmen konnte und nun mal schauen wollte, was wir denn ohne ihn so gemacht haben. Und so fragte er erst sich und dann mich, wo denn wohl der Bericht wäre. Sapperlot, den habe ich völlig vergessen! Aber immerhin habe ich noch meine Notizen gefunden (das Genie beherrscht das Chaos), und so kann ich nun das Gewünschte nachliefern. Wenn die Aufzeichnungen richtig und vollständig sind, haben wir an dem Abend nur zwei Spiele geschafft:

Erstes Spiel: "Zombie-Magic" (4 Spieler)

Wir sind zu viert – Axel, Mario, Stefan und ich – und entscheiden uns für "Zombie-Magic". Stefan hat als Einziger kein fünffarbiges Deck gewählt; er verzichtet auf Rot und Grün und will mit einem Kurier-Sceada starten, den ich noch vor meinem ersten Zug Ausschließen kann. Er tröstet sich mit einem Kirchturm-Roc, den er, wie ich meine Blutjäger-Fledermaus, in den Kampf gegen Mario ziehen lässt. Dessen Deck sucht nämlich fleißig Länder, und mit den Mysterien des Ulvenwalds gibt es zudem die Chance auf verstärkten Kartennachschub, sodass hier die Gefahr fast schon spürbar in der Luft liegt. Gewohnt harmlos findet Axel ins Spiel, hier zeigt sich ein Schwelender Novize, ansonsten helfen Auren, um Marios Dschungelweber Durch Weisheit einzuschüchtern, Stefans Esper-Kormoran zum Wonnigen Herumliegen zu verführen oder meinem Diebischen Schlüsselmeister eine Kristallisierung zu verpassen. Mein Galgenast-Ältester hat zuvor die Ulvenwald-Mysterien aufgelöst, nun kann Mario seinen Dschungelweber mithilfe von Ätzendem Schleim von der behindernden Aura befreien.

Stefan baut seine Truppen mit einem Konklavenequidonauten und der Sirene der Reißzahnküste aus, Axel holt sich einen Grauen Leotau, den er mit dem Schild der Überseele versieht, und nachdem Mario mit seinem Rammhorn Stefans Esper-Kormoran abgeschossen hat, beansprucht er mit dem Sinnbild der Vorstellungskraft den Luftraum allein für sich. Das macht aus der folgenden Straßenwölbung einen sehr trickreichen Abräumer für alle gegnerischen Kreaturen, den lediglich Axels Grauer Leotau dank dem Schild der Überseele überlebt, während ich mit der Vertreterin des Freispruchs den Galgenast-Ältesten auf meine Hand rette. Einen massiven Angriff von Mario muss ich danach überstehen, dann kommt der Baumhirten-Schamane wieder ins Spiel, um das Sinnbild der Vorstellungskraft zu zerstören – doch diesmal nutzt Mario die rettende Hand, indem er die Kreaturenverzauberung Kentern lässt.

Derweil setzt Mario mit dem Unheil von Bala Ged Axel zu, und ich bemühe mich, mit der Gelehrten des Athreos mein Lebenspunktekonto wieder aufzufüllen. Bald ist freilich das Sinnbild wieder da, doch eine Ruhepause verschafft mir ein bisschen Zeit. Axel verpflichtet nun einen Verstand-Wegnager, und die zufällig bestimmte Karte, die Mario abwerfen muss, ist sehr zu unserer Freude das Kentern. Dann kann ich mit dem Herannahen des Todes das Unheil von Bala Ged vernichten und mich mit einer Propaganda ein wenig absichern, und so hetzt Mario nun alle seine Kreaturen Axel auf den Hals. Hier funkt Stefan mit dem Azorius-Amulett dazwischen, um das Sinnbild der Vorstellungskraft auf die Bibliothek zu schicken und Axel das Blocken zu ermöglichen, doch eine Runde später ist die Verzauberungskreatur wieder da, und im Angriff kann Mario Axel bezwingen und zu seinem Zombie machen.

Der setzt sich auch gleich für seinen Meister ein, indem er das Unheil von Bala Ged Von den Toten auferstehen lässt und so hilft, Marios Dominanz weiter auszubauen. Eine nennenswerte Gegenwehr haben weder Stefan noch ich zu bieten, und so fallen wir einer nach dem anderen den Attacken zum Opfer. Das Spiel endet mit einem klaren Sieg für Mario.

Zweites Spiel: "Zwei-Fronten-Magic" (3 Spieler)

Die erste Partie hat schon ziemlich lange gedauert, daher verabschiedet Axel sich an dieser Stelle, und wir übrigen drei wechseln zu "Zwei-Fronten-Magic". Stefan spielt nun auch ein fünffarbiges Deck und legt Schillernde Armreife bereit, die der Leoniden-Junker sich gerne anlegt, und Mario kann sich wieder über Manabeschleunigung freuen, die ihm innerhalb weniger Züge einen Pelakka-Wurm für die Front zu Stefan und einen Bezwinger der Heere für die Front zu mir beschert. Zur Abwehr stelle ich einen Goblin-Kesselflicker auf, der sich mit dem Nachtschattenkrämer verbandelt, was für ausreichend Abschreckung sorgt.

Doch dann ist auch das Unheil von Bala Ged schon wieder da. Stefan will es Kentern lassen, und Mario versucht, den Eldrazi mit einem Akrobatischen Manöver zu retten, doch Stefan bringt ihn ganz Durcheinander, sodass dies misslingt. Das ist viel Aufwand, um das Unheil von Bala Ged auf Marios Hand zu schicken, von wo aus es natürlich bald wieder den Weg ins Spiel findet. Nun hat Stefan aber einen Azorius-Gildenmagier, der es vom Angreifen abhalten kann. Bei mir zeigen sich Garruks Rudelführer und ein Riesenholz-Verschlinger, Mario erforscht wieder die Mysterien des Ulvenwalds, und dann räumt Stefan mit einem Wilden Wirbelwind den Tisch leer, was Mario immerhin einige Hinweise einbringt.

Das Spielfeld wird umgehend wieder bevölkert. Ich schicke Ulamogs Schläger ins Rennen, Mario nutzt die Gequälte Existenz, um das Unheil von Bala Ged wieder ins Spiel zu holen, und Stefan schickt uns die beiden mit dem Kampfmagier des Nachtpfads wieder auf die Hand zurück. Dann will er das Ganze wiederholbar machen, indem er den Kampfmagier mit dem Vedalken-Genie wieder auf seine Hand bringt, aber da funkt Mario ihm mit der Straßenwölbung dazwischen. Das neu ausgespielte Unheil schalte ich mit Fleisch zerreißen aus – wenn auch nur vorübergehend, weil die Gequälte Existenz ja dafür sorgt, dass auch im Friedhof noch lange nicht Schluss ist.

Fast schon verzweifelt versuche ich, noch irgendetwas Sinnvolles zu tun und lasse meinen Verschlingenden Wurm alles andere Überragen und greife Stefan an. Doch der überlebt schwer verletzt mit einem Lebenspunkt und kann danach mit der Gelehrten des Athreos nicht nur sich selbst stabilisieren, sondern auch mir die letzten Lebenspunkte rauben, sodass ich als Erster rausfliege. Doch ich hätte ohnehin keinen Blumentopf mehr gewinnen können, da Mario nun den Pelakka-Wurm wirbeln lässt, der in den folgenden Runden mehr als einmal ins Spiel kommt und von dort auf dem Friedhof landet. Damit erwirtschaftet er letztlich einen größeren Vorteil als Stefan, der mit der Gelehrten des Athreos lediglich ein paar Lebenspunkte auf sein Konto umbuchen kann, und so geht nach einem zähen Ringen schließlich auch dieses Spiel an Mario – und zwar verdient, wie ich anmerken möchte.


Der Abend ist damit zu Ende, und Marios Deck hat mir gezeigt, dass man aus diesem Format durchaus mehr herausholen kann als mir das in der Regel mit meinen beiden Decks gelingt. Die größte Baustelle ist dabei die Manabasis, die ich bislang zu stiefmütterlich behandele. Auf der anderen Seite ist jede Hexerei, die Länder aus der Bibliothek holt, kein Problemlöser, um beim Gegner etwas weg zu machen. Und auch wenn 200 Karten viel erscheinen, so sind die Plätze im Deck doch kostbar, und jede Karte muss mit vielen anderen konkurrieren, die gleichfalls ihre Berechtigung hätten. Vielleicht komme ich im nächsten Jahr ja dazu, mich damit intensiver auseinanderzusetzen.

So, das war er aber nun, der vergessene Spielbericht.


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