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Spielbericht vom 18.01.2022 – Kommandeur

von Mario Haßler, 20.01.2022 - 21:00 – Spielbericht · Multiplayer

Das soll ein denkwürdiger Kommandeur-Abend werden, aber das ahnen wir zu Beginn noch nicht. Arglos bereiten wir uns auf das erste Spiel vor, und weil noch einer fehlt, wollen wir es kurz halten und entscheiden uns für "Pentagramm". Um mir die Decks, auf die ich mich mehr freue, für spätere Spiele aufzusparen (das wird sich im Nachhinein als Witz herausstellen), entscheide ich mich für mein Deck rund um Zedruu die Großherzige (→ zur Deckliste). Wir haben gerade begonnen, da trifft Mario ein, und unser Vorhaben wird hinfällig.

Erstes Spiel: "Zweiköpfiger Riese" (6 Spieler)

Nun sind wir zu sechst, und wir entscheiden uns für "Zweiköpfiger Riese" mit drei Zweier-Teams und 60 Start-Lebenspunkten je Team. Die Paarungen und Kommandeure sind wie folgt: Mario (Saheeli die Hochbegabte) und Tobias (Eloise, Ermittlerin aus Nefalen) gegen Stefan (Osgir der Rekonstrukteur) und Sven (Codie, der polternde Codex) gegen Gert (Krenko der Boss) und mich (Zedruu die Großherzige*).

* Ja, auch wenn mich die Erfahrung vom letzten Mal (als ich von einem Warmspiel-Einzel ausging und dann bei Dornenschädel geblieben bin, auch als eine Mehrspieler-Partie daraus wurde) lehren sollte, lieber gleich die "richtigen" Decks zu spielen, halte ich an Zedruu fest...

Los geht's mit einem Goblin-Bummspezialist und dem Hobgoblin-Banditenfürst bei Gert, Sven bringt Kommandeur Codie in Stellung, den ich jedoch per Gefangen im Mond in ein Land verwandele. Mario installiert einen Bottich der Nachäffung, Stefan kopiert diesen mit seinem Formbaren Stahl, und die Frage, wer von beiden mehr davon hat, wird, gemessen an den tatsächlichen Einsatzfällen in diesem Spiel, völlig überbewertet. Ich rufe Zedruu zu mir und verschenke die blaue Aura an Sven, der jedoch mit seinem Geisterviertel den Kommandeur befreit und von der Kommandozone neu ausspielt. Stefans Osgir will nun ebenfalls mitmischen, doch ich belege ihn mit dem Pazifismus, und auch diese Aura verschenke ich gerne.

Mit der Prozession der Ghule schließt Tobias sich dem Warten auf das Ableben von Kreaturen an, außerdem besorgt er sich einen Nadir-Kraken, der vom Kartenziehen profitiert und von mir auf eine Reise nach Nirgendwo geschickt wird – und auch diese Verzauberung wird mit und für Zedruu verschenkt. Gert bereitet sich mit dem Goblin-Häuptling und einem Tuktuk-Trümmerfort auf das Eintreffen weiterer Goblins vor, und als Mario seine Saheeli empfängt, schickt Gert seinen Krenko los, um vier Goblin-Spielsteine zu erzeugen und mit dem Hobgoblin-Banditenfürst Saheeli wegzuballern.

Mit Gewalt fegt Sven nun etliche Artefakte vom Tisch, dann übergibt er den Pazifismus an die Forderung der Natur und verhilft ironischerweise Stefan (und damit sich selbst) zu ein paar Lebenspunkten. Der wiederum legt mit Jor Kadeen der Obwalter und einer Ausgrabungsingenieurin mächtig los, und weil sich nun auch noch Kriegsführerin Aurelia einklinkt, wird gleich doppelt angegriffen. Dran glauben müssen Mario und Tobias, die dieser geballten Angriffsmacht nicht viel entgegensetzen können. Lange warten müssen sie jedoch nicht. Mit Zedruus Hilfe haben wir uns ein kleines Lebenspunktepolster angelegt und können Stefans Attacke auf uns mit nur ein paar wenigen Notblockern ganz passabel wegstecken. Sven verwandelt dann mit einer Schnellen Hybridisierung Gerts Krenko in eine Frosch-Eidechse (was ihn nicht hübscher macht), aber Gert hat genug Mana, um seinen Kommandeur neu auszuspielen. Dank Eile kann er gleich 18 weitere Goblin-Spielsteine produzieren, die allesamt 3/3 sind und mit all den anderen Goblins eilig angreifen können. Vorher sorgt jedoch der Hobgoblin-Banditenfürst für 19 Schaden, und damit ist Stefans und Svens Schicksal besiegelt. Sieg für Gert und mich.

Zweites Spiel: "Zweiköpfiger Riese" (6 Spieler)

Und damit kommen wir zum letzten Spiel für heute. Huch? Hat der Abend nicht gerade erst angefangen? Doch, hat er. Und er ist auch noch lange nicht vorbei... Bevor ich jedoch zu den Einzelheiten komme, bitte ich um Entschuldigung: Es wird nicht allzu viele davon geben. In den gut drei Stunden, die dieses Spiel dauern wird, werde ich irgendwann den Überblick ebenso verlieren wie den Glauben daran, dass es mir gelingen könnte, das Spielgeschehen in halbwegs nachvollziehbaren Beschreibungen wiederzugeben – und dass es dazu dann auch noch mindestens einen Leser gibt, der es sich anhand meiner Worte gedanklich vor Augen führen kann und/oder will. Aber fangen wir mit dem Grundlegenden an, wir bleiben bei der gewählten Spielvariante und den Teamaufteilungen. Die Kommandeure und die Decks ändern sich: Mario hat sich nun für Keranos, Gott der Stürme entschieden, Tobias für Prosper der Buchgebundene, Stefans Kommandeurin heißt jetzt Millicent, rastlose Rückkehrerin, bei Sven ist es Orvar die Allgestalt, und Gerts Deck dreht sich um Breena die Demagogin, meins um den Mizzix vom Izmagnus (→ zur Deckliste).

Ein Sonnenring macht's möglich, dass Tobias' Prosper schon in der zweiten Runde ins Spiel kommt, doch Stefans Nachtstahl-Mutation verwandelt ihn in eine unzerstörbare, aber relativ harmlose Artefaktkreatur. Auch Gert hat seine Kommandeurin Breena früh im Spiel, und bei Mario kommt bald Keranos, der mich davon abhält, meinen Mizzix auszuspielen. Den Verschlinger der Träume nutzt Tobias, um gleich mehrere Karten vorherzubestimmen, ich bringe den Frost-Nibilis aufs Feld, und Gert holt sich Nils, Hüter der Disziplin dazu, mit dessen Fähigkeit er Runde für Runde nur seine Kommandeurin und meinen blauen Geist aufpeppt. Anders als für Gerts Breena ist das Vulkanische Präsent von Tobias für Svens Orvar die Allgestalt nicht tödlich, einem Ungezieferhof sei Dank. Darum macht Mario mit dem Gambit des Geomagiers Schluss mit dem Land. Breena ist allerdings bald schon wieder da, und Gert stellt ihr eine Schuppenwächter-Elite an die Seite.

Für Tobias ist es wiederum Zeit für ein Fieberhaftes Misstrauen, das ihm eine bunte Mischung an kostenlosen Zaubersprüchen beschert von meinen Mystischen Spekulationen bis hin zu dem Strömungstyrann von Sven. Der weiß sich nicht anders zu helfen als den Dschinn mit Gefangen im Mond unschädlich zu machen. Interessant wird es dann durch Nevinyrrals Wunderscheibe, die Mario zündet. Gert kann mit Für immer zusammen alle seine Kreaturen und meinen Frost-Nibilis auf die Hand retten, Mario sichert sich mit der Zwiesprache mit der Lava die Option auf ein paar Extra-Sprüche, dann wird alles zerstört inklusive der Nachtstahl-Mutation, aber ohne Prosper, der ja durch die Aura unzerstörbar war. Nun gibt es für Tobias kein Halten mehr. Anders als Stefan, der etliche Runden auf zwei Ländern stecken geblieben ist, hat Tobias sich eine Manabasis aufgebaut, die dank Urborg, Grab von Yawgmoth und Kabbalisten-Schatzkammern auch ohne Sonnenring sehr solide ist, und jetzt gibt es dank Prosper ja auch für jeden aus dem Exil gewirkten Zauberspruch noch einen Schatz-Spielstein dazu. Und ich hätte nie für möglich gehalten, dass es so viele Karten gibt, durch die man Zaubersprüche aus dem Exil wirken kann.

Ob es der Abprall des Fieberhaften Misstrauens war oder etwas anderes, das meine Zauberbrechenden Teufel zu Tobias gebracht hat, weiß ich nicht, aber da sind sie nun. Und da ist Kaervek der Gnadenlose, der uns für unsere Zaubersprüche leiden lässt. Bei Mario sehen wir die Goblins der Dunkelheit und ein Bösiumband, von dem ich gar nicht mitbekomme, ob es überhaupt zum Einsatz kommt. Und Gert leistet ein Treueversprechen, das bei Tobias ein wenig aufräumt. Die Erweiterung des Verstandes von Sven hätte sicher auch Tobias gut gefallen, doch der kann immerhin In Reichtum baden, was durch Xorn doppelt gefährlich wird. Also ziehe ich, bevor es zu spät ist, die Notbremse in Form eines per Überlast gewirkten Rifts des Sturmtiefs und sorge für Platz auf dem Tisch. In seinem ersten Zug nach dem Abräumer kann Tobias jedoch nicht weniger als zwölf Zaubersprüche wirken und so den Neustart besser hinbekommen als jeder andere. Glücklicherweise hat Gert zu dem Zeitpunkt schon einen Sonnenglut-Regenten im Spiel, der nicht nur fett wird, sondern uns mit dringend benötigten Lebenspunkten versorgt. Für Stefan jedenfalls Grund genug, um uns Kirtars Zorn spüren zu lassen und abermals den Tisch abzuräumen.

Irgendwann kommen auch Stefans Millicent und mein Mizzix aufs Feld, Letzterer kann aber nur wenig Erfahrung generieren, bevor Marios Keranos ihn wie erwartet abschießt. Ein letztes Highlight auf dem Weg zum Finale ist sicherlich Gerts Gideon, Champion des Rechts, der mit seiner ersten Fähigkeit vom Start weg auf fünfzehn Loyalitätsmrken kommt (ich weiß gar nicht mehr, welcher Gegner die dazu notwendige Armee im Spiel hatte – Stefan mit seinen Geistern vielleicht), doch Sven hat einen Meteorgolem parat, um die große Vernichtung abzuwenden. Ansonsten: Kreaturen kommen und gehen, es wird angegriffen und anderweitig Schaden zugefügt, und irgendwann kommt es zum großen Showdown. In ihrem letzten Zug wollen Mario und Tobias Stefan und Sven einem groß angelegten Angriff ausschalten, doch zuvor will Tobias mich mit meinem(!) Zenit der Blauen Sonne mehr als fünfzig(!) Karten ziehen lassen, um uns in den Decktod zu schicken – doch ich kann mit einer Ablenkung den Spruch auf seinen Verursacher zurückwerfen... 😦🙂😀😅😂🤣 So zieht stattdessen Tobias seine Bibliothek leer, und Mario und er sind draußen! Die verbliebenen Armeen an Kreaturen halten sich gegenseitig in Schach, doch ich fühle mich nun dermaßen auf dem Gipfel der Macht, dass ich bald die gleichnamige Hexerei wirke, sieben Karten von der Bibliothek ins Exil schicke, mit den zehn roten Mana und Mizzix' Erfahrungsmarken einen Kometenhagel wirken kann, der gerade groß genug ist, um Stefan und Sven mit 14 Direktschaden auszuschalten, und so endet auch dieses Spiel mit einem Sieg für Gert und mich!

Danke an Gert, der das Ende des letzten Spiels besser in Erinnerung hatte als ich!


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