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Zum Turnierformat Standard (Typ 2)

von Marsimoto, 16.02.2008 - 11:22 – Meinung

Vorhang auf, für meinen ersten Beitrag ausserhalb der Kategorie Fiktion. Hier möchte ich meine Meinung über das Turnierformat Standard loswerden. Ja, das hätte anhand des Titels niemand vermutet, ich weiß schon. Falls mir jemand widersprechen möchte, bin ich gern bereit meine Meinung in den Kommentaren zu vertreten. Ich werde euch verdammten Kritiker verbal in den Boden stampfen! Muhahaha! Na gut, genug gescherzt. Mit ernster Miene und stolzgeschwellter Brust präsentiere ich hiermit:


MARSIMOTOS MEINUNG ZU... STANDARD (TYP2)


(Marsimoto, im schwarzen Anzug, betritt die Bühne und der Applaus scheint kein Ende zu nehmen. Endlich ist es still und er fängt an zu erzählen.)
"Ich persönlich (ein sympathischer junger Turnierspieler, von blendendem Aussehen) habe noch nie Typ 2 gespielt, mein Favorit ist Legacy (Typ 1.5), und ich werde es auch nie tun - denn wofür dieses Format gut ist, ist doch wohl eindeutig. Wie so oft im Leben geht es um Kies, Knete, Kohle und Moneten - und zwar um deine. Ja, da staunt ihr, was? Tja, so ist diese Welt - ohne Moos nix los. Traurig aber wahr. Und obwohl einem halbwegs intelligenten Menschen diese Tatsache doch wohl ins Auge springen müsste (Autsch!) bekomme ich regelmäßig Menschen zu sehen, die diesem Format mit ihren noch nach frischer Druckfarbe duftenden Decks huldigen. Ich habe nichts gegen diese Menschen, trotzdem drängt sich mir die Frage auf, wie jemand daran mehr Gefallen finden kann als an den anderen beiden Typen. Nunja, früher hätte ich es noch verstanden, in Zeiten, in denen man als finanziell Minderbemittelter unmöglich war im Typ 1 Vintage Erfolge zu erzielen. Da stand man da, spielte im ersten Zug einen Sumpf (Swamp). Unvergleichlich, dieses müde Lächeln, wenn dann irgendwann im dritten Zug auf der eigenen Seite dieser eine Sumpf (Swamp) lag - auf der anderen Seite dagegen irgendeine Monsterkombo, z.B. Schmelztiegel der Welten (Crucible of Worlds), Zurs Sphäre (Zuran Orb) und Schöpfungskraft (Fastbond). Wer nicht weiß wie das ganz funktioniert, sollte hier klicken - für die anderen: Ich sag nur Feuerball (Fireball).
Auch Bodenkunde (Earthcraft) und Eichhörnchen-Nest (Squirrel Nest) - hier zu finden - ist immernoch sehr beliebt. Nagut, genug von alten Zeiten und Kombos geschwafelt. Mit diesen Beispielen wollte ich bloß andeuten wie schwer es für einen Durchschnittsbürger war, dessen ganzer Stolz die vier (!) Rares in seinem besten Deck sind, auch nur das Geringste zu erreichen. Hätte ich damals gespielt, hätte ich natürlich auch Standard gewählt, keine Frage. Aber dann kam irgendein glorreicher Mensch auf die ebenso glorreiche Idee ein neues, unglaublich spektakuläres Format einzuführen. Das legendäre Format, die Verbindung zwischen der jung und auch jung, nur etwas älter; LEGACY (bitte in leuchtender Schrift einer beliebigen Farbe vorstellen. Danke.) Achja. Das sollte ich kurz erläutern. In meiner langjährigen Laufbahn als gutaussehender Turnierspieler habe ich schon viele Erfahrungen gewonnen und Entdeckungen gemacht. So auch die, dass die Anhänger des Typs 2 meist Teenager, die des Typs 1 größtenteils Personen sind, deren Erfahrungswert in Sachen Rasierapparat und schon etwas fortgeschrittener ist. Und in Legacy gibt es eine bunte Mischung. Das finde ich schön. Aber zurück zur Sache. Wo war ich stehen geblieben? Ach ja. Nun, Vintage war erschaffen und ich fing an Turniere zu spielen. Und langsam begann mich eine Frage zu plagen. Sie lautete: Was treibt Menschen dazu den Typ Standard zu spielen?
Dazu muss man erstmal wissen, was das meiner Meinung nach bedeutet, nämlich Unmengen von (Taschen-)geld in neue Karten zu investieren, die teilweise nach ein paar Monaten für den Müll sind, weil sie banned und für die anderen Formate einfach nicht spielstark genug sind. Vielleicht hängt es ja mit den Teenagern zusammen, deren Neigung sogenannten "Trends" hinterherzulaufen zwar ein Vorurteil ist, doch wie jedes Vorurteil auch einen Funken Wahrheit enthält. Ich weiß es nicht... wenn es irgendjemand von euch tut bitte ich hiermit höflichst um Mitteilung. Damit beende ich meine Ausführungen. Vielen Dank, und auf Widersehen!"
(Marsimoto verbeugt sich vor seinem Publikum und verlässt unter tosendem Applaus die Bühne.)


Hier die Banned-Liste, für diejenigen, die es interessiert.



11 Kommentare

#1Durin    kommentiert:  16.02.2008 - 13:02 Uhr

Wiedersehen schreibt man mit ie^^

In Echt spiele auch ich kein T2, es ist mir einfach zu teuer. Aber in MWS, wo Geld keine Rolle spielt, spiele ich sehr wohl T2, da ich es als Reiz empfinde auch mit Augenscheinlich schlechteren Karten ein gutes Deck zu erstellen.

#2Marsimoto   kommentiert:  16.02.2008 - 22:21 Uhr

ja...äh *räusper*... das wusste ich...ich wollte euch nur testen^^

#3Marsimoto   kommentiert:  16.02.2008 - 22:30 Uhr

Augenscheinlich schreibt man klein, du Intelligenzallergiker! :-P

#4Durin    kommentiert:  17.02.2008 - 10:08 Uhr

Das war der Gegentest :-D

#5Johannes   kommentiert:  19.02.2008 - 12:17 Uhr

Interessante Meinung, aber ist das wirklich so? Bei uns ist der Anteil an unter 16-jährigen im Legacy kaum anders als im T2. T2-Karten werden auch nicht plötzlich wertlos, sondern beim rausrotieren oder wenn sich das Metagame ändert. Gut, im Legacy rotieren die Karten nicht raus - man muss also nicht unbedingt kurz vor "blockende" seine Rares vertauschen - aber das Metagame ändert sich genauso, wenn auch manchmal etwas langsamer. Und wer sich Sea Drakes für 40$ das Stück gekauft hat, weiß jetzt auch sehr schmerzlich, dass nicht alle Legacy-Karten eine gute Investition sind und genauso wie T2-Karten an Wert verlieren können.

#6Marsimoto   kommentiert:  19.02.2008 - 19:55 Uhr

Ups hab nen Fehler entdeckt: Nun, Vintage war erschaffen und ich fing an Turniere zu spielen. Muss Legacy heißen.

#7Rocket Chief    kommentiert:  23.02.2008 - 20:54 Uhr

@Marsimoto:
Du würdest besser über Legacy schreiben, als über ein Format, von welchem du keine Ahnung hast. Sorry, aber der Informationsgehalt deines Beitrags geht gegen Null und vieles ist frei von dir interpretiert/erfunden.

#8Marsimoto   kommentiert:  24.02.2008 - 15:35 Uhr

Ich weiß. Aber würde ich selbst T2 spielen, wäre es unmöglich diese Meinung zu vertreten. Das ist ein bisschen verzwickt :-)

#9Eiternder Goblin   ICQ kommentiert:  02.03.2008 - 14:41 Uhr

Ich bin voll und ganz deiner Meinung! T2 ist Schwachsinn, mit dem man Geld macht und T1 kann man nicht gewinnen wenn man nicht reich ist, und trotzdem spielen soviele T2, dass gibt einem irgenwie zu denken findet ihr nicht auch?

#10meckerschee    kommentiert:  03.03.2008 - 21:08 Uhr

Hallo,

also ich bin ganz anderer Meinung.
Davor muss ich noch sagen, dass ich kein Tunierspieler bin, sondern nur Freizeitspieler.
Ich habe auch eine längere Zeit mit meinem Freundeskreis nicht T2 gespielt, also man kann sagen, dass jeder jede Karte spielen durfte und so oft wie er wollte. Das wurde mir und auch anderen nach längerer Zeit auch zu öde, weil einfach einer der schon älter ist und mehr Geld hat sich einfach ein besseres Deck kaufen konnte, wie ein 14 oder 15 jähriger der nur wenig Taschengeld bekommt. Man konnte also sagen, dass die Decks immer unausgeglichener geworden sind.
Aber seit dem wir T2 spielen sind eigentlich alle Decks ziemlich gleichstark und das Spiel ist wieder spannender und macht mehr Spaß. Deshalb ist für mich das beste Format T2, weil man auch nicht so viel Geld braucht, wenn man jetzt nicht gerade jeweils 4 mal Tarmogoyf (Tarmogoyf) , Gedankenergreifung (Thoughtseize) oder Garruk Wildsprecher (Garruk Wildspeaker) spielt.
So jetzt hab ich auch mal meine Meinung dazu Kund getan.

mfg Meckerschee

#11Eisbier     kommentiert:  05.03.2008 - 00:10 Uhr

Hallo allerseits,

Direkt zum Thema:
Mir missfällt hier vieles mehr. Einerseits, dass das ganze verpackt aussehen soll, wie ein Bericht über ein Format. Es stellt aber viel mehr ein Eiergekraule für den Autor dar, der anscheinend auch keinen Gedanken zu viel in diesen Wisch investiert hat. Hast du jemals auf einer Bühne gestanden unter tosendem Applaus, Marsimoto? Oder woher kommt diese Überheblichkeit? Ich finde, dass macht den Text absolut uninteressant und lächerlich. So hart es klingt, aber da hat jemand wirklich aus der untersten Schublade gegriffen. Nichtmal als Illustrierung find ich das ansprechend, wie gesagt unterste Schublade.

Ich glaube diese Seite heißt zurecht Magic für Freizeitspieler. Ich finde Formate an sich nicht sinnvoll, wenn man Magic mit Freunden spielt. Es muss doch wohl möglich sein, Decks zu bauen die allen Spaß machen. Freiwillige Selbstbeschränkung muss da nicht immer mit Magenschmerzen wegen dem verloren gegangenen Potenzial heißen. ( Ich weiß, klingt wie Kommunismus, unter Freunden sollte das doch auch möglich sein.)



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