derzeit online: 86 Besucher und 1 registrierter Benutzer
URL für diesen Beitrag

Spielbericht vom 17.02.2004 – Faschings-/Karnevalsabend

von Mario Haßler, 18.02.2004 - 20:00 – Spielbericht · Multiplayer

Diesmal ging es bereits um 18 Uhr los. Zunächst spielten Axel, Elinor und Mario "Uhrzeiger-Magic". Axel hatte dabei leichte Startschwierigkeiten und durfte dann erfahren, wie unerbittlich diese Spielvariante sein kann: Elinor und Mario drehten stets die Angriffsrichtung auf ihn. Damit hatten sie jedoch den richtigen Riecher, weil sich bald herausstellte, dass Axel mit Remasuris spielte – und diese Viecher können bekanntlich ja eine wahre Pest sein. Mario versuchte dann mit den Pocken (Pox) das Spiel weiter zu beschleunigen. Auch wenn es absolut gesehen ihn und Elinor mehr Lebenspunkte kostete, war Axel so immerhin der Null schon recht nahe. Es nützte jedoch nichts, Axels Behütender Remasuri (Ward Sliver) mit Schutz vor Schwarz brachte Mario den Tod. Mittlerweile auf 1 Lebenspunkt angekommen, konnte Axel dank des Veränderlichen Remasuris (Shifting Sliver) Elinor doch die Stirn bieten. Sein Brütender Remasuri (Brood Sliver) wiederum verschaffte ihm Runde für Runde genau die Blocker, die er für Elinors Angreifer benötigte, und so konnte er mit seinen konsequenten Angriffen sich behaupten und das Spiel für sich entscheiden.

Mittlerweile war Gert eingetroffen, nun war "Uhrzeiger-Magic" zu viert angesagt. Auch wenn Axel wieder länger als die anderen brauchte, um ins Spiel zu kommen, waren diesmal die Kräfte gleichmäßiger verteilt. Insbesondere da neue Elemente hinzukamen wie Unterstützung durch Dritte: Elinor verlieh Marios Blocker, der sich Gerts Angreifer entgegenstellte, freundlicherweise Erstschlag (was aber nix nützte, weil Gert ihn dann per Direktschaden umpustete). Mit dem Engelshorn (Angel's Trumpet) sorgte Mario für ein anderes Spielklima, allerdings nicht besonders lange, da Gerts Angriffe schwer beherrschbar waren und Mario auf diese Weise als Erster ausschied. Es folgte Elinor, die vor allem unter Axels Angriffe zu leiden hatte. Im Endkampf sank Axels Lebenspunktekonto zwischenzeitlich bis auf 5, aber es gelang ihm dann, einen wahren Insektenschwarm herbeizuzaubern, und zwang so Gert zur Aufgabe.

Während es bis dahin noch wenig karnevalistisch zuging, sollte sich das nun endlich ändern. Inzwischen waren auch Stefan, Christine und Siegfried eingetroffen, und es wurde nach einer kurzen Diskussion "Lord is killing you" gespielt. Es wurde sehr lustig, insbesondere wegen der Unglued-Karten, die an diesem Abend ja ausdrücklich erlaubt waren. Das ganze Spiel hier wiederzugeben würde zu weit führen, daher seien ein paar Highlights festgehalten. Zunächst sorgte Siegfrieds Checks and Balances für gewissen Unmut. Viele Sprüche wurden in der Folge neutralisiert, allerdings auch mancher Spruch von Siegfried selbst, und so hatte er dann ein Einsehen und ließ Elinor die Verzauberung zerstören. Spaßig wurde es, als Mario mit Mine, Mine, Mine! jedem Spieler die komplette Bibliothek auf die Hand schaufelte – was für eine Auswahl! Wie schade, dass nun jeder nur noch einen Spruch pro Zug spielen durfte! Diese Einschränkung galt auch für Elinor, die als Erste durch Stefans Angriffe ausschied und wieder neu einstieg – allerdings mit der normalen Handkartenzahl... Siegfried wusste sich gegen Stefans Goblins auf eigene Weise zur Wehr zu setzen: Er verzauberte sich mit der Charm School kurzerhand selbst, gab sich so Schutz vor Rot und saß fürderhin da, als hätte er einen steifen Nacken. Außerdem waren seine Gegenzauber namens Denied! dank Mine, Mine, Mine! sehr wirkungsvoll. Mario hatte wiederum das gesamte Spielgeschehen im Visier, als er sich mit Common Courtesy zum "Lord of the Spells" machte. Nie hat er einem Spieler die Erlaubnis zu einem Spruch verweigert, aber er genoss es natürlich, erst gefragt werden zu müssen. Nur Christine und Stefan hatten jeweils einmal vergessen zu fragen und damit ihre Sprüche quasi selbst ins Nirgendwo geschickt. In der Zwischenzeit übte sich Siegfried in Höflichkeit, weil ihn Miss Demeanor dazu anhielt, jedem Spieler in dessen Versorgungsphase Komplimente zu machen. Zwar wurde von mehreren Seiten angemahnt, dass diese Komplimente durchaus abwechslungsreicher und glaubhafter sein dürften, aber davon stand ja nichts auf der Karte. Insofern war es nur gerecht, dass Siegfried mit dem Komplimentemachen noch eine Weile fortfuhr, obwohl Miss Demeanor inzwischen bereits das Zeitliche gesegnet hatte. Aber er zog schon die nächsten Trümpfe aus dem Ärmel: Mit Mirror Mirror drohte er, sich des kompletten Spiels eines anderen Spielers zu bemächtigen, und mit Censorship brachte er viele Spieler in Verlegenheit. Als Tabuwort wählte er nämlich "Mario" – und Mario musste ja nach wie vor für jeden Spruch um Erlaubnis gefragt werden! So kam es, dass Axels "Mario" von Gert aufgeschnappt wurde, der gerade auf dem Weg zur Toilette war; und spontan machte er mit einem laut gerufenen "Mario!" die anderen Spieler auf Axels Fehler aufmerksam. Dafür hat er natürlich auch Schaden erhalten ("Das war's mir wert!"). Dann brachte Siegfried eine weitere Unglued-Karte aus der Kategorie "Hüte deine Zunge" ins Spiel: Sorry. Dafür kassierte er gleich den ersten Schaden, weil er auf Marios Frage "Wie heißt denn diese Karte?" hereinfiel – sehr zur Freude aller anderen Spieler! Seine Revanche ließ nicht lange auf sich warten: Siegfried löste Mirror Mirror aus und tauschte mit Mario die Karten auf der Hand, im Spiel und im Friedhof (Bibliothek gab's ja keine) – oder kurz: den Platz. Nun ging es Schlag auf Schlag: Zuerst beförderte sich Axel mit einem "Sorry" zum falschen Zeitpunkt selbst ins Jenseits, dann fügte sich Mario mit einem "Mario"(!) versehentlich tödlichen Schaden zu, und dann unterlagen nacheinander Gert und Elinor Stefans schier unüberschaubarer Goblinhorde. Mit dem Gebot des Patriarchen (Patriarch's Bidding) holte sich Stefan seine geopferten Goblins wieder ins Spiel zurück. Den meisten anderen Spielern nutzte der Patriarcheneffekt nichts, weil sie mit einem leeren Friedhof gerade erst wieder neu ins Spiel eingestiegen waren. Aber Siegfried (der weiterhin mit Marios Deck spielte) konnte sich auf diese Weise einen wahren Hühnerhof ins Spiel holen – und stellte erfreut fest, dass eine gewürfelte "6" sogar drei +1/+1-Marken auf alle Hühner bringt, wenn drei Chicken à la King im Spiel sind. Es nützte nichts, Stefans Goblindeck beherrschte nun das Spiel. Er besiegte Axel und dann auch Siegfried und kam damit auf 10 Gewinnpunkte – ein ausgesprochen klarer Sieg (Platz 2 für Christine mit 2 Gewinnpunkten, dann Elinor, Gert und Siegfried ohne Punkte und schließlich Axel und Mario mit –1).

Zum Abschluss wurden zwei Spiele "2 gegen 2" mit gemeinsamen Lebenspunkten und gemeinsamem Block gespielt. Zuerst traten Siegfried und Gert gegen Stefan und Mario an. Deren Decks zielten beide auf Münzwurf und passten daher gut zueinander. Mit zwei ausgebrüteten Chicken Eggs und einem Spark Fiend auf Marios Seite hatten sie nicht nur eine gute Kreaturenbasis, dank zwischenzeitlich bis zu zweimal Weltenchaos (Planar Chaos) im Spiel wurde es für Siegfried und Gert auch schwer, dem etwas entgegenzusetzen, insbesondere da Stefan und Mario die glücklicheren Hände hatten. Jeder selbst gewonnene Münzwurf zählte außerdem für Stefans Begegnung mit dem Glück (Chance Encounter), aber mit einer Manakollision (Mana Clash) konnte er das Spiel vorzeitig zugunsten Stefan und Mario entscheiden.

Im letzten Spiel spielten Siegfried und Stefan gegen Gert und Mario, wobei Gert das ganze Spiel über mit erheblichen Manaproblemen zu kämpfen hatte. Durch Siegfrieds Burning Cinder Fury of Crimson Chaos Fire wurde das Spiel erheblich beeinflusst (obwohl wir vergessen haben, auch die Länder dem Gegner zu übergeben) und mit einer überschaubaren Anzahl von Kreaturen in wenigen Runden auf beiden Seiten viel Schaden verursacht. In der von Stefan initiierten Verbotenen Auktion (Illicit Auction) boten Gert und Mario schließlich alle ihre Lebenspunkte bis auf 1. Das Wagnis wurde belohnt: Im letzte Zug konnte Mario das achte Land ins Spiel bringen und eine Aufruhr (Insurrection) verursachen – es waren zwar insgesamt nur zwei Kreaturen im Spiel, davon mit der Verrückten Feuerkatze (Crazed Firecat) die deutlich stärkere unter Marios Kontrolle, aber es galt, Siegfrieds 1/1-Kreatur vom Blocken abzuhalten. Das gelang, und Siegfried und Stefan wurden im finalen Angriff besiegt.

Auch wenn wir bestimmt nicht bei jedem Multiplayer-Termin mit Unglued-Karten spielen wollen, war es doch sehr spaßig und erfrischend! Danke an Siegfried für die Idee und Dank an Jeden, der versucht hat, entsprechende ausgefallene Decks zu bauen. Gert hat für Ostern einen Oster-Abend mit fünffarbigen Decks vorgeschlagen, darüber wird per E-Mail abgestimmt.


Es können keine Kommentare mehr abgegeben werden.
(Die Kommentarmöglichkeit ist abgelaufen.)

zurück zur Lese-Ecken-Übersicht
 / zurück zur Startseite
Werbung *** MTG Kamigawa: Neon-Dynastie - Jetzt bestellen bei www.miraclegames.de ***