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Spielbericht vom 16.12.2009 – Weihnachtsabend

von Mario Haßler, 20.12.2009 - 22:35 – Spielbericht · Multiplayer

Auch in diesem Jahr pflegen wir die Tradition und erklären den letzten Multiplayer-Abend vor Weihnachten zum Weihnachtsabend. Gespielt wird mit Weihnachtsdecks, die aus grünen, roten und weißen Karten sowie Artefakten (mindestens vier von jeder Sorte) bestehen – sie symbolisieren Tannen, Kerzen, Schnee und die Weihnachtsgeschenke. Verschneite Karten sind wie immer gerne gesehen, blaue und schwarze Karten sind nicht erlaubt.

Erstes Spiel: "Pentagramm"

Als ich eintreffe, ist eine Partie "Pentagramm" bereits in vollem Gang, und neben Stefan, Gert, Sven und Sebastian ist mit Rik ein neuer Spieler dabei. Ich bekomme das Finale mit, in dem Stefan erst Sebastian besiegt und dann u. a. mit einem Landschaftszerquetscher auch noch Sven einebnet und so das Spiel gewinnt.

Zweites Spiel: "Emperor"

Nun geht es zu sechst weiter. Gert wird per Los zum Kaiser mit Rik und Sven an seinen Seiten; Stefan und ich sind die Generäle von Kaiser Sebastian. Während ich mich über einen geschenkten Geist aus Gerts Verbotenem Obstgarten freue und meinem direkten Kontrahenten Sven mit einer Blitzhelix auf dessen Rauchflechter den Traum von einer schnell wachsenden Manabasis zerstöre, kommt Stefan mit einem Flammensippen-Vorboten schnell in Fahrt. Es folgen ein Wolfsschädelschamane, der für einen Zuwachs an Wölfen sorgt, und ein Wutformer, der den Schamanen Beine macht. Auch wen Rik mit einem Zweiköpfigen und einem Stachelbesetzten Remasuri auf eine der stärksten Stämme gebaut hat, sind Stefans Schamanen und Wölfe einfach schneller und machen ihm als Ersten den Garaus.

Unterstützt wird das Ganze von Sebastians Ley-Linie der Sanftheit, die meinen Geist und Stefans Wölfe verstärkt. Gedacht ist sie in erster Linie für die Goblins, die der Belagerungstrupp-Kommandant mitbringt, und die an der nun offenen Front den Weg zu Gert frei machen. Der kann mit seinem Blutaugen-Lehrling, der mit dem Vorgeschmack des Chaos verstärkt ist, zwar den Wolfsschädelschamanen abschießen, aber Stefan genügt dann tatsächlich ein einziger Angriff, um den gegnerischen Kaiser zu bezwingen. Das Spiel geht an Sebastian, Stefan und mich.

Drittes Spiel: "Emperor"

Es folgt die Revanche in gleicher Rollenverteilung. Sven startet mit zwei Bannerträgern der hellen Esse, ich engagiere einen Vertrauten des Nachtpfads, den ich von Gerts Vulshok-Hexenmeisterin ebenso weggebrutzelt bekomme wie meinen Weber der Macht. Mit zwei Seelenwächtern freut sich Sebastian aber auch über kurzlebige Kreaturen, und Stefan bereitet in dieser Hinsicht mit einem Schleichangriff Größeres vor. Sein Gegner Rik versucht, mit Verbündeten dagegen zu halten: Ondu-Kleriker und Makindi-Schildbruder betreten das Spiel, ein Gorgonenflegel schreckt ab. Mir gegenüber baut sich Svens Häuserschleppender Goliath auf, und eine Kriegsaxt aus Obsidian springt einem Hitzköpfigen Riesen in die Pranken. Immerhin kann Sebastian schon mal den angreifenden Goliath zur Ordnung rufen.

Stefan will mit einem Affenkäfig für etwas mehr Nachhaltigkeit im Schleichangriff sorgen, bringt diesen jedoch eine Runde zu früh, weil er übersieht, dass es nicht nur für seine Kreaturen gilt, sondern für die nächste Kreatur, die überhaupt das Spiel betritt. So ist der Affenkäfig schon wieder weg, als sich sein Bogardanischer Höllendrache ins Spiel schleicht. Dessen Kommt-ins-Spiel-Schaden bekommen jedoch nicht Riks Verbündete ab, sondern die Vulshok-Hexenmeisterin und der Sonnenlichtsucher von Gert. Diese hatten nämlich mit dem Stein der Zauberwerker und einem Tausendjährigen Elixier ordentlich Schubkraft bekommen, was insbesondere meinen Kreaturenzuwachs arg behinderte. Eine Spaltung bringt Stefan dann einen weiteren Bogardanischen Höllendrachen, der Svens Hitzköpfigen Riesen entsorgen will. Hier schreitet Rik mit einer Reise in andere Welten ein, die die zwei –1/–1-Marken auch noch durch eine +1/+1-Marke ersetzt. Doch die 24 Lebenspunkte, die mir Sebastians Zusammenkunft beschert, verbessern meine Position auch ungeachtet dieses Fehlschlags erheblich. Dass Svens Zornschürender Riese dann dafür sorgt, dass mein Sonnenheim-Vollstrecker das Zeitliche segnet, ist nur eine Randnotiz wert. Heftig geht es erwartungsgemäß an der anderen Front zur Sache. Hier bringt Stefan einen Ureingesessenen Wurm, einen Zweiköpfigen Drachen und später einen weiteren Ureingesessenen Wurm, und das wird erst Rik und kurz darauf Kaiser Gert zum Verhängnis. Auch dieses Spiel gewinnen Sebastian, Stefan und ich.

Viertes Spiel: "Zweiköpfiger Riese" im "Uhrzeiger-Magic" (6 Spieler)

Wir wechseln das Format und spielen wie beim letzten Mal "Zweiköpfiger Riese" im "Uhrzeiger-Magic". Um spontanen Spielstein-Erzeugern die Angriffsrichtungs-Drehgewalt zu entziehen, wird folgende "Uhrzeiger-Magic"-Regeländerung vereinbart: Ab sofort kann man nur im eigenen Zug die Richtung ändern! Die Teamverteilung ist: Sebastian und Stefan, Rik und Gert sowie Sven und ich. Stefan hat sich diesmal für die Verbündeten entschieden und startet mit einem Klingenmeister aus Kazandu und einem Oran-Rief-Überlebenskünstler. Gert baut auf Auerochsen, aber die Viecher betreten nur zögerlich das Spielgeschehen. Mit den Rankenden Reben, einem Omenlesenden Zentauren und der sehr gut dazu passenden Frühlingsblättertrommel kommt Sven hurtig voran und präsentiert einen Meglonoth, den Stefan jedoch per Vergessenheitsring kalt stellt. Auch ich habe mit einem Druiden der Anima und einem Erntenden Druiden gut ins Spiel gefunden und einen Harkenklauen-Gargantua herbeiwinken können.

Sorgen bereitet der Stierköpfige Malmer von Sebastian, der immer fetter wird, wohingegen Rik mit dem Makindi-Schildbruder eher harmlos bleibt. Mit einem Triffimmer-Dreizack befähigt Gert seine Auerochsen zu Direktschaden, doch Sven und ich haben die besseren Argumente: Mein Partner trumpft mit einem Göttervater auf, der in den Folgerunden zwei 8/8-Abkömmlinge produziert, und bei mir folgt ein weiterer Harkenklauen-Gargantua auf einen Speerbrecherbehemoth, mit dem ich unsere fetten Kreaturen nach Belieben unzerstörbar machen kann. Ein Waffenrock bei Gert lässt mich kurz zögern, um das beste Ziel für meinen Terashis Griff zu finden, dann entscheide ich mich für Stefans Vergessenheitsring, der Svens Meglonoth wieder freigibt, denn Rik und Gert bezwingen wir im Angriff – und damit sind auch Triffimmer-Dreizack und Waffenrock kein Problem mehr. Ein Vogelartiger Wandelwicht hat zwar Stefans Verbündeten-Thema in den Himmel ausbauen können, doch nachdem wir einmal satt (und verlustfrei) angreifen konnten, ist für Sebastian und Stefan klar, dass sie dieses Spiel nicht mehr gewinnen können, und sie geben auf. Sieg für Sven und mich.

Fünftes Spiel: "Zweiköpfiger Riese" im "Uhrzeiger-Magic" (6 Spieler)

Auch hier gibt es eine Revanche bei gleicher Teamaufteilung, allerdings soll dieses Spiel deutlich schwieriger und länger werden. Das liegt zum einen an Sebastians Deck, das vor Synergien strotzt und dabei Legenden wie Acht-Schwänze-und-ein-halber, Sensei Goldschwanz und Isao, Erleuchteter Bushi mit den Heilkräften eines Kitsune-Heilers in Verbindung bringt – und besonders trickreich gelingt dies mit Opalauge, Kondas Yojimbo. Zum anderen ist auch das Deck von seinem Teamkollegen Stefan nicht ohne, denn der baut auf Bestien und kann mit einem, später zwei Krosanischen Kriegshäuptlingen deren Kosten reduzieren und bei Bedarf regenerieren, sie per Baldachinkrabbler (mit drei +1/+1-Marken) spontan verstärken, und schließlich an den Umkämpften Klippen andere Kreaturen ausschalten. Immerhin gelingt es Rik, mit zwei Druiden der Anima und zwei Vogten von Valeron die Manabasis schnell auszubauen und einen Lakaienreflektor aufzustellen, sodass die Steinwerfer-Kolonne ebenso in doppelter Ausführung die Bühne betritt wie etwas später ein Speerbrecherbehemoth. Sein Partner Gert gibt den Auerochsen eine weitere Chance und hat mit der Yavimayalichtung stets einen Regenerierer auch für Riks Kreaturen parat.

Die Verbündeten hat diesmal Sven am Start, hier zeigen sich zwei Oran-Rief-Überlebenskünstler, Makindi-Schildbruder, Hochland-Berserker und ein Barde aus Joraga. Mein Magier der Bauerngilde scheitert mit seinem Schuss auf Sebastians Sensei Goldschwanz, da Acht-Schwänze-und-ein-halber dazwischenfunkt. Nach einem Wilden Nacatl bringe ich einen Rächer-Greif in Stellung, den Stefan ebenso an den Umkämpften Klippen zerschellen lässt wie zwei Gaben der Gargantuas später meinen Kampfmagier aus Naya. Derweil wird kräftig aufgerüstet: Sebastian stattet Isao mit Tenza, Godos Schlegel aus, verstärkt die Reihen mit einem Kitsune-Klingenmeister und peppt die Legenden mit dem Tag des Schicksals auf. Stefan bringt einen Krosanischen Keiler ins Spiel, der einen Loxodon-Kriegshammer benutzen darf, dazu die Tobenden Baloths, die durch ihre bloße Anwesenheit einen Zeitdruck auf die Gegner ausüben.

Diese fühlen sich daher zum Generalangriff veranlasst. Rik hat seine Truppen um ein Wolliges Thoktar verstärkt, bei Gert sind zwei Reifhorn-Auerochsen dazu gekommen, und so bekommen Sebastian und Stefan eine erste Abreibung. Mit Krosas Eingriff bringt Sven zwar Mayaels Arie von Rik zum Verstummen, gerade bevor sie richtig loslegen kann, aber ansonsten konzentrieren auch wir uns auf Sebastian und Stefan. Ich habe ebenfalls ein Wolliges Thoktar verpflichten können, dazu einen Kampfmagier des Dornenpfads, und dann habe ich genug Mana beisammen, um ein Titanisches Ultimatum auszusprechen. Eine weitere Abreibung für Sebastian und Stefan, die allerdings längst nicht tödlich ist. Dafür stehen nun Rik und Gert ziemlich geschwächt da, und ein Angriff sowie ein 6er-Feuerball später sind sie tot. Dank dem Ultimatum sieht es bei uns zwar nicht ganz so kritisch aus, aber trotzdem kommen wir Sebastian und Stefan nicht wirklich bei. Letzterer verschafft sich mit einer Drahtholzwald-Wilden Kartenvorteil, und ein Phantom-Nishoba peppt zusätzlich die Lebenspunkte auf. Mir fällt auf, dass Sebastian mit seinem Acht-Schwänze-und-ein-halber nur eigenen Kreaturen Schutz vor Weiß geben kann, was er im Laufe des Spiels allerdings auch mal auf Stefans Kreaturen angewandt hat. Das trübt die aktuelle Entwicklung allerdings nur ein kleines bisschen, denn wir haben ohnehin keine wirkliche Chance. Mein Amulett aus Naya kann nämlich leider nur die Kreaturen eines Gegners tappen, und so sind unsere Mühen, durch Angreifen mehr zu schädigen als die Gegner wieder Lebenspunkte dazu erhalten, letztlich umsonst. Unsere Kreaturen werden hingegen nach und nach entsorgt, und die Angriffe gegen uns lassen uns bluten, bis auch wir schließlich bezwungen sind. Am Ende dieses langen, aber nicht langweiligen Spiels stehen Sebastian und Stefan als Sieger da.

Der Abend ist damit zu Ende. Allen Lesern wünsche ich eine friedliche Weihnachtszeit, frohe Festtage und viele schöne Geschenke!



3 Kommentare

#1Eisbier     kommentiert:  22.12.2009 - 00:08 Uhr

Einen Vertrauter des Nachtpfads (Nightscape Familiar) an einem Weihnachtsabend? Das glaube ich ja nicht. :-)

Schöner Bericht!

#2Mario Haßler     Online-Magic Skype kommentiert:  22.12.2009 - 18:09 Uhr

Örks. Das war natürlich ein Vertrauter des Dornenpfads (Thornscape Familiar) – danke für den Hinweis!

#3Angriffszeppelin    ICQ kommentiert:  11.01.2010 - 16:49 Uhr

Schoener Text! Leider schreibe ich mit dem iPhone und kann meinen Kommentar deshalb nicht ausschuecken (ist echt anstrengend)!


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