derzeit online: 69 Besucher und 1 registrierter Benutzer
URL für diesen Beitrag

Spielbericht vom 17.06.2009

von Mario Haßler, 19.06.2009 - 23:15 – Spielbericht · Multiplayer

Axel, Gert und Sabine haben bereits ein frühes Spiel gestartet, aber noch nicht beendet, daher spielen Siegfried und Sebastian ein Einzel zum Zeitvertreib. Derweil treffen Stefan, Sven, Mario und ich ein, und mit neun Leuten sind wir wieder einmal zu viele für einen Tisch. Die vier zuletzt genannten bilden daher eine neue Runde, während die anderen nach Beendigung der beiden Spiele zu fünft am großen Tisch spielen. Darüber gibt es leider keine Aufzeichnungen; hier nun das, was am anderen Tisch so vor sich geht:

Erstes Spiel: "Zweiköpfiger Riese"

Stefan und ich bilden die Köpfe des einen Riesen, Sven und Mario die des anderen. Sven bringt mittels Eichhörnchengeschnatter kleine Nager ins Spiel und sichert sie durch einen Ungezieferhof ab. Stefan kann zwei Ausgezeichnete Paladins für sich gewinnen und früh Druck machen. Ich habe mit meinem Deck "Der lange Arm der Tyrannei" einen optimalen Spielaufbau und kann zunächst einen Trauerthrull beschwören und in den Folgerunden Marios Cerodon-Jährling mit dem Pranger der Schlaflosen und einem Parasitenbefall verzaubern. Von nun an geht es mit den Lebenspunkten der Gegner stetig bergab. Marios Herdfeuer-Hobgoblin, der mit der Geißel des Edelmanns verzaubert ist, kann Stefan per Vergessenheitsring entsorgen, bloß die Eichhörnchen nehmen nach Eichhörnchentreiber, Irrer Einsiedler (für den keine Echokosten bezahlt werden) sowie Parallele Entwicklung etwas überhand. Hier entschärft Stefans Stoischer Engel die Situation.

Auch wenn Marios Einschüchternder Donnerschlag meinen Agent der Masken dahinrafft und seine Entzauberung auf den Vergessenheitsring den Herdfeuer-Hobgoblin wieder zurückbringt, können die Gegner ihren Lebenspunkteverfall nicht aufhalten. Meine Orzhova, Kirche des Handels wirkt in der Hinsicht weiter beschleunigend, und das Spiel gewinnen schließlich Stefan und ich.

Zweites Spiel: "Zweiköpfiger Riese"

Es folgt die Revanche. Zwischen Svens Inseln schwimmen zwei Morph-Kreaturen an die Oberfläche, die mein Wolliges Thoktar totblocken und dabei selbst draufgehen. Svens Illusionsmauer wird von Stefans Hafenstraßenrausschmeißer immer und immer wieder auf die Hand zurückgeschickt, sodass er mit seinem Rishadanischen Luftschiff durchkommt und auch ich freie Bahn habe. Bei Mario wartet ein Bestatter darauf, etwas zu tun zu bekommen, während sein Blitzschlag auf das Luftschiff von Stefan per Durcheinander abgewehrt wird.

Und so gestaltet sich auch dieses Spiel recht einseitig. Mein Sylvok-Erforscher hilft mir beim Ausspielen eines Blitzschnellen Teufelsbratens (der in diesem Spiel sogar noch einen zweiten Auftritt erhalten soll) und der Umherwandernden Pflugbestien, Letztere können nach Marios Düsterem Temperament regenerieren, und die O-Naginata-verstärkten Angriffe sowie jene aus der Luft tun ihr Übriges. Auch dieses Spiel geht an Stefan und mich.

Drittes Spiel: "Uhrzeiger-Magic"

Sven und Mario plädieren für einen Wechsel des Spielformats, also geht es mit "Uhrzeiger-Magic" weiter. Ich habe mein noch recht frisch überarbeitetes Deck "Sieben Jahre Unglück" (in der Multiplayer-Variante, versteht sich) gewählt, allerdings beginnt es etwas zäh. Als Mario nach einem Turm des Reliquienschreins ein Sagenschuppen-Coatl präsentiert, entscheide ich mich, die Marionettenfäden raus zu bringen. Leider macht Mario mit einem Beschützenden Plax seine Ophis unantastbar, zu meinem Glück richtet er seine Angriffe jedoch in die andere Richtung, gegen Sven. Der schlägt mit einem Metathransoldaten zurück, der von Mario jedoch eine Schlangengestalt verpasst bekommt und totgeblockt wird. Stefan baut mit dem Mogg-Kriegsmarschall und einem ausgesetzten Größeren Gargadon auf bewährte Mechanismen, und als ich meine Schlüsselkarte Kiki-Jiki, Spiegelzerbrecher ins Spiel bringe, hat er ein Teerfeuer für sie übrig. Immerhin kann ich meine Hirnlose Kampfmaschine einmal kopieren und so eine Karte ziehen.

Es geht zerstörerisch weiter. Für Marios Spurlosen Gargantua ruft Sven ein Kreischmaul herbei, mein nächster Kiki-Jiki wird von Stefan eingeäschert, wobei er diesmal dank Minamo, Schule am Gestade noch einmal zusätzlich enttappen darf, bevor er ablebt. Nach wie vor bleibe ich beiderseits von den Angriffen weitgehend verschont, was bedeutet, dass Sven den ganzen Schaden abkriegt. Er ist dann auch der Erste, der stirbt. Ich kann mich mit einem Vodalischen Händler, dank Galeerenqualle zweimal ausgespielt, weiter durch meine Bibliothek wühlen, und auch ein Erhabenes Scheinbild findet den Weg ins Spiel. Diese gehen nach und nach drauf, da Stefan mit Wurz, Boggart-Tantchen das Teerfeuer jede Runde aus dem Friedhof fischen kann, und weil Marios Sagenschuppen-Coatl nun das eine oder andere Mal bei mir vorbeischaut.

Das wächst derweil immer weiter an; durch ein Überwesen der Sagen sogar nochmals schneller. Als es gerade getappt ist, wagt Stefan den Angriff mit seinem Größeren Gargadon, das nun den Weg ins Spiel gefunden hat, muss jedoch mit ansehen, wie auch ihm eine Schlangengestalt verpasst wird und es von einem Gewundenen Orakel totgeblockt wird. Stefans Vorstoß bleibt nicht ungesühnt, mit einem einzigen Gegenangriff bringt Mario die Lebenspunkte seines Nachbarn von 20 auf 0, und Stefan ist als Nächster draußen. Mario ist nun auf 6 Lebenspunkten, und ich habe: die Marionettenfäden und die Hirnlose Kampfmaschine vom Anfang, Letztere inzwischen ausgerüstet mit einem Beißdornenstab, dazu eine Stoßzahn-Feuerbestie auf der Hand sowie 8 Mana zur Verfügung. Das genügt nicht, um Mario mit einem Schlag zu erlegen, doch die Feuerbestie hat mit ihrem Kommt-ins-Spiel-Schaden ihr Soll erfüllt und kann als Notblocker herhalten, sodass ich im folgenden Zug Mario den Todesstoß versetzen und das Spiel für mich entscheiden kann.

Viertes Spiel: "Uhrzeiger-Magic"

Auch hier gibt es eine "Revanche". Sven darf anfangen und präsentiert ein Deck voller Nachtmahre. Sein Faszinierender Unhold mopst eine Handkarte von Stefan, der von Länderknappheit gebeutelt nicht ins Spiel findet. Mario baut mit dem Auskeimenden Thallid auf Pilzwesen, bekommt dieses aber von Svens Flammensturm weggebrutzelt. Das erste Gaeas Himmelsvolk aus meinem Deck "Simische Himmelsexperimente" wird von Svens Gesichtslosem Metzler geholt, allerdings kann ich im Laufe des Spiels zwei weitere Himmelsvölker ins Spiel bringen. Besser noch ist mein Angriffszeppelid, der Verbunden mit der Natur ist und für ordentlichen Ländernachschub sorgt. Der bleibt Stefan nach wie vor verwehrt, und als er endlich einen Beutejäger il-Kor ausspielen kann, ist es bereits zu spät. Stefan erliegt den Angriffen und ist als Erster draußen.

Mario hat einen Sporensäenden Thalliden und Thelon von Havenwood für sich gewinnen können, bekommt Letzteren jedoch von Sven per Feuerblitz entsorgt. Der hat Chainer, Meister des Wahnwitz unter Vertrag genommen – ein durchaus risikoreiches Unterfangen. Und so lasse ich es zu, dass ein weiterer Gesichtsloser Metzler meinen Angriffszeppelid beiseite schafft, denn auf meiner Hand habe ich ein Untertauchen, und mit Mario einen Gegner, der einen Wald kontrolliert. Mein Plaxwerfender Frosch und Novijen, Herz des Fortschritts haben dafür gesorgt, dass meine Flieger mit +1/+1-Marken ausgestattet sind, und da ich mir der Lufthoheit sicher sein kann, mache ich für Mario den Weg bei Sven frei, indem ich Chainer Untertauchen lasse. Der Plan geht auf: Mario greift Sven an, der dies nicht überlebt, anschließend hetze ich meine Flieger auf Mario, der dem nichts entgegen setzen kann und ebenfalls dahinscheidet. Auch dieses Spiel endet mit einem Sieg für mich.

Fünftes Spiel: "Verräter"

Am großen Tisch haben sich Axel und Sabine verabschiedet, und so kommen wir zum Abschluss zu siebt an einem Tisch zusammen, um "Verräter" zu spielen. Gert ist der Fürst, und er legt mit einem Unverzagten Goldwiesler und einem Goldwiesen-Schikanierer ganz unbescheiden los. Sebastian will nach einem Traumflatterer, der als Blocker stirbt, Gert mit einer Seelenschranke belegen, was zweierlei zur Folge hat: Zum einen ist uns klar, dass der aufgedruckte Text kaum der aktuelle Regeltext ist. Von den beiden Möglichkeiten, dass alle Gegner betroffen sind oder nur einer beim Ins-Spiel-kommen benannt wird, entscheiden wir uns für Letztere (weil näher am Originaltext) und damit für die falsche. Zum anderen ruft das Verräter Stefan auf den Plan, der den Verzauberungsspruch neutralisiert und Gert mit 3 frischen Lebenspunkten versorgt. Bei mir ist der Ländernachschub ins Stocken geraten, und nach den Fieberhaften Zuckungen komme ich gerade mal auf drei Sümpfe, um den Kabbalisten-Folterknecht zu spielen. Der sieht die Glorreiche Hymne bei Sven gar nicht gern, denn ich bin der andere Verräter, und die Bauern sind damit meine Feinde. Zu erkennen gebe ich mich daher, als Sven einen Beratenden Engel ausspielt; den Kreaturenzauber neutralisiere ich, und Marios Wolliges Thoktar, das von einem Prismatischen Omen unterstützt den Weg ins Spiel fand, schicke ich ins Exil. Gert bekommt nochmals 6 Lebenspunkte.

Gerts Verhutzelten Schulzen erklärt Siegfried für Tot, aber ein Kithkin-Vorbote besorgt einen Neuen. Mit einem Zephaliden-Gefolgsmann kann Sebastian Kreaturen tappen, aber richtig gefährlich wird es, als Mario einen Drachenbogen aufspannt. Für diesen lässt Fürst Gert gleich einen Vergessenheitsring springen und muss dafür in Kauf nehmen, dass Sven ihn mit seinem Blendenden Engel angreifen kann. Mein Kabbalisten-Folterknecht bekommt ein Feuerbällchen von Siegfried ab, doch als Sebastian seine Sirene präsentiert, bekomme ich auch endlich das vierte Land und kann die Meervolk-Kreatur mit den Fieberhaften Zuckungen entsorgen. Bei Sven sammeln sich derweil die Kreaturen an, neben eine Mauer der Engel und dem bereits erwähnten Blendenden Engel gesellen sich ein Engelsgleicher Helfer und ein Magus der Gräben, was mich dazu veranlasst, Tod oder Tat zu fordern – Helfer und Magus überleben.

Um mit seinen Kithkins angreifen zu können, verbannt Gert den Magus der Gräben mit einem Vergessenheitsring, während der Vergessenheitsring, der den Drachenbogen bannte, von Siegfried mit einem Siegel der Reinheit zerstört wird. Das lässt Mario gleich zur Tat schreiten, und der Drachenbogen spuckt mit Progenitus wohl eine der übelsten Kreaturen aus. In einer offenen Diskussion entscheiden Fürst und Verräter sich zur Vorwärtsverteidigung: alles auf Mario, damit dieser mitsamt Progenitus untergeht. Doch den ersten breit angelegten Kithkin-Angriff macht Sebastian mit einem Bumerang auf den Verhutzelten Schulzen zum Sturm im Wasserglas, und der Kampfschaden des nächsten wird durch Siegfrieds Amulett der Dämmerung komplett verhindert. Stefans Angriffsmöglichkeiten sind begrenzt, und mir fehlt das Mana, um etwas Wirkungsvolles zu spielen und den Egelbefallenen Sumpf einzusetzen. Derweil hat Mario Razia, Boros-Erzengel per Drachenbogen ins Spiel bringen können, und nach einem Angriff hat er Gert schon übel zugerichtet. Um einen etwaigen Gegenschlag zu unterbinden, zerstört er Gerts Vergessenheitsring mittels Naturalisieren, sodass der Magus der Gräben wieder walten darf. Nächste Runde schlägt Razia wieder zu, und Gert ist endgültig bezwungen. Die Bauern Siegfried, Sebastian, Sven und Mario gewinnen das Spiel.



2 Kommentare

#1Jashin   ICQ kommentiert:  20.06.2009 - 00:57 Uhr

Du scheinst ja 'ne richtige Göückssträhne gehabt zu haben, Mario...
Was mich interessieren würde: habt ihr schon nach den neuen Regeln gespielt und wenn ja, hat sich das bemerkbar gemacht??

#2Mario Haßler     Online-Magic Skype kommentiert:  20.06.2009 - 17:36 Uhr

Jau, ist gut gelaufen an dem Abend.

Ja, wir haben nach den neuen Regeln gespielt. Die größte Umstellung, wie nicht anders zu erwarten, erfordert der Kampf. Mit den neuen Regeln heißt es "wer austeilen will, muss auch einstecken können", und dieses Schaden-auf-den-Stapel-und-dann-noch-für-irgendwas-opfern-oder-auf-die-Hand-zurück steckt einfach noch zu sehr in uns drin. Natürlich geht das nicht jeden Kampf so, das sind eher die Ausnahmen. Insofern fühlt sich Magic weitgehend unverändert an.

Mario


Es können keine weiteren Kommentare mehr abgegeben werden.
(Die Kommentarmöglichkeit ist abgelaufen.)

zurück zur Lese-Ecken-Übersicht
 / zurück zur Startseite
Werbung WWW.KARTEN-ANKAUF.DE - Wir kaufen deine Magic Karten! - Du erhältst sofort ein Angebot!