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Spielbericht vom 19.10.2015 – "Common Highlander"

von Mario Haßler, 22.10.2015 - 16:09 – Spielbericht · Multiplayer

Erstes Spiel: "Pentagramm"

Eintausend Magic-Karten werden auf den Tisch gepackt, verteilt auf fünf Stapel zu zweihundert Karten, und das heißt: Heute ist "Common Highlander" angesagt, und wir sind zu fünft – Sabine, Mario, Stefan, Gert und ich. Wir entscheiden uns für "Pentagramm", und nachdem jeder seine fünf Startländer ausgelegt hat, kann es auch schon losgehen. Wie üblich füllt sich das Feld rasch, ein Ainok-Schwurbruder bei Gert, dazu ein Sagu-Bogenschütze, der mit der Belagerungskunst ausgestattet wird, bei mir folgen auf ein Froschodil ein Onyxmagier sowie Naths Elitekrieger, und die helfen, Marios Unheil von Bala Ged im Blockzwang zu zerstören, bevor es selbst aktiv werden kann. Statt alle fünf Farben zu spielen, konzentriert Stefan sich als Einziger auf eine kleinere Farbauswahl. Sein Deck ist blau, weiß und schwarz, und es findet mit einem Windumhang-Segler ins Spiel, der mit einem Knochenbrecher ausgerüstet wird. Das Artefakt wird allerdings durch meinen Hüllenbruch gleich wieder entsorgt, wobei der wichtigere Teil der Zerstörung Marios Gequälter Existenz gilt, die das Unheil von Bala Ged wieder aus dem Friedhof gefischt hat. Und Sabine baut auf Solides wie das Hinterlistige Jungtier und den Harkenklauen-Gargantua.

Den zweiten Auftritt vom Unheil von Bala Ged kann ich mit einer Seelenmanipulation vereiteln, die auch gleich meinen Elitekrieger wieder auf die Hand holt. Stefan findet derweil mit der Zehnttrinkerin zu seinem Abnötigen-Thema, und das wird einen wesentlichen Einfluss auf die Spielentwicklung haben. Doch zunächst kontert Stefan mit einem Verächtlichen Hieb meinen Versuch, Naths Elitekrieger wieder in Position zu bringen, und Marios Hautschmelzer macht meinem Onyxmagier den Garaus. Mit dem Nefälischen Schmuggler lässt sich der Hautschmelzer immer wieder einsetzen, und beim nächsten Mal trifft es eine Morph-Kreatur bei Gert, die sich als Kriegsbehemoth entpuppt. Der zahlt es ihm mit einem Erdrutsch auf den Schmuggler heim, und damit ist diese Kombo wieder aufgehoben.

Doch Mario weiß sich zu helfen, denn mit der rückgekauften Unruhe der Toten bedient er sich genüsslich im eigenen Friedhof, und dann ist auch das Unheil von Bala Ged wieder da. Dazu gesellt sich mit der Nebelwiesenhexe weiteres Übel, und es ist Gerts enormen Einsatz zu verdanken, dass beide das Zeitliche segnen. Dazu lässt er den Bären-Spielstein von seinem Gefährten des Bären ein Herausforderndes Gebrüll ausstoßen und Mario angreifen, wobei der dicke Eldrazi mit einer Schlangengestalt klein gemacht wird und zusammen mit der Hexe durch Kampfschaden zerstört wird. Andere Kriegsschauplätze gibt es aber auch noch. So erliegt Stefans Windumhang-Segler einem guten, alten Schock von Sabine, mit ihrer Klinge des Schicksals zerstört sie Stefans Sinnbild des Mutes, und den Basilikakreischer, der Stefans Abnötigen-Möglichkeiten ausgebaut hat, trifft mein Absturz.

Das Unheil von Bala Ged sind wir aber noch immer nicht los, denn Mario kann sich ja nach wie vor der Unruhe der Toten bedienen. Den nächsten Einsatz beende ich mit einem Todesgeläute, für das auch Gerts Ornithopter dran glauben muss, doch eine Runde später ist das Unheil wieder da, und diesmal kann Gert mit Wegbrennen für eine endgültige Lösung sorgen, die auch weiteres Futter für die Unruhe der Toten mit wegschafft. Dafür genehmigt Gert sich die Anrufung des Sippenbaums und bekommt wegen seiner Kombination aus Sagu-Bogenschütze und Belagerungskunst einen 9/9-Spielstein. Mit dem blockt er Sabines ausgewachsenes Hinterlistiges Jungtier, doch sie hat mit der Scheusalisierung noch ein Ass im Ärmel. Außerdem gibt sie ihren Qasal-Rudelmagier her, um die Belagerungskunst abzuschaffen.

Stefan hat in der Zwischenzeit mit Fliegern wie der Aufgestiegenen Gesetzesmagierin, dem Regenpfeiferritter und dem Windwahrer seine Lufthoheit ausgebaut und kann auf diese Weise bei Sabine punkten. Sie hat allein durch Stefans Abnötigen-Spielchen 22 Lebenspunkte verloren, und jetzt geben ihr die Angriffe aus der Luft den Rest. Als sie ausscheidet, habe ich noch keinen einzigen Kampfschaden einstecken müssen, da ich mich mit weiteren Reichweite-Kreaturen wie den Tel-Jilad-Bogenschützen und der Nessischen Natter absichern konnte. Jetzt kommen angriffsorientierte Kameraden wie der Krieger der knorrigen Eichen und der Pantherkrieger hinzu. Für das Durchkommen sorgen Neurok-Schwebsegel und ein Reiseumhang, bis Mario mit der Kaskade-Fähigkeit seines Verpflichteten Wurms auf eine Reliktenzerstörung trifft und Ausrüstung und Aura zerstört.

Mit einem Todesrausch befreit Gert das Feld von Kleinvieh, doch mit dem Abnötigen ist immer noch nicht Schluss, weil Stefan die Basilikawachen als Nachfolger der Zehnttrinkerin einstellt. Dazu gesellt sich Ulamogs Schläger, der auf Ärger aus ist, und ich besorge mir hurtig mit den Exhumierungsritualen ein Kreischmaul, das Stefan jedoch Ausschließen kann. Trotzdem sehe ich mich gewappnet für den Angriff des Eldrazi, doch Stefan demonstriert dann, dass mir dabei wohl ein Detail entgangen ist. Denn ich muss für seine Kristallscherbe nicht nur zwei Mana offenhalten, um deren Fähigkeit abzuwenden, sondern wesentlich mehr, weil der Diener der Gezeiten das Artefakt wieder enttappen kann. Und so kann Stefan die meisten meiner Blocker ausschalten und mich in arge Bedrängnis bringen – die Attacke überlebe ich schwerverletzt mit nur noch einem Lebenspunkt. Seine Basilikawachen liegen mittlerweile aber auf dem Friedhof, sodass Abnötigen nicht mehr möglich ist. Es sei denn, man bedient sich der Unruhe der Toten, spielt die Basilikawachen wieder aus und nutzt das letzte Mana für einen Phyrexianischen Wüterich und einmal Abnötigen. Damit bin auch ich dahin, und Stefan, der ohne seine Abnötigen-Tricks satte 48 Lebenspunkte weniger hätte und schon längst nicht mehr im Spiel wäre, gewinnt dieses lange Spiel, das von Anfang an sehr abwechslungsreich war und von Runde zu Runde immer spannender wurde.

Zweites Spiel: "Zweiköpfiger Riese"

Den Teil nach Sabines Ausscheiden habe ich übrigens stark verkürzt wiedergegeben. Tatsächlich sah es zwar immer so aus, als wäre es gleich vorbei, aber irgendwie hat es dann doch wesentlich länger gedauert als gedacht. Diese Zeit hat Sabine tapfer als Zuschauerin ausgehalten, doch jetzt klinkt sie sich aus, und wir wechseln zu "Zweiköpfiger Riese", Gert und Mario gegen Stefan und mich. Gert hat ein neues Deck gebaut, indem er die besten Commons und Uncommons aus den aktuellen Editionen zusammengeworfen und mit ein paar Klassikern ergänzt hat. Er startet mit einem Kalastria-Heiler, den ich allerdings noch vor unserem ersten Zug mit einem Pechhaltigen Strahl ausschalte. Auf die Schillernden Armreife, die ich mit Kaskade ohne Marken ausspielen könnte, verzichte ich allerdings dankend. Stefans erste Kreatur ist ein Meisterhafter Köder, und der wird von Marios Nekrataal eliminiert. Dafür legt Stefan die Kapsel des Henkers für spätere Verwendung bereit und bringt einen Ruinierenden Wurm ins Spiel, den er mit dem Mantel aus Flüsterseide bekleidet, aber der Ausrüstung kann Gert die Existenz aberkennen.

Ich schicke Jedits Dragoner ins Rennen und rüste sie mit der Rute des Wahrsagers und No-Dachi aus. Die Tajuru-Kriegssängerin lasse ich Gert noch einmal Überdenken. Bei Mario zeigt sich eine Nessische Natter, die der Kapsel des Henkers zum Opfer fällt, kaum dass sie monströs geworden ist. Während Stefan mit dem Viridischen Langbogen stichelt, ist die Zeit für die größeren Kaliber gekommen. Bei Gert ist das ein Trümmerverwerter, bei mir ein Wandelwicht-Titan, der Jedits Dragoner beschützt und sich die Ausrüstungen schnappt. Auf Gerts Versuch hin, ihn zu Terminieren, investiere ich vier Mana, um mithilfe der Rute des Wahrsagers eine Karte zu ziehen, finde eine Wolkenverschiebung, und die rettet nicht nur den Wandelwicht-Titan, sondern sorgt auch dafür, dass die Dragoner nochmals kurz das Spielfeld betreten und uns mit frischen Lebenspunkten versorgen.

Überhaupt hat die Rute des Wahrsagers uns schon viele gute Dienste geleistet, der ausgerüsteten Kreatur dank Flugfähigkeit zum Durchkommen verholfen und für Extrakarten gesorgt, wann immer ich das Mana übrig hatte. Nur zu verständlich also, dass Mario mit dem Ätzenden Schleim dem ein Ende bereitet. Dafür kann ich wiederum sein Sinnbild der Vorstellungskraft zweifelsfrei Ausschließen. Als Stefan den Dämmerglanz-Beschwörer in Stellung bringt, reagiert Mario prompt mit einer Beseitigung. Und das völlig zu Recht, denn mit Fliegern wie der Strandpatrouille, dem Burgraubvogel oder dem Angriffszeppelid haben Stefan und ich unsere Schlagkraft weiter ausgebaut, und der Dämmerglanz-Beschwörer hätte unseren Angreifern den Weg bereiten können. Doch die Idee ist zu gut, um aufgegeben zu werden, also lässt Stefan den Kor-Zauberer Von den Toten auferstehen, packt noch Pharikas Schülerin dazu, und da unsere Gegner darauf keine Antwort finden, sind sie mit ausgeschalteter Verteidigung nach wenigen Attacken bezwungen. Das Spiel geht an Stefan und mich, und damit ist der heutige "Common Highlander"-Abend auch schon wieder vorbei.



2 Kommentare

#1urza111    kommentiert:  29.10.2015 - 12:54 Uhr

Da ist uns im ersten Spiel wohl entgangen, dass die Scheusalisierung, die Sabine als Trick auf der Hand hatte, eine Hexerei ist. ;-)

#2Jashin   ICQ kommentiert:  30.10.2015 - 23:40 Uhr

Ja, die Karte ist echt schlecht...


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